FDP/KSG-Fraktion: Wieder 23 Parkplätze weniger in Zollstock KSG-Politiker Torsten Ilg kritisiert „Abschlepp-Orgie“
Mit Unverständnis reagiert der Co-Vorsitzende der FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen, Torsten Ilg, auf das Vorgehen der Stadt Köln gegenüber der Eigentümergemeinschaft Kierberger Straße 15 und Schwalbacher Straße 3–15 in Zollstock. Nach einer Beanstandung wurden die Bewohner innerhalb weniger Tage aufgefordert, einen seit Jahrzehnten genutzten Parkstreifen auf ihrer Privatstraße, die als Feuerwehrzufahrt ausgewiesen ist, zu räumen. Am 23.07.2026 wurden sämtliche dort abgestellten Fahrzeuge abgeschleppt.
Ilg stellt zugleich klar:
„Der Brandschutz hat selbstverständlich oberste Priorität. Feuerwehrzufahrten müssen jederzeit nutzbar sein. Meine Kritik richtet sich daher nicht gegen die Feuerwehr, sondern gegen das Vorgehen der Stadt.“
Nach Angaben von Beiratsmitglied Angela Schwalb wurde die Parksituation über viele Jahre geduldet. Wegen der kurzen Räumungsfrist konnten zahlreiche Bewohner, die sich im Urlaub befanden, ihre Fahrzeuge nicht rechtzeitig entfernen. Dennoch folgte eine teure und umfassende Abschleppaktion.
„Wenn eine jahrzehntelang praktizierte Situation geändert werden muss, darf die Stadt die Betroffenen nicht praktisch über Nacht damit konfrontieren. Hier wären Augenmaß, eine angemessene Übergangsfrist und eine bessere Kommunikation der richtige Weg gewesen“, so Ilg.
Nach Plänen der Eigentümergemeinschaft könnte diese nun ihre Privatstraße künftig nur noch mit einem versenkbaren Poller, Schranken, oder Parkbügeln absichern.
„So könnten die verbleibenden Stellplätze ausschließlich von berechtigten Anwohnern genutzt werden. Bislang hatte man die Nutzung durch Besucher und Fremdparker nur geduldet – das dürfte sich nun ändern.“
Während Stadt und Hausverwaltung noch Gespräche führen, sieht Ilg die Verantwortung vor allem bei der Stadt Köln. Die Stadt müsse erklären, warum keine einvernehmliche Lösung mit den Eigentümern gefunden wurde, bevor 23 bislang geduldete Stellplätze wegfallen und ein jahrelang funktionierendes Miteinander endet. Brandschutz und ein fairer Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern dürfen kein Widerspruch sein.
(FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen)

