Am 30. April ist es wieder so weit: Das Brunnenfest in Rondorf lädt alle ein, den Frühling zu begrüßen und gemeinsam ein schönes Fest vor dem 1. Mai zu feiern. Die Veranstaltung findet in bewährter Manier am alten Dorfbrunnen an der Rondorfer Hauptstraße/Ecke Pastorastraße statt und das in einem ganz besonderen Ambiente. Die vielen Biertischgarnituren sind stets bis auf den letzten Platz gefüllt und das bunte Treiben rund um den Brunnen schafft eine Atmosphäre, die es in Rondorf jedes Jahr zu einem unvergesslichen Ereignis macht. Unzählige Rondorfer aus allen Altersgruppen kommen nämlich an diesem Tag zusammen und genießen die erste Veranstaltung unter freiem Himmel. Die Tische werden dann wie immer liebevoll mit kleinen Maibäumchen geschmückt sein und die Kinder können sich am Brunnen und auf einer Hüpfburg austoben, während die Erwachsenen bei einem Kölsch und einer herzhaften Bratwurst in geselliger Runde zusammensitzen. Für die Großeltern gibt es natürlich wie immer Waffeln und Kaffee, die bei generationsübergreifenden Gesprächen sehr beliebt sind. Es ist ein Fest für die ganze Familie – vom jüngsten Nachwuchs bis zu den Senioren, die hier die Gemeinschaft genießen. Ratsam ist nur, zu Fuß oder mit dem Rad zu kommen, da die Parkplätze sehr begrenzt sind.

Seit über 20 Jahren engagiert sich der Verein SCHAKI e.V. mit viel Herz für Kinder und ihre Familien, die von einem kindlichen Schlaganfall betroffen sind. Der Verein begleitet Betroffene auf ihrem Weg, bietet Unterstützung, Austausch mit anderen Familien und ein starkes Netzwerk, das Mut macht und Halt gibt.

Auch Familien von Kindern mit Hirnblutungen oder schlaganfallähnlichen Diagnosen sind bei SCHAKI e.V. von Herzen willkommen. Niemand soll mit dieser Situation allein sein. Mehr Informationen über die wichtige Arbeit des Vereins gibt es unter:

Um Familien zu informieren und miteinander zu vernetzen, lädt SCHAKI e.V. regelmäßig zu Online-Vorträgen ein.

Der nächste Vortrag findet am 04. Mai 2026 um 19:30 Uhr via Teams statt und widmet sich dem Thema „Schule in NRW“ – ein wichtiges Thema für viele betroffene Familien.

Anmeldung:

über die Homepage:

www.schlaganfall-kinder.de/Online-Veranstaltungen

oder per E-Mail an:

info@schlaganfall-kinder.de

Der Verein freut sich über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bitte gerne teilen und weiterverbreiten, damit möglichst viele Familien von diesem Angebot erfahren.

Gemeinsam – Hand in Hand. 

Die SPD-Ratsfraktion Köln zeigt sich hocherfreut über das Ergebnis des heutigen Bürgerentscheids. Mit einer Mehrheit in Köln und der Region Rhein-Ruhr ist eine wichtige Hürde für eine gemeinsame Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele genommen worden.

Christian Joisten, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, erklärt dazu:
„Das ist ein Gänsehaut-Moment für unsere Stadt und das gesamte Rheinland. Ich bin beeindruckt von der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Votum ist ein starkes Signal für Spiele in KölnRheinRuhr. Olympia ist eine riesige Chance für die Entwicklung Kölns – von der Modernisierung unserer Sportstätten bis hin zu neuen Impulsen für Mobilität und Wohnungsbau. Gemeinsam mit den Partnern im Revier und am Rhein wurde heute die Basis für ein nachhaltiges Konzept gelegt.“

Oliver Seeck, Vorsitzender des Sportausschusses, ergänzt:
„Man spürt heute förmlich, wie viel Vorfreude in der Sportstadt Köln herrscht. Die Olympia-Bewerbung hat Bewegung in unsere Stadt gebracht und bereits jetzt viel zum Positiven bewegt. Dieses Ergebnis ist ein riesiges Kompliment an unsere Vereine und alle Sportbegeisterten, die dieses Projekt mit Leben gefüllt haben.“

Hüseyin Karabacak, sportpolitischer Sprecher, fügt hinzu:
„Die heutige Entscheidung zeigt, dass der Sport die Menschen verbindet und wir gemeinsam Großes erreichen können. Es ist ein schöner Tag für alle, deren Herz für die olympische Idee schlägt.“

Nun gilt es, mit ganzer Kraft dafür zu kämpfen, dass Köln und RheinRuhr auch den Zuschlag als deutsche Austragungsorte für Olympia erhalten.

(SPD-Fraktion Köln)

Ob beim Spaziergang, im Auto, im Restaurant oder einfach während Mama und Papa sich unterhalten – für viele Kinder ist das Handy längst zum ständigen Begleiter geworden. Still, gebannt und scheinbar zufrieden schauen schon Babys und Kleinkinder auf leuchtende Bildschirme. Doch Handys gehören nicht in ihre Hände. Medienkonsum in jungen Jahren schadet, und zwar mehr, als vielen bewusst ist. Oft ist es gut gemeint: Das Kind soll beschäftigt, beruhigt oder „kurz abgelenkt“ werden. Doch genau das bewirkt häufig das Gegenteil von dem, was Kinder wirklich brauchen. Kinder lernen nicht durch Wischen und Tippen. Sie lernen durch Bewegung, durch Greifen, Fallen, Aufstehen, durch Beobachten, Zuhören und Nachahmen. Sie müssen Gespräche hören, Mimik lesen, Stimmen unterscheiden, ihre Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen und im Austausch mit ihren Bezugspersonen bleiben. All das formt ihr Gehirn – jeden Tag, in kleinen Momenten. Ein Handy nimmt ihnen diese wertvollen Lernerfahrungen. Statt selbst aktiv zu sein, werden Kinder zu passiven Zuschauern. Das Gehirn wird mit schnellen Bildern und Reizen überflutet, für die es noch gar nicht bereit ist. Viele Inhalte überfordern, statt zu fördern. Gleichzeitig leiden auch die Augen: Kurzsichtigkeit nimmt durch frühen und häufigen Handykonsum nachweislich zu. Dabei ist die echte Welt auch so viel spannender und lehrreicher als jeder Bildschirm. Ein Käfer im Gras, ein Gespräch am Tisch, ein Bilderbuch auf dem Schoß, gemeinsames Lachen oder Vorlesen – all das nährt nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz. Ohne Handy entstehen intensivere Bindungen, echte Nähe und ein Gefühl von Sicherheit, das keinen Bildschirm ersetzen kann. Ein inzwischen weiteres vertrautes Bild auf Spielplätzen macht nachdenklich: Während Kinder Löcher spielen oder rufen „Schau mal!“, scrollen viele Erwachsene über ihre Handys – oft ohne es zu merken. Doch genau diese Aufmerksamkeit ist das, was Kinder am dringendsten brauchen. Aktuelle Studien zeigen: Digitale Ablenkung durch Smartphones und Tablets kann gerade bei Kindern bis fünf Jahren mehr Schaden anrichten. Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Und genau deshalb lohnt es sich, das Handy öfter beiseitezulegen. Nicht aus Schuldgefühl, sondern aus Liebe. Denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern – sie brauchen präsente.


Im Rahmen einer fünftägigen Workshop-Woche ist mit Kindern aus dem Viertel das Magazin
„Mein Viertel, mein Blick“ entstanden. Es zeigt Geschichten in Form von Comic-Illustrationen
und Perspektiven darauf, wie Kinder ihr Umfeld sehen, erleben und fühlen.
Was dabei entsteht, sind keine allgemeinen Beschreibungen, sondern persönliche Einblicke in
das, was Kinder im Alltag bewegt. Beziehungen, Freundschaften und Familie stehen dabei
ebenso im Mittelpunkt wie Erfahrungen von Mobbing, Verlust und Unsicherheit. Gleichzeitig
tauchen Wünsche auf, die lange nachhallen, etwa der Wunsch, so akzeptiert zu werden, wie
man ist, oder dass geliebte Menschen trotz Krankheit noch schöne Momente erleben können.
Die Kinder haben erzählt, zugehört und gezeichnet. Aus Gesprächen wurden Skizzen, aus
Erinnerungen Bilder und aus Worten visuelle Geschichten. Durch diese Übersetzung ins
Zeichnerische entstand ein Raum, in dem auch das sichtbar werden konnte, was sonst oft
schwer auszusprechen ist. Die Kinder setzten sich dabei auch mit dem Unterschied zwischen
dem Gesagten und dem dahinterliegenden Gedanken auseinander.
Ein zentrales Element war die von der Projektleitung Laura Leyser entwickelte Methode „Zuhören
mit dem Stift“. Dabei hörten die Kinder einander nicht nur zu, sondern übertrugen die
Erzählungen direkt in eigene Zeichnungen. So entstanden Bilder aus der Perspektive einer
anderen Person, geprägt von Empathie, Perspektivwechsel und dem Versuch, das Gehörte
sichtbar zu machen.
Immer wieder wurde deutlich, wie unterschiedlich, aber auch wie nah sich diese Lebenswelten
sind. Geschichten über beste Freund:innen, Familie und Zusammenhalt tre􀆯en auf Erfahrungen
von Trauer und Situationen, in denen sich Kinder nicht gesehen fühlen.
Am Ende der Woche richtete sich der Blick nach vorn: Was wünsche ich mir? Was soll anders
sein? Was bedeutet ein guter Ort zum Leben? Neben kleinen Alltagswünschen entstanden auch
große, sehr persönliche Vorstellungen von Zukunft, Nähe und Zugehörigkeit.
Die Ergebnisse werden nun in einer Ausstellung präsentiert, die zugleich den Rahmen für den
Release des entstandenen Magazins bildet. Gezeigt werden die Zeichnungen auf einer 30 Meter
langen Papierrolle, die einen direkten und ungefilterten Blick in die Wahrnehmungswelt der
Kinder ermöglicht.
Die Ausstellung lädt Besucher*innen dazu ein, innezuhalten und das Viertel durch die Augen der
Kinder zu sehen – als Ort voller Geschichten, Beziehungen, Brüchen und leiser Wünsche, die oft
länger nachwirken, als sie ausgesprochen werden

(Text und Bild: Ulla van der Poel -Vorsitzende-Haus der Familie e.V.)

Do, 23.04. 10-12h
OMAS gegen Rechts KölnSüd
Gruppentreff in Sürth, Gemeindehaus der Auferstehungskirche 50999 Sürth,
Auferstehungskirchweg

Anmeldung: omasgegenrechts-koelnsued@web.de

OMAS gegen Rechts KölnSüd – Gruppentreff in Sürth

Du möchtest dich für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einsetzen? Du hast Lust, engagierte Frauen kennenzulernen, dich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu werden? Dann komm zu unserem Gruppentreff der OMAS gegen Rechts KölnSüd in Sürth! Bei unseren Treffen sprechen wir über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, planen gemeinsame Aktionen und überlegen, wie wir uns vor Ort sichtbar für demokratische Werte und gegen Rechtsextremismus einsetzen können. Gleichzeitig ist es ein Raum für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und lebendigen Austausch. Ob du schon länger engagiert bist oder einfach neugierig und interessiert – jede Frau ist herzlich willkommen. Gemeinsam können wir viel bewegen, wenn wir uns vernetzen, unsere Stimmen erheben und solidarisch handeln.
Wenn du dabei sein möchtest, melde dich gerne vorab an unter: omasgegenrechts-koelnsued@web.de
Wir freuen uns auf neue Gesichter, spannende Gespräche und ein starkes Miteinander! Marlu Quilling und Gabriele Teuber

Säcke können von Ende März bis Ende September im Stadthaus abgeholt werden

Die Stadt gibt ab Montag, 30. März 2026, bis einschließlich Freitag, 25. September 2026, wieder kostenfreie Wassersäcke an Bürger*innen aus, um damit bei länger anhaltenden Trockenperioden die Straßenbäume zu bewässern.

Sie können an folgenden Standorten abgeholt werden: 

  • Bürgeramt Innenstadt, Ludwigstr. 8, 50667 Köln Bürgeramt
  • Rodenkirchen, Industriestr. 161 – Haus 1, 50999 Köln
  • Bürgeramt Lindenthal, Aachener Str. 220, 50931 Köln
  • Bürgeramt Ehrenfeld, Venloer Str. 419-421, 50825 Köln
  • Bürgeramt Chorweiler, Pariser Platz 1, 50765 Köln
  • Bürgeramt Porz, Alfred-Moritz-Platz 1, 51143 Köln
  • Bürgeramt Kalk, Kalker Hauptstr. 247-273, 51103 Köln
  • Bürgeramt Mülheim, Wiener Platz 2a, 51065 Köln

Die Wassersäcke können während der Öffnungszeiten im Stadthaus Deutz, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln, 11. Etage, Riegel F (Raum 11F44), und in den angrenzenden Räumen abgeholt werden. Eine Abholung ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr möglich.

Die Wassersäcke werden am Baumstamm fixiert und geben tröpfchenweise ihr Wasser über einen längeren Zeitraum direkt an den Wurzelraum der Bäume ab. Sie helfen dabei, die Vitalität der Bäume zu erhalten und zu fördern. Die Wassersäcke sind nicht zusätzlich zu befestigen, da sie so konzipiert sind, dass sie automatisch an die Bäume passen, die einen Wassersack benötigen. In erster Linie sollte ein Wassersack an Bäumen angebracht werden, die einem Stammumfang von bis zu 40 Zentimetern aufweisen oder an Bäumen, die auf schwierigen Untergründen wie Tiefgaragen stehen.

Die Säcke müssen jederzeit abnehmbar bleiben, damit eine mögliche Baumkontrolle problemlos durchgeführt werden kann. Die Stadt behält sich vor, falsch angebrachte Wassersäcke abzunehmen. Bäume mit einem vorhandenen Gießring benötigen keinen Wassersack. Stattdessen kann der Gießring mit Wasser befüllt werden. Im Herbst und Winter müssen die Säcke von den Bäumen abgenommen werden. Anderenfalls sammelt sich Feuchtigkeit unter dem Wassersack und es können sich Krankheiten etablieren.

Weitere Informationen:
Trockenheit – Kräfte bündeln für die Kölner Bäume

https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/trockenheit-kraefte-buendeln-fuer-die-koelner-baeume

(Text:Stadt Köln/PI/Sabine Wotzlaw)


Dieser kleine Workshop richtet sich an interessiere Zuhörer. Wir beschäftigen uns mit Abläufen, Rhythmen und der Magie von Tonarten. 
Ziel ist es durch kleine Erkenntnisse den Jazz aus dem Bereich der Kaufhausmusik in die spannende Welt des Musikerlebens zu bewegen. 
Es wird keinerlei musikalische Vorbildung vorausgesetzt – Es richtet sich ausschließlich an Zuhörer.
Bringen Sie den Namen ihres Lieblings-Jazz Standard mit. Wir schauen uns an was da passiert.
Ich freu mich auf Sie.
Termin 4.Mai 2026 – 19.00 
Ort : Galerie junge Kunst: Hauptstr. 82
Eintritt frei – Anmeldung unter Juwelier-behrendt@t-online.de

(Text Wolfgang Behrendt)

Auch wenn die Museumsnacht in Köln in diesem Jahr offiziell gestrichen wurde, bleibt eines ganz sicher bestehen: die Magie eines Abends, der all das verkörpert hat, was man so schmerzlich vermissen würde, wenn es nicht bei EUFONIA alles in voller Strahlkraft möglich gewesen wäre.

Der große, weit über Brühl hinaus bekannten Herrenchor schafft es nämlich erneut, die Türen zu einer Welt zu öffnen, in der Musik, Witz und Perfektion eine unwiderstehliche Verbindung eingehen und das Publikum in diesem Jahr ins Museum entführte. Vor ausverkauftem Haus in Köln-Rodenkirchen oder besser gesagt auf dem Campus von Michaleshoven, betraten nämlich 25 Musiker gemeinsam mit ihrer hochprofessionellen Dirigentin die Bühne – stilvoll in Frack und Zylinder, mit einer Präsenz, die schon vor dem ersten Ton elektrisierte.

EUFONIA – dieser Name ist kein Zufall, sondern ein Versprechen. Ein Versprechen von Klangfülle, Harmonie und musikalischer Exzellenz. In diesem Jahr entführte der Chor sein Publikum nämlich auf eine ganz besondere Reise: in eine musikalische Nacht im Museum, die es so eigentlich gar nicht geben sollte und gerade deshalb umso intensiver wirkte. Mit Charme, Humor und beeindruckender Präzision nahmen die Sänger jeden einzelnen Zuhörer mit auf eine Reise, bei der sich die Grenzen zwischen Raum, Zeit und Kunst aufzulösen schienen. In der vollbesetzten  Erzengel Michael Kirche entfaltet sich eine Atmosphäre, in der jedes Wort und jeder Ton nachklang, sich ausbreitete und den Raum erfüllte.

Die Exponate dieser imaginären Museumsnacht begannen nämlich für ein paar Minuten zu leben. Sie rücken näher, wurden greifbarer, beinahe zu Mitwirkenden dieses außergewöhnlichen Abends. Selbst die „Mitarbeiter“ dieses musikalischen Museums erschienen als unterhaltsame Begleiter durch eine Welt, die nach Sonnenuntergang ihr ganz eigenes Eigenleben entwickelten. Maßgeschneiderte Arrangements machten jeden Titel zu einem Unikat – überraschend, originell und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Wenn Elvis plötzlich auf Caspar David Friedrich trifft, Max Ernst dem Taktstock ein Augenzwinkern schenkt oder Edvard Munch gemeinsam mit Kasalla den Rhythmus aufnimmt, entsteht eine künstlerische Fusion, die ebenso unerwartet wie faszinierend war. Auch Dalí, Banksy und viele andere schienen an diesem Abend ihre Spuren zu hinterlassen – ein kreatives Wechselspiel, das seinesgleichen suchte.

Begleitet wird diese musikalische Meisterreise mit feinem Gespür und großer Musikalität am Flügel von Joachim Jezewski, der den Klangteppich mit Witz und Tiefe bereicherte. Unterstützt wurde das Ensemble zudem von wunderbaren Mitwirkenden wie André Bach, Martin Gies, Gregor Müller und Hardy Offizier, die dem Abend zusätzliche Facetten verliehen.

Im Zentrum dieses Geschehens jedoch stand eine Persönlichkeit, die all diese Elemente zusammenführte: Die wundervolle Dirigentin Dorothea Kares. Sopranistin und künstlerische Leiterin zugleich, sie verkörperte eine beeindruckende Mischung aus Ruhe, Klarheit und Energie. Mit einer einzigen, präzisen Bewegung setzt sie Klangwelten in Gang. Ihr Dirigat war weit mehr als das bloße Anzeigen von Einsätzen – es war ein stiller Dialog, ein fein abgestimmtes Miteinander, bei dem ein Blick, ein Atemzug oder eine kleine Geste ganze musikalische Landschaften formt. Es schien fast, als würde sie die Musik nicht nur lenken, sondern sie atmen lassen. Und manchmal entsteht der Eindruck, sie kenne die kommenden Momente bereits, bevor sie erklingen – ein leises, gut gehütetes Geheimnis dieses außergewöhnlichen Klangkörpers, worin sie selbst als Sängerin mitwirkte. Denn der Chor selbst überrascht und begeistert auf ganzer Linie, nimmt die „Chefin“ gentlemanlike stets in die Mitte. Mit einer Mischung aus kraftvollem Gesamtklang, feinem Humor und eindrucksvollen Solopassagen entsteht bei Eufona nämlich ein musikalisches Erlebnis, das weit über das Erwartbare hinausging. Fernab gängiger Klischees von Männerchören entfaltet sich hier ein Klang, der zugleich voll und rund, getragen und lebendig war. Mal tief und erdig, dann wieder leicht und fast schwebend, ernst, weise und doch lustig und stets mit einer Balance, die berührt. Stärke ohne Schwere, Präzision ohne Steifheit und ein Zusammenspiel, das in seiner Selbstverständlichkeit beeindruckt und viel Freude beim zuhören machte.

So wurde aus einer abgesagten Museumsnacht ein unvergessliches Erlebnis. Ein Abend, der zeigte, dass wahre Kunst keinen offiziellen Rahmen braucht, um zu wirken, sondern Menschen, die sie mit Leidenschaft, Können und einem Augenzwinkern zum Leben erwecken. EUFONIA gelingt genau das auf eindrucksvolle Weise.