FDP/KSG-Fraktion in Rodenkirchen fordert Runden Tisch individuelle Mobilität
In der April-Sitzung der Bezirksvertretung von Rodenkirchen wurde beschlossen, den „Runden Tisch Radverkehr“ künftig auch um die Belange des Fußverkehrs zu erweitern. Die FDP/KSG-Fraktion kritisiert in diesem Zusammenhang, dass zur „individuellen Mobilität“ selbstverständlich auch der motorisierte Individualverkehr gehöre.
Bezirksvertreter Karl Wolters (FDP) erklärte dazu:
„Zur mobilen Vielfalt gehört, dass alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden: Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und der ÖPNV. Vielfalt mag vermeintlich anstrengend sein, ist aber zwingend notwendig, wenn wir alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt und auf Augenhöhe mit einbeziehen wollen.“
Sein Fraktionskollege Torsten Ilg (KSG) ergänzte:
„Wer Mobilität ernsthaft gestalten will, darf sie nicht gegeneinander ausspielen. Die Aufspaltung in Gruppen, die ja oft ein und dieselben Menschen sind, ist nicht zielführend. Unser Vorschlag, den Runden Tisch Radverkehr in „Runden Tisch individuelle Mobilität‘ umzubenennen, ist ein pragmatischer Kompromiss.“
Mehrheit in der Bezirksvertretung gibt sich leider kompromisslos.
Zuvor war ein weitergehender Änderungsantrag der CDU eingebracht worden, der eine faktische Zusammenlegung mit dem „Runden Tisch ÖPNV“ vorsah. Dieser Antrag wurde zuerst abgelehnt. Wolters und Ilg unterstützten zwar den CDU-Antrag, wollten mit ihrem eigenen Änderungsantrag jedoch eine Brücke bauen und auch andere Fraktionen für einen umfassenderen Ansatz gewinnen. Die Bezirksvertreter von Grünen, SPD, Volt und Linken lehnten beide Anträge und jegliche Einbeziehung des motorisierten Individualverkehrs jedoch kategorisch ab.
(Text: FDP/KSG-Fraktion in der BV Rodenkirchen)


