Ein ganzes Veedel atmet auf – die Buchhandlung Falderstraße bleibt!
Manchmal merkt man erst, wie sehr ein Geschäft zu einem Stadtteil gehört, wenn plötzlich nicht mehr sicher ist, ob es bleibt. Monatelang hat Sürth mitgefiebert und gehofft, dass die Buchhandlung Falderstraße eine Zukunft hat. Denn sie ist so viel mehr als ein Ort, an dem Bücher über den Ladentisch gehen. Sie ist eine Institution, ein Treffpunkt, eine kleine Literaturwelt und seit vielen Jahren ein fester Teil des Sürther Lebens.
Ein neues Kapitel für die Buchhandlung Falderstraße
So war es für alle eine große Freude, als sich die wunderbare Nachricht verbreitete, dass zwei Nachfolgerinnen gefunden sind. Es war eine richtige Erleichterung, denn selten wurde in Sürth wohl so viel über ein Geschäft gesprochen wie über die Buchhandlung Falderstraße. Umso schöner war es, dass Ende Oktober die Staffelstabübergabe gemeinsam mit zahlreichen Freunden, Kunden und Gästen gefeiert werden konnte: Nadine Sander, gemeinsam mit Hans-Jürgen Biermann, übergab das beliebte Literaturhaus an Sabine Dürr und Anika Krone. Viele kamen, um Nadine Danke zu sagen, die neuen Inhaberinnen willkommen zu heißen und natürlich auch, um zu erfahren, wie es weitergeht. Eine besonders schöne Nachricht: Der erfahrene Buchhändler Andreas Remmel bleibt dem Team erhalten. Ein vertrautes Gesicht, das für Beständigkeit steht und zeigt, dass zusammen vieles möglich ist.
Demnach wurde am Übergabetag viel gelacht, erzählt, in Erinnerungen geschwelgt und voller Vorfreude nach vorne geschaut. Nadine Sander erfuhr eine Wertschätzung, die spürbar von Herzen kam. Sie war für viele eben nicht einfach nur die Buchhändlerin, sondern eine vertraute Ansprechpartnerin und ein wichtiger Teil des Sürther Alltags. Gleichzeitig wurden Sabine und Anika mit einer Herzlichkeit empfangen, die schöner kaum hätte sein können. Und irgendwie fühlte es sich schon nach wenigen Augenblicken so an, als gehörten die beiden längst dazu. Genau das macht Sürth aus: Wenn etwas bleibt, das den Menschen wichtig ist, und Neues mit offenen Armen empfangen wird, zeigt sich, was ein Veedel stark macht.
Mit der Übergabe beginnt nun ein neues Kapitel und das darf durchaus mit Spannung erwartet werden. Die beiden neuen Buchhändlerinnen haben bereits viele schöne Ideen und freuen sich darauf, die Buchhandlung mit Leben, Literatur und Begegnungen weiterzuführen. So nimmt auch das Veranstaltungsprogramm Fahrt auf.
Safran meets Buchladen am 24. November
Den Auftakt macht am Dienstag, 24. November 2026, von 18 bis 20 Uhr ein Wiedersehen mit den ehemaligen Nachbarn Claudia und Michael Quack vom Safran Gewürzbasar. Unter dem Motto „Safran meets Buchladen“ geht es um den Gewürzführerschein. Für 39 Euro pro Person gibt es neben dem Seminar auch Dips, Cracker und Tee, so wie es immer üblich war. Anschließend wartet ein besonderes Extra: Beim exklusiven Moonlight-Shopping lässt sich ganz in Ruhe durch die Buchhandlung stöbern – vielleicht findet sich dabei schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk.
Kinderlesung mit Alice Ahlers am 27. November
Am Freitag, 27. November 2026, von 16 bis 17.30 Uhr gehört die Buchhandlung dann den kleinen Bücherfreunden. Alice Ahlers kommt aus Berlin in ihre alte Heimat und präsentiert „Lieber Weihnachtsmann, jetzt sind wir mal dran!“. Mit Kinderpunsch und einer Malaktion verspricht der Nachmittag ein vorweihnachtliches Erlebnis. Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Kind.
Informationen und Anmeldungen zu beiden Veranstaltungen gibt es direkt in der Buchhandlung und über die bekannten Kontaktwege. Übrigens: Alle Veranstaltungen sind auch als Gutscheine erhältlich – eine schöne Geschenkidee für Menschen, die lieber gemeinsame Erlebnisse verschenken.
Und vielleicht ist genau das die schönste Nachricht und eine schöne Geschichte zu dieser Übergabe: Die Buchhandlung Falderstraße bleibt nicht einfach nur geöffnet. Sie wird weitergeschrieben. Mit neuen Ideen, vertrauten Gesichtern, frischem Wind und ganz viel Literatur. Sürth hat sein kleines Kulturgut behalten. Und wenn man sieht, wie viele Menschen sich darüber freuen, weiß man: Manche Geschäfte kann man nicht einfach ersetzen. Sie gehören einfach hierher.


