Kommunale Wärmeplanung Kölner Rat beschließt KWP für das Stadtgebiet

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 12. Mai 2026 die erste Kommunale Wärmeplanung (KWP) beschlossen. Damit liegt jetzt eine strategische Planungshilfe für eine klimafreundliche Wärmeversorgung für das Kölner Stadtgebiet vor. Als Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohner*innen ist Köln gesetzlich verpflichtet, bis zum 30. Juni 2026 eine Kommunale Wärmeplanung zu veröffentlichen.

William Wolfgramm, Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln: „Die Kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein für die Wärmewende. Sie zeigt auf, welche Möglichkeiten einer klimaneutralen Wärmeversorgung zukünftig in Betracht kommen, wenn ein Heizungswechsel ansteht.“ 

In die Wärmeplanung der Stadt Köln sind umfangreiche Daten, zum Beispiel zum Gebäudebestand, den Wärmepotenzialen aus Umweltenergien oder Abwärme sowie den Energieverbräuchen eingeflossen. Aktuell nutzen circa 85 Prozent der Gebäude in Köln fossile Energien zur Wärmeversorgung, hauptsächlich Erdgas. Mehr als die Hälfte dieser Heizungsanlagen sind dabei älter als 20 Jahre. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten zehn Jahren für viele Hauseigentümer*innen ein Heizungstausch anstehen wird.

Die Kommunale Wärmeplanung bietet hier Orientierung, für welche Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien sich ein Quartier grundsätzlich eignet. Dicht bebaute Gebiete, zum Beispiel die Innenstadt, eignen sich langfristig eher für den Ausbau von Fern- oder Nahwärmenetzen, andere Gebiete eignen sich für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen. Eine Karte im online veröffentlichten Bericht bildet die jeweiligen Zuordnungen ab. Die Kommunale Wärmeplanung ist daher ein wichtiger Baustein im Rahmen der Wärmewende im Gebäudesektor und unterstützt Eigentümer*innen, einen Heizungswechsel frühzeitig zu planen.

Die Kommunale Wärmeplanung ist als dynamisches Instrument angelegt: Sie wird alle fünf Jahre fortgeschrieben und an neue gesetzliche, technologische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen angepasst. 
Die Stadtverwaltung baut Beratungs- und Informationsangebote zur Wärmewende kontinuierlich aus. Neben Informationen auf der städtischen Internetseite und der Teilnahme an Aktionstagen werden auch mobile Beratungsformate in einzelnen Stadtgebieten, etwa durch das Kölner Energiemobil, bereitgestellt. Dieses bietet eine unabhängige und kostenlose Beratung für private Gebäudeeigentümer*innen, Wohneigentümergemeinschaften und Mieter*innen rund um die energetische Gebäudemodernisierung durch die Verbraucherzentrale NRW.

Die Beschlussvorlage und der Bericht „Kommunale Wärmeplanung der Stadt Köln“ ist einsehbar im Ratsinformationssystem unter: SessionNet | Kommunale Wärmeplanung (KWP): Kenntnisnahme und Beschluss

Weitere Informationen sind verfügbar unter: www.stadt-koeln.de/kommunale-waermeplanung

 (Text:PI/Stadt Köln/-reu-)