FDP/KSG Fraktion BV02: KSG unterstützt das Marienburger Büdchen „Marienburg ist kein Friedhof“

Die Kölner StadtGesellschaft (KSG) unterstützt das Marienburger Büdchen am Südpark. Für die KSG steht der Streit um den Treffpunkt beispielhaft für die Frage, wie lebendig Marienburg künftig sein soll.

Nach Beschwerden eines Anwohners musste das Büdchen sein Angebot einschränken, Sitzmöglichkeiten entfernen und bleibt an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Die Betreiber halten sich an die geltenden Regeln und haben ihr Konzept angepasst.

„Ein Büdchen, das um 19 Uhr schließt, ist nun wirklich kein zweiter Brüsseler Platz. Marienburg ist kein Friedhof. Es ist ein Veedel. Ein Veedel braucht Begegnung und Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Wenn wir jede Belebung als Belastung betrachten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn unsere Stadtteile irgendwann aussterben“,

erklärt Torsten Ilg, Co-Vorsitzender der FDP-KSG-Fraktion.

Marienburg braucht Verjüngung

Der Konflikt zeigt aus Sicht der KSG eine größere Herausforderung:

„Marienburg braucht dringend Belebung und Verjüngung – und zwar in jeder Hinsicht. Wir brauchen junge Familien, junge Menschen, neue Geschäftsmodelle, Gastronomie und Orte der Begegnung, ohne den Charakter des Veedels aufzugeben.“

Sorge bereitet Ilg auch der Leerstand historischer Wohngebäude: „Es ist absurd, wenn Wohnraum und lebendige Angebote fehlen und gleichzeitig wunderschöne historische Gebäude leer stehen. Marienburg darf nicht zum Spekulationsobjekt werden.“ Die KSG fordert deshalb mehr Pragmatismus und weniger Bürokratie: Wer sein Konzept anpasst und Regeln einhält, müsse von der Stadt unterstützt werden.

„Wir brauchen in Marienburg mehr Mut zur Veränderung. Wer ein Büdchen betreibt, das Menschen zusammenbringt, sollte Unterstützung erfahren – nicht das Gefühl, dass jeder zusätzliche Stuhl bereits eine städtische Krise auslöst.“

(FDP/KSG Fraktion BV02)