Frauengeschichtsverein wird 40

Frauengeschichtsverein wird 40
Was 1986 mit einem mutigen Treffen im Kölner Frauenbuchladen begann, hat sich zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte entwickelt. Neun Frauen – eine Malerin mit jüdischen Wurzeln, eine Mitarbeiterin des Frauenbuchladens, eine Psychologin, zwei Pädagoginnen, eine Buchhändlerin, eine Selbständige, eine Geschichtslehrerin und eine Historikerin – legten den Grundstein für den heute so erfolgreichen Kölner Frauengeschichtsverein mit Sitz in Zollstock. Am 8. Mai 1986 verabschiedeten sie die Satzung und am 15. August folgte die offizielle Eintragung ins Vereinsregister. Die Wurzeln des Vereins reichen jedoch bis in den Herbst 1984 zurück, als die Idee für frauengeschichtliche Stadtführungen entstand. Schon damals verband die Gründerinnen ein gemeinsamer Wunsch: Frauen sichtbar zu machen und ihre Bedeutung in der Geschichte Kölns endlich hervorzuheben. Besonders Edith Kiesewalter und Irene Franken hatten große Visionen und die erste Führung fand bereits am 27. April 1985 statt. Sie haben für Kölner Frauen wichtige Impulse gesetzt. Heute richtet sich die Arbeit des Vereins nicht nur auf Frauen im klassischen Sinne, sondern umfasst das gesamte Frauenbild. Also auch gleichgeschlechtliche Anziehung, Migrantinnen, BIPoC, ältere Frauen, Asozialisierte, Pazifistinnen, Künstlerinnen, Karnevalistinnen und viele weitere Gruppen, deren Geschichte lange übersehen wurde. Es ist alles hochinteressant und mit Hochachtung zu sehen. Zwischen dem 8. Mai und dem 15. August feiert der Verein vier Jahrzehnte engagierte Frauengeschichte in Köln, demnach lohnt sich ein Blick auf Ihre Internetseite www.frauengeschichtsverein.de. Wir gratulieren den Damen und wünschen weiterhin viel Erfolg.