Ein weißes Zelt, zwei große Banner und ein gemeinsames Ziel

Es ist Samstag nach Ostern und eine Handvoll junger Menschen stehen vor dem Supermarkt. Sie verteilen Flyer, nehmen haltbare Lebensmittel entgegen und tauschen sich über Armut im Alltag aus. Es sind Mitglieder des Lions-Club Köln-Colonia und sie sind an diesem Tag aktiv für die Kölner Tafel. An ihrer Seite steht Harald Augustin, auch er ist im Lions Club, aber auch im Förderverein der Tafel.
Viele kennen ihn und seine Passion, denn er sammelt regelmäßig haltbare Lebensmittel für die Bedürftigen der Stadt. Für ihn ist es ein starkes Verlangen, den Menschen beizustehen. Denn in einer Stadt wie Köln, bleibt ein Thema oft im Schatten: die Armut im Alltag vieler Menschen. Sie zeigt sich nämlich nicht immer offensichtlich, sondern versteckt sich hinter leisen Sorgen. Viele Kühlschränke in Köln bleiben leer, auch Fragen, wie man den nächsten Einkauf bezahlen soll oder eine warme Mahlzeit bekommt, haben oft nur eine Antwort: den Verzicht.

Genau hier setzt die Kölner Tafel an. Tag für Tag engagieren sich dort Menschen und Unternehmen mit Herz und Tatkraft, um Lebensmittel zu retten und sie an diejenigen zu verteilen, die sie dringend brauchen. Auch Überproduktionen, private Sammlungen und Initiativen, wie an diesem Samstag, lindern Leid.
Was für viele nämlich selbstverständlich ist – frisches Brot, Obst, Gemüse oder eine warme Suppe – ist für andere ein kostbares Gut. Und die Kölner Tafel schenkt nicht nur Nahrung, sondern auch ein Stück Würde, Hoffnung und Gemeinschaft.
Doch diese wichtige Arbeit ist nur möglich durch Unterstützung. Jede Lebensmittelspende, jede helfende Hand und jede kleine Geste tragen dazu bei, das Leben eines Menschen in unserer geliebten Stadt ein Stück leichter zu machen. Es braucht nicht viel, um Großes zu bewirken: Ein paar haltbare Lebensmittel, waren an diesem Tag die Bitte und die Rodenkirchner Kundschaft war großzügig. Denn Sie wissen: Armut ist kein fernes Problem – sie ist mitten unter uns. So wurden Tüten über Tüten mit unterschiedlichem Inhalt am Logistikzelt abgegeben. Kaffee , Nudeln, Reis. Aber auch Haferflocken, Dosengerichte, Pflegeprodukte und Gewürze – alles war dabei. Die gefüllten Kisten erinnerten daran, dass eine Stadt erst dann wirklich stark ist, wenn niemand zurückgelassen wird. Und demnach war Harald Augustin und das Lions-Team für jedes abgegebene Lebensmittel sehr dankbar. Nach 9 Stunden war der Lkw nämlich voll und das Projekt erfolgreich beendet.
Harald Augustin ist dankbar und wird diese Aktion im Herbst noch einmal wiederholen – denn es gibt viel Gutes. Hauptsache, man tut es.



