
Die erste Veranstaltung im Jahr 2026 – zugleich im 20. Jahr von Rodenkirchen erinnert sich – widmet sich Kulturwissenschaftler Dr. Cornelius Steckner und dem Gartenkünstler Ernst Finken, der die Grün- und Gartenkultur Kölns nachhaltig geprägt hat. Im Zuge der von Bürgermeister Wilhelm von Becker initiierten Begrünung der Stadt schuf Finken 1887 seinen vielfach ausgezeichneten Entwurf für den Kölner Volksgarten, der weit über Köln hinaus Beachtung fand und europaweit Wirkung zeigte. Darüber hinaus war Ernst Finken an der international bedeutenden Ausstellung des Deutschen Werkbundes e. V. im Jahr 1914 beteiligt, die in Köln-Deutz stattfand. Als in Rodenkirchen lebendes Mitglied des Werkbundes wirkte er an diesem wegweisenden Projekt mit, das auf einem Gelände mit über 50 Musterbauten neue Maßstäbe für modernes Bauen, Gestalten und Gärtnern setzte. Auch der Kölner Zoo trägt bis heute seine Handschrift. Zudem war Finken von 1891 bis 1896 Gartendirektor der Flora. Später betrieb er in Rodenkirchen eine renommierte Baumschule. An diesem Ort befindet sich heute seit über 40 Jahren „Finkens Garten“ – ein Naturerlebnis-Biotop mit vielfältigen Themenbereichen, insbesondere für Kinder. Ergänzt wird das Angebot durch Einblicke in die regionale Imkerei und die Möglichkeit, verschiedene Honigsorten zu probieren. Literamus als Ausrichter in der Stadtbibliothek Rodenkirchen freut sich auf den hochinteressanten Vortrag am 25.3. um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist übrigens frei.


