Denn alles, was zweimal erfolgreich war und zum dritten Mal geplant wird, ist längst mehr als eine Idee: Es ist Tradition. Doch fangen wir von vorne an.
Vor etwa vier Jahren gastierte das Original „Loss mer singe“ im Brauhaus Quetsch. Drei Mädels – alle über 40 – und ihre Jungs standen voller Vorfreude vor der Tür, doch leider ohne Eintrittskarten. Was für viele das Ende des Abends gewesen wäre, wurde hier zum Anfang von etwas ganz Besonderem.
Kurzerhand entstand im darauffolgenden Jahr nämlich eine eigene Veranstaltung mit dem Titel: „Sing doch eine mit“, mit ganz viel Mut, Herzblut und Veedelsliebe. Und der Erfolg im Steeps ließ nicht lange auf sich warten. Die Resonanz war überwältigend, die Stimmung grandios. So groß sogar, dass in diesem Jahr, eine größere Location her musste. Da alle Beteiligten total ortsverliebt sind, lag das Haus Schmitz praktisch auf der Hand. Ein Ort, der passt. Ein junger Gastronom, den man unterstützen wollte, weil er nach wenigen Monaten schon ins Veedel gehört und bleiben soll- war der erste Ansatz, was sich als sehr weise herausstellte.
Nach kurzen Gesprächen stand nämlich alles schnell fest. Und dann lief einfach alles wie von selbst: die Eintrittskarten wurden verkauft und das Haus füllte sich am letzten Wochenende bis auf den letzten Platz und die Stimmung war von Anfang an sensationell. Was alle freute, es gab keine technischen Ausfälle, dafür aber perfekt gezapftes Kölsch und einen großartiger Service. Acht Menschen – inklusive DJ – trugen nämlich gemeinsam für den Erfolg diese Veranstaltung bei und freuen sich nun jedes Jahr aufs Neue darauf, ein Veedel in allen Generationen zusammen zu holen, um gemeinsam mit einem Lächeln zu singen.
Auch war schnell klar, dass das erste Lied zukünftig immer heißen muss „In unserem Veedel“, denn gefühlt kamen alle aus einem Ort und es fühlte sich so an, wie ein großes Familientreffen. Neue und alte Karnevalslieder wurden nach dem Heimatlied nachhaltig auf die Wand projiziert und in der restlos ausverkauften Veranstaltung mit Warteliste machte sich eine unfassbar schöne Stimmung breit. Alle sangen, schunkelten und fühlten sich einfach wohl, unter Menschen die man irgendwie kannte bzw. gerade kennenlernte. Dieses Gefühl von Zusammenhalt, war neben der Musikauswahl einfach unbezahlbar und traumhaft schön.
Auch waren alle gemeinsam stolz darauf, für den Hut zu singen, denn diese Veranstaltung war komplett ehrenamtlich und der Erlös geht nun zu 100 % an Katerinas Obdachlosenhilfe. Eine Küche, die dreimal pro Woche Menschen auf der Straße mit einer warmen Mahlzeit versorgt. Katerina selbst war auch einmal obdachlos und kocht heute in ihrer kleinen Küche, für Menschen die nicht auf der Sonnenseite stehen.
Und so war die Freude groß, dass die Spendensumme der letzten Jahre durch großzügige Spenden noch einmal deutlich erhöht werden konnte. Ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen und dafür, dass in Köln niemand vergessen wird.
Die Veranstalterinnen sind überglücklich und voller Stolz. Und eines ist sicher:
Alle freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr. Wenn dieses besondere Fest wieder in Planung geht, dann heißt es: frühzeitig Karten sichern und erneut gemeinsam singen, lachen und das Veedel feiern. Und natürlich auch wieder sammeln, damit keiner in Köln Hunger leidet.
Fazit: Rodenkirchen kann Karneval. Rodenkirchen kann Herz.



Die Künstler*innen des Kunstzentrum Wachsfabrik laden herzlich am 01. Februar, zwischen 14 und 18 Uhr in ihre geöffneten Ateliers ein und freuen sich auf die Besucher und persönliche Begegnungen. Der Eintritt ist frei. Das Café ist geöffnet.
Adresse: Industriestraße 170, 50999 Köln
Weitere Informationen unter www.kunstzentrum-wachsfabrik.koeln.
8 geöffnete Ateliers:
Atelier 05 – Sebastian Probst – Art Projekt – Bildhauerei
Atelier 10 – Jeannette de Payrebrune – Malerei & Skulptur
Atelier 12 – Manfred Wachendorf, Jovita Majewski, Pascal Behrendt, Inge Lager, Mia Forsch, Anna Nguyen – Skulptur & Malerei
Atelier 13 – Gertraud Lütkefels – Schmuck & Objekte
Atelier 14 – miegL – Malerei & Skulptur
Atelier 19 – Gastkünstlerin Claudia Frucht mit Bilderwelten – Malerei & Collagen
Atelier 20 – Joao de Almeida – Objekte
Atelier 21 – Martha Potempa & Thomas Brück – Singer-Songwriter
Wir würden uns auch über Ihren Besuch freuen!
Mit vielem Dank für die Berücksichtigung und herzlichen Grüßen,
(Text: Jeannette de Payrebrune /Sprecherin Kunstzentrum Wachsfabrik)
Gerade in den dunkleren Monaten merken wir besonders, wie wohltuend menschliche Nähe ist. Wenn die Tage kürzer werden und ein kalter Wind durch die Straßen zieht, sehnen wir uns nach Wärme – sei es die eines Kamins, einer Heizung oder einer Wärmflasche, die uns durch fröstelige Stunden begleitet. Doch ebenso wichtig ist die Wärme, die wir einander schenken können: ein offenes Ohr, ein freundlicher Satz, ein stilles Verstehen. All das schafft Verbundenheit.
Diese Verbundenheit ist ein wertvoller Schatz. Genau hier setzt Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfe an: Wir bringen Menschen zusammen, die ihre Zeit freiwillig verschenken möchten, und solche, die in ihrem Umfeld nur wenige oder keine Angehörigen oder Freunde haben. Dabei steht das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt – ein Plausch bei einer Tasse Kaffee, ein Spaziergang durch das Veedel oder eine Begleitung zum Einkaufen.
Kölsch Hätz versteht sich als Nachbarschaftshilfe für Herz und Gemüt. Wir vermitteln keine Pflege- oder Haushaltsdienste, sondern möchten echte Begegnungen ermöglichen und nachbarschaftliches Miteinander stärken. Haben Sie Interesse, sich freiwillig zu engagieren und einem Menschen in Ihrer Nähe ein bis zwei Stunden pro Woche Zeit zu schenken? Oder möchten Sie selbst das Angebot von Kölsch Hätz nutzen?
Dann freuen wir uns sehr, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen – telefonisch oder per E-Mail!
Kontakt
Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfe
Standortteam RoSüWeiH (Rodenkirchen / Sürth / Weiß / Hahnwald)
Hauptstraße 19
50996 Köln-Rodenkirchen
Tel.: 0221 93679 283
E-Mail: info@koelschhaetz.de
Offene Sprechstunde: donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten erreichen Sie uns über den Anrufbeantworter – wir rufen gerne zurück.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.koelschhaetz-im-veedel.de
Meditation in der „Arche“ – ein Moment der Stille mitten im Alltag
Jeden Mittwoch von 18:00 bis 19:00 Uhr öffnet das Pfarrheim „Arche“ in der Augustastraße 22, 50996 Köln-Rodenkirchen, einen besonderen Raum der Ruhe. Sobald der Gong erklingt, beginnt der Weg ins Schweigen – ein sanfter Übergang aus der Geschäftigkeit des Tages hin zu einer Stunde, die ganz uns selbst gehört.
In der Arche treffen sich Menschen wie du und ich: ganz normal gekleidet, in Jeans oder Freizeitkleidung, ohne besondere Voraussetzungen. Manche sitzen im Lotussitz, andere auf einem Stuhl; einige lassen sich von einem Mantra tragen, andere von leisen Gesängen oder dem zarten Duft eines Räucherstäbchens begleiten. Jede und jeder findet den eigenen Zugang zur Stille.
Gemeinsam wollen wir den inneren Frieden wiederentdecken, den unser Alltag so leicht überdeckt. Für eine Stunde dürfen Belastungen, Gedanken und To-dos einmal leiser werden. Die Meditation schenkt uns einen geschützten Moment, um durchzuatmen, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und neue Kraft zu finden.
Wer die Sehnsucht nach Ruhe, Klarheit und einem sanften Anker im Wochenrhythmus verspürt, ist herzlich eingeladen.
Komm einfach vorbei – die Tür zur Stille steht dir offen.
(Text kommt von einer regelmäßigen Teilnehmerin die namentlich nicht genannt werden möchte)
Wenn die letzten Lieder verklungen sind und die Session sich dem Ende neigt, kommt im Veedel der wohl emotionalste Moment des Karnevals: die Nubbelverbrennung. Die Interessengemeinschaft Raderberg und Thal lädt ein zum ganz besonderen Abschluss der fünften Jahreszeit – einer Mischung aus kölscher Tradition, Augenzwinkern und gemeinsamer Erlösung.
Am Veilchendienstag, den 17. Februar, lassen die Karnevalisten ab 19:11 Uhr vor dem Kloster auf der Brühler Str. gemeinsam die Session ausklingen. Mit der feierlichen Sündenverbrennung wird der Nubbel seinem Schicksal übergeben und mit ihm all das, was wir in den vergangenen tollen, jecken Tagen vielleicht ein klein wenig zu sehr genossen haben.
Du hast in der Session gesündigt und suchst Vergebung? Kein Problem!
Pfarrer Klaus Eberhard und Thomas Frings stehen bereit, um Deine Sünden symbolisch in Rauch aufzulösen. Die einzige Voraussetzung:
Schreibe Deine Sünden auf und sende sie per Mail an karneval@raderbergundthal.de oder wirf sie in einen unserer Briefkästen (Rheinsteinstr. 2d oder Raderberger Str. 190).
Gemeinsam lachen, schmunzeln, Abschied nehmen und danach mit reinem Gewissen in die Fastenzeit starten, ist dort für alle möglich.
Kumm vorbei, mach met und erlebe einen würdigen, traditionsreichen und herzlichen Abschluss des Karnevals in unserem Veedel.
Denn wie immer gilt: Et hätt noch emmer jot jejange – un no der Nubbelverbrennung erst recht!
Kontakt
Kölner StadtteilLiebe
Ute Schmidt
Zum Keltershof 22
50999 Köln
Tel: 0178 – 20 40 50 6
Mail: mail@koelner-stadtteilliebe.de
Informationen
Alle sind gemeint
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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