Kölner StadtteilLiebe – Magazin für das Stadtgebiet Rodenkirchen

Gefahr durch Kampfmittel am Rheinufer bei Niedrigwasser Stadt Köln warnt Bevölkerung, verdächtige Gegenstände zu berühren

Gefahr durch Kampfmittel am Rheinufer bei Niedrigwasser
Stadt Köln warnt Bevölkerung, verdächtige Gegenstände zu berühren

Der aktuell niedrige Wasserstand des Rheins führt dazu, dass am Rheinufer auf Kölner Stadtgebiet vermehrt alte Kampfmittel und andere verdächtige Gegenstände sichtbar werden. Die Stadt Köln warnt vor den Gefahren und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht: Verdächtige Gegenstände sollten keinesfalls berührt, bewegt oder eigenständig geborgen werden.

Zwischen August und Anfang Oktober 2026 kam es in Köln im Bereich des Rheins zu insgesamt 45 kampfmittelbedingten Einsätzen. In diesem Zeitraum wurden 53 verdächtige Objekte gemeldet oder aufgefunden. Es wurden 33 Kampfmittel geborgen, in 20 Fällen stellte sich der verdächtige Gegenstand nicht als Kampfmittel heraus.

Zu den geborgenen Kampfmitteln gehörten unter anderem Sprengbomben, Brandbomben, Minen, Panzergranaten, Wurf- und Handgranaten sowie verschiedene Munitionsteile. In den meisten Fällen konnten diese durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf geborgen und problemlos abtransportiert werden. Darunter befanden sich aber auch besonders schwere Bomben, welche eine Evakuierung der Bevölkerung notwendig machten: etwa eine zündfähige Fünf Zentner-Bombe am 6. August in Deutz und eine Zehn Zentner-Bombe am 28. September 2026 in Rodenkirchen. Die Fallzahlen verdeutlichen, dass bei Niedrigwasser-Lagen eine reale Gefahr von Kampfmittelfunden am Rheinufer besteht.

Die Stadt Köln appelliert daher an alle Bürger*innen, die sich am Rhein aufhalten – sei es zum Spaziergang, zum Sport oder zur Erholung – bekannte und befestigte Wege nicht zu verlassen und keine trockengefallenen Bereiche des Flussbettes zu betreten. Wer einen möglichen Kampfmittelfund oder einen verdächtigen Gegenstand bemerkt, wird gebeten, Abstand zu halten, andere Personen im Umfeld zu warnen und unverzüglich das Ordnungsamt über die Telefonnummer 0221/221-32000 oder die Polizei über den Notruf 110 zu informieren. Eine genaue Beschreibung des Fundortes hilft den Einsatzkräften, schnell und sicher zu reagieren.

Ziel der Stadt Köln ist es, die Bevölkerung zu sensibilisieren, ohne unnötige Sorgen zu erzeugen. Wenn die bekannten Sicherheitsregeln beachtet und verdächtige Funde umgehend gemeldet werden, können Ordnungsamt und Kampfmittelbeseitigungsdienst die notwendige Gefahrenabwehr verlässlich übernehmen.

Unter Übersichtsseite Kampfmittelangelegenheiten können auf der Internetseite der Stadt Köln allgemeine Informationen zum Thema Kampfmittel abgerufen werden, ebenso unter Was mache ich, wenn ich ein Kampfmittel finde? – Stadt Köln

(Text: PI/Stadt Köln/-rob-)