Im Kölner Süden entfaltet der Herbst seinen besonderen Zauber. Wenn sich die Blätter in den weitläufigen Parkanlagen, dem Grüngürtel oder am Rhein entlang langsam goldgelb, kupferfarben und feuerrot färben, legt sich eine wohltuende Ruhe über die Stadtteile. Die Sonne steht dann tiefer, ihr Licht taucht die Wohnstraßen in ein warmes Glühen, und das leise Rascheln des Laubs unter den Füßen begleitet Spaziergänge wie eine sanfte Melodie und bietet immer wieder eine kleine Auszeit vom Alltag, wenn man es bewusst wahrnimmt. Dazu kommt der Duft von Kastanien, feuchter Erde und gelegentlich einem frisch gebackenen Stück Apfelkuchen aus den lokalen Bäckereien. In den kleinen Cafés, die überall in unserem Stadtgebiet sind, duftet es dann nach Zimt, Pflaumenkuchen und frischem Kaffee – es ist so einladend für eine Pause nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel und ein purer Genuss. Die kleinen Restaurants entlang der Hauptstraßen oder die Bootshäuser am Rhein laden obendrein dazu ein, die Aussicht zu genießen und dem langsamen Treiben zuzusehen. Ein kleiner Tipp: Am Rhein steigen morgens feine Nebelschwaden auf, die Boote scheinen darin zu schweben, als gehörten sie zu einer anderen Welt, dann sieht man die Menschen zusammenrücken und Hundehalter stehen bleiben, weil es immer wieder beeindruckend ist. Wenn man Glück hat, kann man sogar beobachten, wie die Wildgänse, die in perfekter Formation gen Süden ziehen, unsere Region verlassen. Es ist ein perfekter Start in den Tag bzw. auf den Wochenmärkten, etwa in Sürth oder Rodenkirchen. Dann stapeln sich nämlich Kürbisse, bunte Äpfel und regionale Spezialitäten, während Nachbarn in dicke Schals gehüllt miteinander plaudern. Der Herbst im Kölner Süden ist nämlich nicht laut oder grell – er ist sanft, besonnen und doch voller Leben. Es ist die Jahreszeit der leisen Schönheit, die zum Innehalten einlädt, zum Genießen und zum bewussten Erleben, bevor der Winter kommt. Auch ist es die Zeit von schönen Veranstaltungen, die nun wieder nach drinnen gehen und eine schöne Gemütlichkeit hervorbringen.

Hääre Ovend der Löstige Öhs – Kölsche Stimmung pur in Rondorf!
Am 22.11. ab 17 Uhr laden die Löstigen Öhs wieder zu einem unvergesslichen Abend voller Herz, Humor und kölscher Lebensfreude unter Männern ein! Und es wird im Großrotterhof bestimmt toll, da die Herren unter sich bleiben. Tim Scheer der Literat hat sich dazu ein großartiges Programm überlegt: Keine Geringeren als der Sitzungspräsident und Jupp Mendt, der kölsche Schutzmann, werden den Abend mit Witz, Charme und ihrem besonderen Gespür für gute Laune einstimmen. Auch werden das Klimpermännche, die Razag Girls und natürlich das stolze Dreigestirn der Altgemeinde dabei sein! Ob jung oder alt, kölsch oder zugezogen – dieser Abend verspricht die beste Unterhaltung, Musik zum Mitsingen und jede Menge kölsche Herzlichkeit. Karten gibt es dazu an der Theke des Grossrotterhof.

Das KunstKwartier 44 lädt die Öffentlichkeit herzlich zum „KulturSonntag“ ein, einem monatlichen Ereignis, das die Türen zu einer pulsierenden Kunstszene öffnet. Jeden dritten Sonntag im Monat, von 13:00 bis 17:00 Uhr, verwandelt sich die Ringstraße 40 in 50996 Köln-Rodenkirchen in einen lebendigen Treffpunkt für Kunstinteressierte und Kulturschaffende. Der Eintritt ist kostenlos.
Die letzten KulturSonntage des Jahres finden am 16. November 2025 und 21. Dezember 2025 statt.

Das KunstKwartier 44 bietet auf mehreren Etagen ein vielfältiges Spektrum an künstlerischen Ausdrucksformen. Besucher*innen haben die einzigartige Gelegenheit, direkt mit den Künstler*innen in ihren Ateliers und Werkstätten ins Gespräch zu kommen, Einblicke in ihre Schaffensprozesse zu erhalten und sich von ihren Inspirationen und Projekten begeistern zu lassen.
Was Sie beim KulturSonntag erwartet:
• Vielfalt künstlerischer Disziplinen: Entdecken Sie Werke aus Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie, Mixed Media und experimentellen Kunstformen. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
• Künstler:innen hautnah: Nehmen Sie direkten Kontakt zu den Kunstschaffenden auf, erfahren Sie mehr über ihre Arbeitsweisen und lassen Sie sich zu neuen Ideen inspirieren. Vielleicht finden Sie sogar ein Kunstwerk, das Sie persönlich berührt und das Sie gerne erwerben möchten.
• Anregende Atmosphäre: Genießen Sie die entspannte und kreative Umgebung der Ateliers.
• Kunst zum Anfassen: Erleben Sie einzigartige Kunstwerke und die Möglichkeit, diese direkt zu erwerben.
Der KulturSonntag im KunstKwartier 44 bietet eine einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen der Kunstproduktion zu blicken und die Künstler*innen in ihrem kreativen Element zu erleben. Es ist eine Bereicherung für alle, die ihren Horizont erweitern und in die lebendige Kunstszene von Köln-Rodenkirchen eintauchen möchten. Zudem bietet die Veranstaltung eine hervorragende Plattform zum Netzwerken und Knüpfen neuer Kontakte mit anderen Kunstinteressierten und Kulturschaffenden.

(Text: Tatjana Hodes)

Anfang November fand traditionell der inklusive St. Martinszug der Diakonie Michaelshoven statt. So zogen unzählige bunte Laternen und funkelnde Lichter durch den Park Michaelshoven, begleitet von atmosphärischen Blechbläsern und Gesängen.  Die Veranstaltung begann in der Erzengel-Michael-Kirche mit einem Martinsspiel, aufgeführt von Bewohner/-innen aus Michaelshoven. Danach sangen die Kinder der michaelshovener Kita MorgenLand inbrünstig die klassischen Sankt Martins Lieder.

Warm gesungen und in Stimmung gebracht formierte sich dann der Zug. Kinder, Eltern, Mitarbeitende und Bewohnerinnen und Bewohner folgten St. Martin hoch zu Ross durch das Veedel.

Der Umzug endete am großen Martinsfeuer. Zum Abschluss erhielt jedes Kind einen Weckmann, und bei (Kinder-) Punsch wurde noch lange gemeinsam gefeiert und erzählt.

Der inklusive Martinszug war nicht nur ein schönes Fest, sondern auch ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Teilhabe und gelebte Gemeinschaft – ganz im Sinne des Heiligen Martin.

Fotos und Text: Pia Kramer/ Diakonie Michaelshoven e.V.

Besonderes Konzert: „Selig, die da Leid tragen“
Johannes Brahms und Arvo Pärt zum Ewigkeitssonntag
Mit zwei außergewöhnlichen Werken voller Trost und Tiefe begeht die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal den Ewigkeitssonntag am Sonntag, 23. November, 18 Uhr, in der Reformationskirche Köln, Mehlemer Straße/ Ecke Goethestraße. Unter der Leitung von Samuel Dobernecker, Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd, erklingt „Fratres“ von Arvo Pärt sowie das große Oratorium „Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift“ (Opus 45) von Johannes Brahms. Mitwirkende sind Elisabeth Menke (Sopran), Thomas Bonni (Bariton), das Neue Rheinische Kammerorchester und das Vokalensemble an der Reformationskirche. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro (für Inhaberinnen und Inhaber des Köln-Passes, Studierende und Auszubildende), Kinder und Jugendliche im Alter bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
www.kirche-bayenthal.de