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Der Eine präsentiert, informiert und der Andere geht hin. Das ist das Ziel dieser Seite.
Hier finden Sie Events und Freizeittipps in vielfacher Art und Weise aus unseren schönen Stadtteilen. Von regelmäßig wiederholenden Veranstaltungen bis hin zu einmaligen Highlights.
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Finkensgarten im Winter
AktuellesFinkensgarten im Winter
Wenn die Oma mit dem Kind an einem stillen Wintertag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr in den Finkensgarten in Köln-Rodenkirchen geht, fühlt sich die Welt ein wenig verzaubert an. Die Luft ist klar und kalt, und jeder Atemzug malt kleine weiße Wolken in den Himmel. Auf den Wegen knirscht der Frost, und selbst die Bäume scheinen für einen Moment innezuhalten. Für das Kind wird der Finkensgarten zu einem Winterreich voller kleiner Wunder: feine Eiskristalle glitzern auf den Zweigen, als hätte die Natur sie mit funkelndem Zucker bestreut. Die letzten Wintervögel zwitschern vorsichtig durch die Stille, und Spuren im Schnee erzählen Geschichten von Tieren, die heimlich vorbeigehuscht sind. Oma zeigt dem Kind, wie schön die Ruhe des Winters ist – wie die Natur sich ausruht und Kraft sammelt, bevor der Frühling sie wieder erblühen lässt. Gemeinsam lauschen sie dem leisen Rascheln des Windes, wärmen ihre Hände an einer Thermoskanne Tee und spüren, wie besonders diese friedliche Zeit des Jahres ist. Der Finkensgarten im Winter ist ein Ort der Sanftheit, an dem sich Generationen nahekommen. Und wenn Oma und Kind schließlich eingehüllt in Schals und Mützen den Rückweg antreten, nehmen sie die winterliche Eindrücke bestimmt ganz positiv und mit einem warmen Gefühl im Herzen, mit nach Hause.
Köln braucht Wohnraum
AktuellesWenn neue Wohnquartiere entstehen, geht es längst nicht mehr nur um zusätzlichen Wohnraum, darum dauert es auch so lange. Moderne Stadtentwicklung ist heute mehr. Sie schafft Wohngebiete, in denen Menschen aller Generationen gut leben können – barrierefrei, langfristig, mit einer starken sozialen Infrastruktur und kurzen Wegen zu allem, was man im Alltag braucht. Genau diese Vision steht auch im Zentrum der Planungen für die Parkstadt Süd – eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Kölns.
Bei diesem Bauprojekt liegt ein besonderes Augenmerk auf Familien und der älteren Generation. Vorgesehen sind verschiedene, bedarfsgerechte Wohnformen. Es soll eine Mischung werden für ein schönes Leben vom Kind bis zum Senior sowie für Menschen mit Behinderung: Das sogenannte Servicewohnen, wie es in Rodenkirchen bereits in Mini in der Mildred-Scheel-Str. üblich ist, wird wohl dort in groß umgesetzt. Der Kölner Süden scheint überhaupt in einigen Dingen ein Vorreiter für dieses Bauprojekt zu sein. Denn Inklusion, ist bei uns ganz normal. In Sürth und Weiß ist es nichts Besonderes, dass Menschen auch gehandicapt sein können – siehe das Jugendhaus in Sürth und die verschiedenen Wohngruppen in 50999 sowie die vielen seniorengerechten Wohnbilder. Eingeschränkte Menschen jeglicher Art, werden hinter der Rodenkirchener Brücke ganz vorbildlich ins Leben eingebunden, und so wird es auch bald kurz vor der Südstadt sein. Auf www.parkstadt-sued.de finden Sie viele weitere Informationen.
Grünes Band der Solidarität: Menschenkette am Kölner Dom
AktuellesAm heutigen bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit setzten hunderte Menschen auf der Domplatte ein sichtbares Zeichen für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Zwischen 14:00 und 15:00 Uhr formierte sich eine große Menschenkette rund um den Kölner Dom, um auf die Situation betroffener Kinder und Jugendlicher aufmerksam zu machen.
Das zentrale Symbol der Aktion ist das grüne Band, das als Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit die Teilnehmer symbolisch miteinander verknüpft. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Köln, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, rief zu der Demonstration auf, um das Thema Sterben und Trauer bei Kindern zu enttabuisieren und mehr gesellschaftliche Teilhabe zu fordern.
„Jede Hand zählt, um die Isolation betroffener Familien zu durchbrechen“, so die Organisatoren. Die Aktion am Dom ist Teil zahlreicher bundesweiter Veranstaltungen, die seit 2006 jährlich am 10. Februar stattfinden.
Und auch ich persönlich habe meine eigenen Erfahrungen in diesem zu häufig tabuisierten Themenfeld machen dürfen.
So durfte ich seit mehreren Jahren eine ganz besondere Aktion begleiten:
Denn jedes Jahr in der Adventszeit und zu besonderen Anlässen sind die Weihnachtsmänner der „Biker for Kids Cologne“ auf Motorrädern unterwegs, um Spenden zu sammeln und Geschenke zu übergeben. Diese werden auch in Kinderkrankenhäusern und Kinderheimen verteilt. Seit 1997 erfreuen sich Kinderherzen immer wieder aufs Neue ob dieser tollen Aktionen.
Und auch während der Durchreise der „schweren Jungs“ winken zahlreiche Passanten am Wegesrand voller Begeisterung den Männern und Frauen zu. Die Mitglieder des Vereins „Biker for Kids Cologne“ sind ein beliebtes Fotomotiv. Kein Wunder, schließlich wirkt es beeindruckend, wenn viele Weihnachtsmänner mit weißen Rauschebärten und roten Anzügen auf großen Maschinen durch die Straßen Kölns und des Kölner Umlands fahren.
Und so begab es sich, dass auch ich mit diesen tollen Menschen erstmalig am 3. Dezember 2013 unterwegs sein durfte und wir schwerkranken Kindern (und deren Angehörigen) mit einem Besuch der „Biker for Kids Cologne“ und der Motorradpolizisten der Kölner Polizei ein paar Minuten Ablenkung schenken konnten.
Es ist schwer vorstellbar, wie der Alltag einer Familie unter derart schicksalsträchtigen Umständen durch die lebensverkürzende Krankheit eines Kindes aussehen muss. Mit dabei u.a. auch mein guter Freund Don (er selbst erkrankte vor Jahren an Krebs und gilt inzwischen glücklicherweise als geheilt.), der sich seit Jahren in der Patientenhilfe engagiert und die großartige Tina, die sich neben weiteren sozialen ehrenamtlichen Tätigkeiten auch der Hospizarbeit widmet und eineFamilie in diesem Bereich leidenschaftlich unterstützt.
„Wir wollen, dass die kleinen Patienten einfach mal für einen kurzen Moment all ihre Schmerzen und ihr großes Leiden vergessen. Wir wissen, dass die Kleinen total auf Polizei stehen. Wenn das Blaulicht zuckt und wir vorfahren, dann ist das für sie ein spannender Moment. Wenn es dann noch einen Teddy und Geschenke gibt, dann ist die Welt für einen Augenblick viel besser“, erzählt Don.
Und ich selbst habe damals auch den Sohn meines Trauzeugen ein Jahr lang fast täglich auf der Kinderkrebsstation besucht und begleitet. Mein Gleichaltriger durfte in der Zeit gesund zu Hause spielen. Nichts hat mein Leben mehr geprägt als dieser starke und stets gutgelaunte Kämpfer, der den Kampf gegen den Krebs auch meisterlich gewonnen hat. Diese Erfahrung macht mich maximal demütig und lässt mich anders auf viele angebliche Probleme blicken.
Außerdem durfte ich auch die engagierte Anja Eschweiler persönlich kennenlernen. Ihr unermüdlicher Einsatz für die Kinderhospizarbeit schenkt betroffenen Familien wertvolle Unterstützung und Hoffnung. In ihren Berichten gibt sie zudem bewegende Einblicke in ihren herausfordernden, aber erfüllenden Arbeitsalltag.
Kristian Beara