Du geliebtes Rodenkirchen – Ein Leserbrief aus dem Stadtgebiet Rodenkirchen
Leserbrief … Du geliebtes Rodenkirchen, wie hast Du Dich verändert Es gibt Orte, die nicht einfach nur auf einer Landkarte existieren, sondern in einem weiter- leben – wie ein bekanntes Bild, ein Geruch von Wasser und Feld, ein Geräusch von Booten und der Straßenbahn und ein vertrauter Blick der Nachbarin. Unser Dorf Rodenkirchen ist so ein Ort. Oder war es einmal. Früher war da dieses leise Wissen: Wer hinter welchem Fenster lebt, wer morgens zuerst die Rollläden hochzieht, bei wem das Licht noch spät brennt. Es war keine Neugierde, es war eine gewachsene Struktur. Namen waren keine flüchtigen Etiketten, sondern Geschichten, gewachsen über Jahrzehnte. Auch kaufte man nicht einfach ein – man ging ins Dorf zu Menschen. Zum Bäcker, der wusste, wie knusprig Du Dein Brot magst. Zum Laden, in dem man manchmal mehr Worte wechselte als Waren. Man ging über die Straße und grüßte sich und hielt auch mal das ein oder andere Schwätzchen. Aus einem bestimmten Grund gehörte alles zusammen: die Häuser, die Wege, die Stimmen. Dann kam die Veränderung. Leise zuerst, fast höflich. Neue Gesichter, neue Autos, neue Fassaden. Gepflegt, modern, glänzend. Es wirkte wie ein Versprechen auf Aufwertung, auf Fortschritt. Doch Fortschritt hat manchmal die Angewohnheit, nicht zu fragen, was er zurücklässt. Die neue Bevölkerung überrannte unser Dorf. Mit den neuen Menschen kamen andere Ansprüche. Preise stiegen, erst unmerklich, dann spürbar. Häuser wurden zu Objekten, nicht mehr zu einem Zuhause. Die, die schon immer da waren, sahen plötzlich auf ihrer eigenen Straße aus wie Gäste, die zu lange geblieben sind. Generationen, die Wurzeln geschlagen hatten, wurden langsam herausgelöst – nicht mit Gewalt, sondern mit Zahlen, Kommerz und schamlos. Und mit ihnen verschwanden auch die Orte, an denen man sich begegnet ist. Die kleinen Läden, die mehr waren als nur Geschäfte, mussten gehen. Stattdessen kamen Ketten – ef- fizient, gleichförmig, austauschbar. Man wird dort bedient, aber nicht erkannt. Es gibt alles zu kaufen, nur keine Vertrautheit mehr. Auch das Personal ändert sich und kam nicht mehr aus der Nachbarschaft. Sie waren fremd und aufgesetzt freundlich. Auch veränderten sich unsere Straßenzüge. Der Apfelbaum musste dem Neubau weichen. Das kleine schöne Haus inmitten von viel Grün wurde ersetzt durch einen großen viereckigen Block und die Menschen, die einzogen, kannte man nicht mehr. Das Dorf hat sich verändert. Die Häuser stehen noch, die Straßen verlaufen wie früher. Aber etwas ist leiser geworden. Die Vertrautheit der Vergangenheit, die Bekanntheit und die Nor- malität sind weg. Das Spielen der Kinder auf der Straße ist schon lange vorbei. Das Leben, das uns so vertraut war, ist Geschichte. Vielleicht sind es die Geschichten, die nicht mehr gebraucht werden. Und nur uns Rodenkirchner immer wichtig waren. Vielleicht ist es auch nur das Gefühl, nirgendwo mehr dazuzugehören, ohne es erklären zu müssen. Uns hat man vergessen und weggedrückt, einfach mitgekauft, aber nicht mehr einbezogen. Nun kommt eine neue Generation und wir Rodenkirchener sind vertrieben worden. Rodenkirchen, es trägt zwar noch den Namen von damals. Doch wenn man heute durch die Straßen geht, spürt man von Heimat nur noch wenig – denn der Kommerz hat alles verändert und wir Rodenkirchener sollen dankbar sein, dass wir bleiben dürfen. Und das Schlimmste dabei: Meine Kinder und meine Enkelkinder wollen gar nicht mehr bleiben, denn für sie gibt es all das nicht mehr, was sie einmal lieben lernten: unser Veedel, denn davon ist nicht mehr viel übriggeblieben. Das sagt Marianne Sch. (85) Kölsches Filmmatinée am Sonntag- mittag und gelebte Kinokultur Mitten in der lebendigen Kölner Südstadt, zwischen Cafés, Kneipen und dem unverwechselbaren Veedel-Gefühl, ist das traditionsreiche ODEON-Kino, das weit mehr ist als nur ein Ort zum Filmeschauen. Es ist ein Stück Kölner Kultur- geschichte, ein Treffpunkt für Cineasten und ein Ort voller Atmosphäre, Erinnerungen und Emotionen. Schon beim Betreten spürt man den besonderen Charme dieses Hauses: rote Samtsitze, ein großer nostalgischer Kinosaal und die warme, beinahe zeitlose Stimmung erinnern an die große Ära der Filmtheater und das spiegelt auch das sorgfältig ausgewählte Filmprogramm wider, denn das Odeon bewahrt seine Seele. Es zeigt europäische Filmkunst, besondere Produktionen, Geschichten mit Tiefgang und die allseits beliebte kölsche Filmmatinée am Sonntagmittag – Filme, die nachwirken und Ge- spräche auslösen. Genau deshalb lieben viele Kölner dieses Kino bis heute und darum lohnt es sich für jeden, der Qualität sehen möchte, einen Blick auf die Internetseite zu werfen: www.odeon-koeln.de. Georg lädt zum Singen und Ukulele spielen ein Wenn die Sonne langsam am Rhein versinkt und das Wasser im goldenen Licht glitzert, beginnt ein Abend voller Musik, Spaß und guter Laune. Denn alle freuen sich auf den Klang der Ukule- len. Beim gemeinsamen Spielen und gemein- samen Singen entsteht eine Atmosphäre, die ganz besonders ist. Alle Texte und Akkorde werden übrigens per Beamer auf eine Lein- wand projiziert, sodass problemlos mitgesungen und -gespielt werden kann. Für die Ukulelistas gibt es obendrein sogar noch die Griffbilder dazu. Kommt alle vorbei, et weed herrlich! Wer nähere Infos möchte, kann gerne eine Mail an schrammelschorsch@online.de schreiben. Karten gibt es am 19.6. um 20 Uhr an der Abendkasse auf der MS Rodenkirchen, am Rodenkirchener Leinpfad. Wir führen alles was in eine Küche gehört Kochtöpfe & Pfannen für jeden Anspruch Maternusplatz 6, 50996 | wuk-koeln.de Küchenhelfer & Gadgets Messer & Schneidewaren Tischkultur & Accessoires Geschenkideen mit Stil
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