Wenn aus Sommerhitze Starkregen wird
Der Sommer kann schön und unbeschwert sein, doch seine Wärme hat auch eine andere Seite. Besonders deutlich wird das, wenn sich über Wochen hinweg die Meere stark aufheizen. Mittelmeer und Ostsee speichern dann zum Beispiel enorme Mengen an Wärme und geben diese Energie an die darüberliegende Luft ab. Die Folge: Die Atmosphäre kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft dann plötzlich kühle Polarluft auf diese feucht-warmen Luftmassen, kann die Wetterlage regelrecht kippen. Innerhalb kurzer Zeit entstehen kräftige Gewitter, Starkregen und schwere Unwetter. Tiefdruckgebiete können dabei große Mengen feuchter Luft transportieren. Wenn diese Wassermassen auf bereits gesättigte Böden und volle Flüsse treffen, kann aus intensivem Regen schnell eine gefährliche Hochwasserlage werden. Gerade der Übergang vom Sommer in den Herbst ist deshalb eine Zeit, in der wir das Wetter besonders aufmerksam beobachten sollten. Denn Starkregen macht nicht an Flussläufen halt, wie man in der Vergangenheit oft gesehen hat. Innerhalb weniger Stunden können Uferbewohner davon betroffen sein.
Darüber hinaus geraten Kanalisationen an ihre Grenzen, Keller laufen voll, Straßen werden überflutet und kleine Bäche können plötzlich zu reißenden Gewässern werden. Wichtig ist deshalb nicht, in Angst zu leben, sondern vorbereitet zu sein. Die Stadt und die Steb bieten dazu wertvolle Infoseiten im Internet. Auch sollte man die Wetterwarnungen ernst nehmen, Keller und tiefer liegende Räume rechtzeitig sichern, Abläufe und Gullys freihalten und sich frühzeitig über mögliche Maßnahmen informieren, diese können im Ernstfall einen großen Unterschied machen. Unser Wetter wird extremer und unberechenbarer. Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben, Warnungen zu beachten und als Gemeinschaft füreinander da zu sein. Denn Hochwasserschutz beginnt nicht erst, wenn das Wasser kommt – sondern lange vorher.
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