Tag des offenen Denkmals®Ein Bunker, der Geschichte erzählt – der Hochbunker Elsassstraße

Ein Bunker, der Geschichte erzählt – der Hochbunker Elsassstraße

Mitten in der Häuserzeile der Elsassstraße steht ein Bauwerk, das man im Alltag leicht übersieht. Der schlichte, fünfgeschossige Kubus wirkt heute beinahe wie ein ganz gewöhnliches Gebäude und doch steckt hinter seinen dicken Mauern ein Stück bewegter Kölner Geschichte.

1942 wurde der Hochbunker von dem Architekten Helmut Wirming errichtet, als einer von insgesamt 26 Hochbunkern im Kölner Stadtgebiet. Was damals dem Schutz der Bevölkerung vor den Schrecken des Krieges dienen sollte, bekam nach 1945 eine ganz andere Bedeutung: Der Bunker wurde zur Notunterkunft. Im Kalten Krieg wurde er erneut technisch angepasst, um Menschen im Ernstfall sogar vor den Folgen eines möglichen Atomschlags zu schützen.

Heute ist der Hochbunker ein stiller Zeitzeuge. Seine Mauern erzählen von Krieg, Angst, Schutz und dem Wunsch der Menschen, in unsicheren Zeiten Sicherheit zu finden.

Am Sonntag, 13. September, öffnet der Hochbunker seine Türen und ermöglicht einen Blick hinter die sonst verschlossenen Mauern. Im Innenhof erwartet die Besucherinnen und Besucher eine Ausstellung über den Zivilschutz im Kalten Krieg. Dazu informiert das Team des Instituts für Festungsarchitektur (CRIFA) über die Geschichte und Bedeutung solcher Bauwerke.

Ein spannender Ort für alle, die Köln einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchten – denn manchmal verbirgt sich Geschichte genau dort, wo man sie im Alltag längst nicht mehr vermutet.

📍 Elsassstraße 42
📅 Sonntag, 13. September 2026
🕛 12:00 bis 18:00 Uhr
📌 Zugang zum Innenhof durch die Toreinfahrt
👧 Kinder ab 7 Jahren bitte nur in Begleitung eines Erwachsenen

Tipp: Kommen Sie möglichst mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV. Die Haltestelle Chlodwigplatz ist mit den Linien 15, 16, 17, 106, 132, 133 und 142 erreichbar. Parkplätze gibt es nur wenige.