FDP/KSG will KI-Unterstützung für Jugendamt prüfen – Houben: Fachkräfte stärken, Kinder schützen
Die FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln hat eine Anfrage zur möglichen Nutzung KI-gestützter Unterstützungssysteme im Jugendamt gestellt. Hintergrund ist die aktuelle Entwicklung eines Tools des Jugendamts Breisgau-Hochschwarzwald, das Fachkräfte bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen unterstützen soll.
„Die Anforderungen im Jugendamt steigen seit Jahren. Fälle werden komplexer, Entscheidungen schwieriger und die Verantwortung ist enorm. Deshalb müssen wir jede sinnvolle Unterstützung ernsthaft prüfen“, erklärt Reinhard Houben, jugendpolitischer Sprecher der FDP/KSG-Fraktion.
Digitale Lösungen können aus Sicht der Fraktion ein Baustein sein, um Fachkräfte zu entlasten und Entscheidungsprozesse besser abzusichern. „Es geht ausdrücklich nicht darum, menschliche Entscheidungen zu ersetzen. Aber wenn Technologie dabei helfen kann, Risiken früher zu erkennen oder Einschätzungen zu strukturieren, sollten wir uns dem nicht verschließen.“
Die FDP/KSG legt dabei großen Wert auf klare Rahmenbedingungen. „Datenschutz und fachliche Qualität müssen selbstverständlich gewährleistet sein. Genau deshalb wollen wir wissen, wie die Verwaltung solche Ansätze bewertet und ob ein Austausch mit anderen Kommunen bereits stattfindet“, so Houben.
Ziel der Anfrage ist es, frühzeitig auszuloten, ob und wie innovative Ansätze auch in Köln sinnvoll eingesetzt werden können. „Wer die Qualität im Kinderschutz verbessern will, darf neue Wege nicht von vornherein ausschließen. Entscheidend ist, dass am Ende die Kinder besser geschützt sind und die Mitarbeitenden die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“
(Text: FDP/KSG-Fraktion im Rat der Stadt Köln)


