Neun Jahre Kölner Stadtteilliebe – und was für eine Reise!
Neun Jahre Kölner Stadtteilliebe – und was für eine Reise!
Heute vor neun Jahren ging www.koelner-stadtteilliebe.de online.
Wenn ich heute darüber nachdenke, muss ich ein bisschen schmunzeln. Denn damals war es eine Mischung aus Wahnsinn, Traum, Illusion, Leidenschaft und ganz schön viel Angst vor der eigenen Courage. Aber wir haben es gemacht. Nach dem Motto: 3 – 2 – 1 – meins! Und dann ging es los.
Was daraus geworden ist, macht mich ehrlich gesagt ziemlich stolz.
Mehr als 20.000 Berichte, Termine und Neuigkeiten sind in diesen neun Jahren online gegangen. Mehr als 20.000-mal haben wir auf „Veröffentlichen“ gedrückt. Mal mit einem großen Bericht, mal mit ein paar Zeilen, mal über eine riesige Veranstaltung und manchmal einfach über einen Menschen oder eine kleine Geschichte, die es verdient hatte, gesehen zu werden.
Wir haben geschrieben, fotografiert, erzählt, diskutiert, entdeckt, gestaunt und manchmal wahrscheinlich auch viel zu viele Stunden vor dem Rechner verbracht und uns oft für verrückt erklärt.
Wir haben immer eines getan: Wir haben hingeschaut.
Auf die Kinder in unseren Veedeln. Auf Senioren mit ihren Geschichten und Erfahrungen. Auf Geschäftsleute, die jeden Morgen ihre Türen öffnen. Auf Vereine, Schulen, Kindergärten, Institutionen und Ehrenamtliche. Auf Menschen, die etwas bewegen, ohne dafür großes Aufheben zu machen.
Darum schreiben wir auch über Gesundheit und Immobilien, über Kultur und Veranstaltungen, über typische Frauen- sowie Männerthemen und natürlich genauso über Familien, Kinder und Senioren. Über Ostern, Pfingsten, Sommerferien, Weihnachten und Karneval. Über große Pläne und kleine Ideen. Über Menschen, die neu anfangen, und über diejenigen, die schon seit Jahrzehnten Teil unseres Stadtteils sind.
Und manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die besonders groß werden.
Ein Gespräch am Rande einer Veranstaltung.
Ein Lachen auf dem Marktplatz.
Ein Kind, das voller Stolz auf einer Bühne steht.
Ein Unternehmer, der seine Geschichte erzählt.
Eine Seniorin, die sich engagiert.
Ein Verein, der dringend Unterstützung braucht.
Oder einfach ein Mensch, der sagt: „Das müssen die anderen doch auch wissen!“
Ja. Genau dafür gibt es uns.
Denn Kölner Stadtteilliebe bedeutet nicht Stadtteilfrust. Es bedeutet, das Schöne sichtbar zu machen. Das Engagement. Die Ideen. Die Menschen. Den Zusammenhalt. Das Leben vor unserer Haustür.
Und dieses Leben spielt nicht nur an einer Stelle.
Es spielt in 13 Veedel: Bayenthal, Godorf, Hahnwald, Immendorf, Marienburg, Meschenich, Raderberg, Raderthal, Rodenkirchen, Rondorf, Sürth, Weiß und Zollstock.
Tausende Menschen. Unzählige Geschichten. Zahlreiche Momente. Wunderschöne Orte. Stundenlange Gespräche. Viel Musik. Harte Stühle. Und oftmals eine richtige Überraschung. Genau diese Vielfalt macht unseren Kölner Süden aus.
Wenn ich heute auf diese neun Jahre schaue, denke ich deshalb nicht zuerst an die vielen Veröffentlichungen.
Ich denke an die Glücksgefühle und an die Liebe zu unserem Stadtgebiet.
An all die Begegnungen. An die Geschichten. An die verrückten Ideen. An die kleinen und großen Veranstaltungen. An Menschen, die uns Türen geöffnet haben. An Menschen, die uns vertraut haben. Und an Menschen, die uns immer wieder zeigen, warum es sich lohnt, weiterzumachen.
Denn ganz ehrlich:
Nach neun Jahren haben wir noch lange nicht alles erzählt.
Im Gegenteil.
Wir fangen gerade erst richtig an.
In diesem Sinne viel Spaß auf unserer Seite…
Ihre
Ute Schmidt

