Stillstand nur in Köln – FDP/KSG kritisiert Totalausfall der KVB am Streik-Mittwoch Breite: Andere Städte fahren, Köln steht komplett still

Während im aktuellen Warnstreik am 18. März 2026 in vielen Städten Nordrhein-Westfalens der Stadtbahnbetrieb zumindest eingeschränkt weiterläuft, stehen in Köln sämtliche Bahnen still.

„Es ist schon bemerkenswert: In ganz NRW werden Werkstätten bestreikt, doch nur in Köln bricht der gesamte Stadtbahnbetrieb zusammen“, erklärt Ulrich Breite, Fraktionsgeschäftsführer der FDP/KSG-Fraktion. „Andere Städte zeigen, dass mindestens ein eingeschränkter Betrieb möglich ist. In Köln hingegen geht gar nichts mehr. Das ist für die Fahrgäste nicht akzeptabel.“

Die KVB-Führung begründet den Totalausfall unter anderem mit fehlenden Möglichkeiten, notwendige Notfall- und Bergungsmaßnahmen im Streikfall sicherzustellen. Für die FDP/KSG wirft das grundlegende Fragen auf. „Wenn andere Verkehrsunternehmen genau dafür Notdienstvereinbarungen haben, dann muss man sich fragen, warum das in Köln offenbar nicht funktioniert“, kritisiert Breite und fragt: „Ist der KVB-Vorstand erneut überfordert? Gibt es erneut keine personellen Konsequenzen?“

Der vollständige Stillstand trifft Pendlerinnen und Pendler, die Wirtschaft und den gesamten Stadtverkehr mit voller Wucht. „Ein funktionierender ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge. Ziel muss es sein, auch in Streiksituationen zumindest ein Mindestangebot aufrechtzuerhalten. Dass das in Köln nicht gelingt, ist ein Armutszeugnis.“

Mit einer Anfrage will die FDP/KSG-Fraktion nun klären, worin die Unterschiede zu anderen Verkehrsunternehmen liegen, und welche Maßnahmen ergriffen werden, um künftig auch im Streikfall einen verlässlichen Grundbetrieb sicherzustellen.

„Eine intakte KVB ist unser gutes Recht“, betont Breite. „Wer Verkehrswende ernst meint, darf sich solche Totalausfälle nicht leisten.“

(Text: FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln)