Tag des offenen Denkmals® und die Veranstaltungen im Kölner Süden
13. September @ 10:00 - 19:30


Das sind die Veranstaltungen in unserem Stadtgebiet :
Melanchthonkirche – Ein besonderer Ort der Moderne in Zollstock
Wer die Melanchthonkirche in Zollstock betritt, entdeckt ein Stück Kölner Geschichte, die bis heute beeindruckt. Zwischen 1925 und 1931 entstand hier nämlich eine moderne Siedlungsanlage mit Wohnungen, Ladenlokalen, Grünflächen und einer eigenen evangelischen Kirche – ein damals wegweisendes Konzept für gemeinschaftliches Leben.
Die Melanchthonkirche wurde 1929/30 nach den Plänen des Kölner Architekten Theodor Merrill errichtet. Sie gehört zu den wenigen Kirchen in Köln, die im Stil des Neuen Bauens gestaltet wurden. Klare Formen, eine besondere Architektur und ein ungewöhnliches Raumkonzept machen sie zu einem bemerkenswerten Bauwerk.
Doch nicht nur die Architektur ist sehenswert: Der Kirchsaal ist für seine außergewöhnlich gute Akustik bekannt und schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Ein Ort, an dem Architektur, Musik und Geschichte auf faszinierende Weise zusammenfinden.
Am Samstag, 12. September, um 16 Uhr lädt Kirchenmusikerin Barbara Bannasch zu einem 90-minütigen Einblick in diesen besonderen Kirchenraum ein.
📍 Melanchthonkirche, Breniger Straße 20, Köln-Zollstock
🗓️ Samstag, 12. September 2026
⏰ 16:00 Uhr | Dauer ca. 90 Minuten
🚪 Treffpunkt: Kirchenhauptportal
Eine schöne Gelegenheit, einen besonderen Ort in Zollstock neu oder vielleicht sogar zum ersten Mal zu entdecken – und dabei Architektur, Geschichte und Musik miteinander zu erleben.
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Erreichbar mit den Linien 12, 130, 131 und 134, Haltestelle Zollstockgürtel.
Ein Meilenstein erzählt Kölner Geschichte
Manchmal sind es die unscheinbaren Dinge am Wegesrand, die eine erstaunliche Geschichte erzählen. Einer dieser besonderen Zeitzeugen ist der Preußische Meilenstein, der 1818 an der Frankfurter Straße aufgestellt wurde. Damals zeigte er den vorbeifahrenden Kutschern an: Noch eine Meile bis Köln.
Mit der Angliederung des Rheinlands an Preußen hielt auch das preußische Vermessungswesen Einzug in Köln und seinem Umland. Der Meilenstein war damit nicht nur ein Wegweiser, sondern Teil eines neuen, systematischen Vermessungs- und Verkehrswesens.
Mehr als 200 Jahre später hat die Zeit deutliche Spuren an dem historischen Stein hinterlassen. Doch statt ihn dem Verfall zu überlassen, soll er fachgerecht restauriert und damit für die Zukunft bewahrt werden.
Wie aufwendig eine solche Restaurierung ist und welches Wissen und handwerkliche Können dahinterstecken, lässt sich am Samstag, 12. September, bei einem besonderen Einblick in die Werkstätten der TH Köln, Ubierring 40, erleben. In einer rund 60-minütigen Führung erzählt Niklas Underwood auf spannende und anschauliche Weise von der Geschichte des Meilensteins und seiner Restaurierung.
Die Führungen beginnen um 10 Uhr und um 11.30 Uhr. Treffpunkt ist der Innenhof der TH Köln unter dem großen Baum. Für Kinder ist diese nicht geeignet für Jugendliche aber schon.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bürgerverein Ostheim und der Stadt Köln – Stadtkonservator*in, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege statt.
Wichtig: Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist bis zum 4. September erforderlich. Bitte geben Sie dabei Vor- und Zunamen sowie die gewünschte Uhrzeit an: meilenstein.denkmal@stadt-koeln.de
Die Teilnahme ist nur mit einer Teilnahmebestätigung möglich.
Und noch ein kleiner Tipp: Da die Parkmöglichkeiten begrenzt sind, wird die Anreise mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV empfohlen. Die Haltestelle Ubierring ist mit den Linien 133, 142, 15 und 16 erreichbar.
Ein spannender Blick auf ein kleines Stück Kölner Geschichte – und darauf, wie aus einem alten Stein wieder ein bewahrter Zeitzeuge werden kann.
Institut français Köln – französische Kultur trifft Kölner Baugeschichte
Mitten am Sachsenring befindet sich ein Ort, an dem französische Kultur und Kölner Architekturgeschichte auf besondere Weise zusammentreffen: das Institut français Köln. Seit seiner Gründung im Jahr 1952 ist es ein lebendiger Treffpunkt für Begegnung, Sprache, Kultur und den deutsch-französischen Austausch. Für jeden der sich mit Frankreich identifiziert oder etwas über Frankreich wissen möchte, ist es bestimmt einen Besuch wert.
Denn sein Zuhause hat das Institut in einem denkmalgeschützten Gebäude des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn. Er zählt zu den bedeutendsten Kölner Architekten der Nachkriegszeit und prägte mit seinen modernen Ideen das neue Bauen in Köln. Seine Architektur erzählt damit nicht nur von einem Gebäude, sondern auch vom Aufbruch einer Stadt, die sich nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs neu erfand.
Am Sonntag, 13. September, öffnet das Institut seine Türen und lädt dazu ein, Architektur und Geschichte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Verschiedene Bilder und historische Baupläne geben spannende Einblicke in das Gebäude und seine Entstehung.
Bei Führungen können Besucherinnen und Besucher noch mehr über diesen besonderen Ort erfahren. Um 11:00 Uhr führt Institutsleiter Sébastien Horzinski auf Französisch durch das Haus. Um 13:00 und 15:00 Uhr übernimmt Elke Beccard die Führungen. Sie dauern jeweils etwa 45 Minuten.
Ein schöner Anlass, um hinter die Kulissen zu schauen und einen Ort zu entdecken, an dem französische Lebensart, Kultur und Kölner Architekturgeschichte seit Jahrzehnten miteinander verbunden sind.
📍 Institut français Köln, Sachsenring 77
📅 Sonntag, 13. September 2026
🕙 10:00 bis 16:00 Uhr
🏛️ Führungen: 11:00 Uhr (Französisch), 13:00 und 15:00 Uhr
⏱️ Dauer: ca. 45 Minuten
📩 Anmeldung erforderlich: info.koeln@institutfrancais.de
🚋 Anreise: KVB-Linien 12, 15, 16 bis Eifelstraße.
Ein Besuch, der zeigt: Architektur kann Geschichten erzählen – und manchmal verbindet sie sogar zwei Länder.
Haus Gotland – ein Stück schwedische Geschichte mitten in Köln
Ein rotes Holzhaus, mitten im Kölner Volksgarten – freundlich, ungewöhnlich und voller Geschichten: Das Haus Gotland ist ein ganz besonderer Ort in der Südstadt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es als Geschenk Schwedens errichtet und erinnert bis heute an die enge Verbundenheit und die Hilfe, die damals aus Schweden nach Köln kam. Hier erhielten Kinder die berühmte „Schwedenspeisung“, später wurde das Haus vielen Kölnerinnen und Kölnern als Kita vertraut. Seit 2022 steht das historische Gebäude unter Denkmalschutz.
Nun lädt das Haus Gotland ein: Am Sonntag, 13. September, öffnet es als soziokulturelles Zentrum seine Türen und lädt dazu ein, diesen besonderen Ort ganz neu zu entdecken.
Von 10:30 bis 17:00 Uhr gibt es Gelegenheit, das Gotland interaktiv kennenzulernen. Eine kleine Ausstellung, Mitmachaktionen und natürlich leckere Waffeln sorgen für einen abwechslungsreichen Tag für Groß und Klein.
Wer mehr über die Geschichte und die Räume des Hauses erfahren möchte, kann an einer der etwa 30-minütigen Führungen teilnehmen – um 11:00, 14:00 oder 16:00 Uhr.
Auch der Volksgarten selbst hat viel zu erzählen. Wolfgang und Bärbel Uellenberg van Dawen nehmen Interessierte um 12:00 und 15:00 Uhr mit auf einen etwa einstündigen Rundgang durch den traditionsreichen Park.
Das Haus Gotland ist damit weit mehr als ein historisches Gebäude. Es ist ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Austauschs – und vielleicht auch ein Ort, an dem neue Geschichten entstehen.
Schauen Sie vorbei, lernen Sie das Gotland kennen und entdecken Sie ein kleines Stück schwedischer Geschichte mitten in Köln!
📍 Haus Gotland, Vorgebirgstraße 20
📅 Sonntag, 13. September 2026
🕥 10:30 bis 17:00 Uhr
🎟️ Führungen im Haus: 11:00, 14:00 und 16:00 Uhr
🌳 Volksgartenführungen: 12:00 und 15:00 Uhr
Am besten kommen Sie mit dem Fahrrad oder mit der KVB (Linien 15/16 bis Ulrepfort). Parkplätze gibt es in der Umgebung nur wenige.
Villen am Rhein – als die Moderne in Rodenkirchen einzog
Eine architektonische Zeitreise durch das Neue Bauen
Rodenkirchen ist voller architektonischer Überraschungen, denn dort trifft Alt auf Neu und Modern auf Bestand. Denn zwischen Grün und Rhein entstanden Ende der 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre sechs außergewöhnliche Villen, die ganz im Geist des „Neuen Bauens“ und des Bauhaus-Stils gestaltet wurden. Klare Linien, funktionale Formen und eine ungewohnte Offenheit machten sie zu einem sichtbaren Zeichen der Moderne.
Fünf dieser besonderen Häuser sind bis heute erhalten. Bei einem Rundgang durch die denkmalgeschützte Villenkolonie öffnen sich Türen zu einer spannenden Zeit: Wer lebte hier? Wer entwarf die Häuser? Und wie verbanden die Architekten modernes Wohnen mit der besonderen Lage am Rhein?
Besonders reizvoll: Das nahezu original erhaltene Haus des Künstlers Clemens Hillebrand kann besichtigt werden. Auch ein Blick in den Garten der Villa Hussmann gehört zum Rundgang.
Gemeinsam mit Günter Leitner und Clemens Hillebrand geht es auf Entdeckungstour durch ein Stück lebendige Architekturgeschichte und durch ein Rodenkirchen, in dem die Ideen der Moderne bis heute sichtbar geblieben sind.
Samstag, 12. September, 16 Uhr
Treffpunkt: Ecke Walther-Rathenau-Straße / Im Park
Dauer: ca. 2 Stunden · Strecke: ca. 1,5 km
Maximal 35 Personen · Anmeldung erforderlich über den Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V
Deutschlandradio / Deutschlandfunk – Ein Blick hinter die Kulissen des Kölner Funkhauses
Wo Nachrichten entstehen, Stimmen aus aller Welt zusammenkommen und täglich Radiogeschichte geschrieben wird, steht ein außergewöhnliches Stück Kölner Architektur: das Funkhaus von Deutschlandradio / Deutschlandfunk am Raderberggürtel.
Der von Architekt Gerhard Weber entworfene Gebäudekomplex wurde 1980 gemeinsam mit seinem markanten Hochhaus eingeweiht und prägt seither die Kölner Stadtsilhouette. Im denkmalgeschützten Funkhaus entstehen rund um die Uhr Hörfunkformate und damit Inhalte, die täglich Millionen Menschen erreichen.
Eine besondere Rolle spielt der Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Seine herausragende Akustik macht ihn zu einem geschätzten Ort für Künstlerinnen und Künstler ebenso wie für das Publikum, dort werden demnach tolle Konzerte angeboten und die zu den Geheimtipps der Stadt gehören. Seit 2024 steht das Funkhaus aufgrund seiner städtebaulichen und architekturgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.
Am Sonntag, 13. September, öffnet Deutschlandradio seine Türen und ermöglicht einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Bei rund 60-minütigen Führungen können Besucherinnen und Besucher das Funkhaus kennenlernen und mehr über seine Architektur, seine Geschichte und die Arbeit des Deutschlandfunks erfahren.
Die Führungen finden um 10, 12, 14 und 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Haupteingang beziehungsweise das Foyer vor dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Die Gruppengröße ist begrenzt.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter deutschlandradio.de/veranstaltungen. Die Teilnahmebestätigung mit QR-Code muss anschließend digital oder ausgedruckt vorgezeigt werden.
Ein Besuch, der nicht nur Radiofans begeistert: Hier lässt sich erleben, wo hinter den vertrauten Stimmen aus dem Radio gearbeitet wird – und zugleich ein beeindruckendes Stück Kölner Architektur entdecken.
Raderberggürtel 40 · Sonntag, 13. September
Führungen: 10, 12, 14 und 16 Uhr · Dauer ca. 60 Minuten
ÖPNV Anfahrt, wird geraten: 130, 132, 134 bis Bonner Straße/Gürtel; 130, 133, 134 bis Brühler Straße/Gürtel
Ein Bunker, der Geschichte erzählt – der Hochbunker Elsassstraße
Mitten in der Häuserzeile der Elsassstraße steht ein Bauwerk, das man im Alltag leicht übersieht. Der schlichte, fünfgeschossige Kubus wirkt heute beinahe wie ein ganz gewöhnliches Gebäude und doch steckt hinter seinen dicken Mauern ein Stück bewegter Kölner Geschichte.
1942 wurde der Hochbunker von dem Architekten Helmut Wirming errichtet, als einer von insgesamt 26 Hochbunkern im Kölner Stadtgebiet. Was damals dem Schutz der Bevölkerung vor den Schrecken des Krieges dienen sollte, bekam nach 1945 eine ganz andere Bedeutung: Der Bunker wurde zur Notunterkunft. Im Kalten Krieg wurde er erneut technisch angepasst, um Menschen im Ernstfall sogar vor den Folgen eines möglichen Atomschlags zu schützen.
Heute ist der Hochbunker ein stiller Zeitzeuge. Seine Mauern erzählen von Krieg, Angst, Schutz und dem Wunsch der Menschen, in unsicheren Zeiten Sicherheit zu finden.
Am Sonntag, 13. September, öffnet der Hochbunker seine Türen und ermöglicht einen Blick hinter die sonst verschlossenen Mauern. Im Innenhof erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Ausstellung über den Zivilschutz im Kalten Krieg. Dazu informiert das Team des Instituts für Festungsarchitektur (CRIFA) über die Geschichte und Bedeutung solcher Bauwerke.
Ein spannender Ort für alle, die Köln einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchten – denn manchmal verbirgt sich Geschichte genau dort, wo man sie im Alltag längst nicht mehr vermutet.
📍 Elsassstraße 42
📅 Sonntag, 13. September 2026
🕛 12:00 bis 18:00 Uhr
📌 Zugang zum Innenhof durch die Toreinfahrt
👧 Kinder ab 7 Jahren bitte nur in Begleitung eines Erwachsenen
Tipp: Kommen Sie möglichst mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV. Die Haltestelle Chlodwigplatz ist mit den Linien 15, 16, 17, 106, 132, 133 und 142 erreichbar. Parkplätze gibt es nur wenige.
Bunte Fenster von Taizé – Ein besonderer Ort in Michaelshoven
Ein Ort, an dem Architektur, Kunst und gelebte Gemeinschaft auf ganz besondere Weise zusammentreffen, ist das Diakoniedorf Michaelshoven. Große Teile des Ensembles stehen unter Denkmalschutz und machen den Rundgang zu einer Reise in die Architektur- und Sozialgeschichte der 1950er- und 1960er-Jahre und ist hochinteressant.
Im Mittelpunkt steht oft die Erzengel-Michael-Kirche, eine architektonische Besonderheit in Köln. Ihre außergewöhnliche Zeltform verleiht dem Kirchenraum eine ganz eigene Atmosphäre. Doch es sind vor allem die farbenprächtigen Fenster von Frère Eric aus Taizé, die diesen Ort unverwechselbar machen.
Je nach Tages- und Sonnenstand verändert sich das Licht im Kirchenraum. Farben wandern über Wände und Boden, schaffen neue Stimmungen und lassen die Fenster immer wieder anders erscheinen. So wird der Kirchenraum selbst zu einem lebendigen Kunstwerk, das sich im Laufe des Tages ständig verändert.
Bei einem rund 90-minütigen Rundgang mit Carlos Stemmerich lässt sich dieses außergewöhnliche Ensemble entdecken. Dabei geht es nicht nur um die Kirche, sondern auch um das Zusammenspiel von Sakraler Kunst, besonderer Architektur und lebendiger Diakonie.
Geöffnet ist der Rundgang am Samstag, 12. September, um 14 und 16 Uhr sowie am Sonntag, 13. September, um 12, 14 und 16 Uhr.
Ein schöner Anlass, Michaelshoven einmal mit anderen Augen zu sehen: nicht nur als Ort gelebter Diakonie, sondern auch als architektonisches und künstlerisches Kleinod im Kölner Süden.
Pfarrer-Te-Reh-Straße 1 · Michaelshoven
Führung: ca. 90 Minuten
Veranstalter: Diakonie Michaelshoven
ÖPNV: Linie 16 bis Michaelshoven; Linie 130 bis Friedhof Rodenkirchen
Ulrepforte – Heimat der Roten Funken
Ein Stück mittelalterliches Köln, das bis heute lebendig geblieben ist: Die Ulrepforte gehört zu den erhaltenen Toranlagen der einst gewaltigen mittelalterlichen Stadtbefestigung und erzählt eindrucksvoll von der Geschichte Kölns.
Ab 1180 entstand die große mittelalterliche Stadtmauer, mit der Köln sein Stadtgebiet nahezu verdoppelte. Es war die größte Baumaßnahme des Mittelalters und machte Köln zur größten mittelalterlichen Stadt nördlich der Alpen. Die gewaltige Befestigungsanlage besaß einst zwölf Stadttore – heute sind nur noch wenige dieser historischen Bauwerke erhalten.
Die Ulrepforte ist damit weit mehr als ein altes Stadttor: Gemeinsam mit den weiteren erhaltenen Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung bildet sie ein Baudenkmal-Ensemble von nationaler Bedeutung.
Heute schlägt hier allerdings nicht nur das historische Herz Kölns, sondern auch eines der kölschen Lebensfreude: Die Ulrepforte ist Heimat der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V., der Roten Funken. Geschichte und kölsche Tradition treffen hier unmittelbar aufeinander. Und die Funken tun viel für Ihr Tor.
Am Sonntag, 13. September, öffnet die Ulrepforte von 11 bis 17 Uhr ihre Türen. Bei den stündlichen Führungen mit Friedrich Bergmann können Besucherinnen und Besucher rund 45 Minuten lang in die Geschichte des historischen Bauwerks und seiner heutigen Bewohner eintauchen. Auch Burgvogt Friedrich Bergmann und das Team der Burgwarte stehen für Fragen zur Verfügung und geben persönliche Einblicke.
Die Versammlungsräume und der Innenhof sind barrierefrei zugänglich. Der Haupteingang befindet sich in der Nähe des Glasaufzugs.
Ein Besuch, bei dem mittelalterliche Stadtgeschichte, kölsche Tradition und die Heimat der Roten Funken auf besondere Weise zusammenkommen.
Ulrepforte 1 · Sonntag, 13. September · 11–17 Uhr
Führung: stündlich, ca. 45 Minuten
ÖPNV: Haltestelle Ulrepforte, Linien 15 und 16
Rodenkirchen als Gartenstadt – ein Plan von 1905
Wie der historische Gartenstadtplan bis heute das Ortsbild bis heute prägt
Rodenkirchen war schon früh mehr als ein Vorort am Rhein: Mit dem Gartenstadtplan von 1905 entstand eine visionäre Grundlage für die Entwicklung des Ortes, die bis heute sichtbar ist. Der auf den Rhein ausgerichtete Bauzonenplan verband geschlossene und offene Bebauung mit großzügigen Grünflächen – und legte damit wichtige Grundzüge des heutigen Rodenkirchens fest.
Besonders prägend war der Schutz des Ortskerns rund um Alt St. Maternus mit seinem wertvollen Baumbestand, der nach 1907 unter besonderen Schutz gestellt wurde. Was damals als vorausschauende Planung begann, ist heute ein wichtiger Teil der besonderen Atmosphäre und des historischen Ortsbildes.
Bei einem Rundgang mit Dr. Cornelius Steckner lässt sich entdecken, wo die Ideen des Gartenstadtplans noch heute sichtbar sind und wie sie Rodenkirchen geprägt haben.
Sonntag, 13. September, 11 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Sommershof, Hauptstraße 71–73
Dauer: ca. 70 Minuten · Strecke: ca. 2 km
Auf den Spuren des Deutschen Werkbundes in Rodenkirchen
Architektur, Visionen und ein Stück Baugeschichte
Rodenkirchen war nicht nur Gartenstadt – der Ort spielte auch eine besondere Rolle in der Geschichte des Deutschen Werkbundes. Der leitende Architekt der berühmten Deutzer Werkbundausstellung von 1914 lebte in Rodenkirchen. Seine Ideen und die moderne Entwicklung des Ortes hinterließen deutliche Spuren und Dr. Cornelius Steckner wird davon berichten.
Der auf den Rhein ausgerichtete Bebauungsplan mit seinen Grünflächen, Sportstätten und dem Strandschwimmbad wurde zum Vorbild für weitere architektonische Visionen. Auch die geplante Werkbundausstellung „Die Neue Zeit“ sollte Rodenkirchen mit modernen Bauten bereichern. Doch der politische Machtwechsel von 1933 machte diese ambitionierten Pläne zunichte.
Bei einem Rundgang mit Dr. Cornelius Steckner geht es auf Spurensuche: Welche Ideen des Werkbundes sind in Rodenkirchen noch heute erkennbar? Und welche architektonischen Visionen blieben auf dem Papier? Es ist hochinteressant und Heimatkunde im tiefsten Sinne des Wortes.
Sonntag, 13. September, 14.30 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Sommershof, Hauptstraße 71–73
Dauer: ca. 70 Minuten · Strecke: ca. 2 km
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