Stadt Köln gründet eigenbetriebsähnliche Einrichtung für die Parkstadt Süd- Oberbürgermeister Burmester stellt neue Organisationsform auf polis Convention vor
Die Stadt Köln hat eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung für die Parkstadt Süd gegründet. Auf der diesjährigen polis Convention in Düsseldorf präsentierte Oberbürgermeister Torsten Burmester das neue organisatorische Fundament des städtebaulichen Großprojekts.
Mit der Parkstadt Süd entsteht im Kölner Süden eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Um die Umsetzung des rund 115 Hektar großen Quartiers gezielt voranzutreiben, hat die Stadt Köln die eigenbetriebsähnliche Einrichtung gegründet. Diese übernimmt fortan die vollständige Projektplanung und Entwicklung des Großprojekts. Die städtische Gesellschaft moderne stadt GmbH unterstützt das Vorhaben durch kaufmännische sowie operative und technische Projektmanagementleistungen.

(v.l.n.r.): Markus Greitemann, Beigeordneter für Bauen und Planen der Stadt Köln, Andreas Röhrig, Geschäftsführer moderne stadt GmbH, Oberbürgermeister Torsten Burmester, Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln. Foto-Quelle : Michael Lübke / moderne stadt
Der Rat der Stadt Köln hatte die Gründung der Einrichtung bereits im Oktober 2024 beschlossen. Im Anschluss an die erste konstituierende Sitzung des Betriebsausschusses Ende Januar 2026 und die Unterzeichnung des Geschäftsversorgungsvertrags mit der moderne stadt GmbH Ende Februar 2026 hat die neue Organisationsform ihre operative Tätigkeit rückwirkend zum 1. Januar 2026 aufgenommen.
Oberbürgermeister Torsten Burmester:
„Große Stadtentwicklungsprojekte wie die Parkstadt Süd schaffen neuen Wohnraum und machen unsere Stadt zukunftsfähig und klimaresilienter. Um solche Vorhaben realisieren zu können, brauchen wir nicht nur gute Konzepte, sondern auch klare organisatorische Rahmenbedingungen, eine handlungsstarke Projektsteuerung und eine übersichtliche Bündelung finanzieller Abläufe. Genau das schaffen wir mit der neuen Organisationform.“
Eigene Finanzstruktur für effiziente Steuerung
Mit der Gründung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung verfügt die Parkstadt Süd nun über eine eigenständige Buchungs- und Finanzierungsstruktur. Kosten und Wertveränderungen werden direkt im Sondervermögen des Eigenbetriebs abgebildet. Das entlastet den regulären Stadthaushalt und ermöglicht eine effiziente Abwicklung der zahlreichen Buchungsvorgänge – besonders in der intensiven Bau- und Umsetzungsphase. Gleichzeitig bleibt das Projekt fest in der Verantwortung der Stadt Köln verankert. So können die vielfältigen Aufgaben effizient gebündelt und das komplexe Stadtentwicklungsprojekt gezielt vorangetrieben werden.
Das Modell ist in Köln bewährt: Vergleichbare Einrichtungen existieren bereits bei der Gebäudewirtschaft und dem Eigenbetrieb Veranstaltungsstätten.
Hintergrund
Die Parkstadt Süd ist nicht allein Kölns größtes, sondern zudem eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Mit ihr entstehen im Kölner Süden künftig drei nutzungsgemischte Quartiere sowie die Neustrukturierung des Jean-Löring-Sportparks. Gleichzeitig bietet das Projekt die einmalige Chance zur Vollendung des Inneren Grüngürtels. Durch die großflächige Entsiegelung des heutigen Großmarktgeländes und der umliegenden Flächen, wird das fehlende Stück des Inneren Grüngürtels von der Luxemburger Straße bis hin zum Rheinufer gewonnen und entsprechend gestaltet. Die Parklandschaft schafft ein Gleichgewicht zwischen städtischer Entwicklung und ökologischen Ausgleichsräumen mit hoher stadtklimatischer Wirkung und trägt einen wesentlichen Teil zur nachhaltigen und möglichst klimaneutralen Umsetzung der Parkstadt Süd bei.
Informationen und Neuigkeiten rund um die Parkstadt Süd sind auf der Projektwebsite www.parkstadt-sued.de zu finden.
(Text: Stadt Köln/PI/-dom-)


