Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Ereignisse, Veranstaltungsberichte, Reportagen, Hinweise und Berichte rund um das Leben in den Stadtteilen des Kölner Südens.

Ich weiß, was Ihr dieses Wochenende macht! Wenn Ihr frei habt und keine festen Termine, geht Ihr spazieren. Das Wetter wird ja gut. Dann werdet ihr ein Päuschen brauchen oder einfach nur haben wollen, weil ein Lokal mit einer tollen Aussicht lockt.
Gewitzt, diese Geschäftsleute. Sie bauen dieLokale immer dahin, wo es schön ist. – Aber noch gewitzter ist man da in Rodenkirchen… 
Ich habe vor Monaten ja die Geschichte erzählt, wie der Leichnam des Heiligen Maternus in einem Nachen den Rhein entgegen der Strömung hinauf trieb, um in Rodenkirchen, eben an der Stelle, an der heute das Kapellchen steht, wieder an Land zu stoßen. Was wir heute liebevoll „Kapellchen“ nennen, ist die kleine romanische Kirche „Alt Sankt Maternus“ aus dem frühen zehnten Jahrhundert.
Und die Wahl dieses Standorts kann man nur gewitzt nennen. Wenn man nämlich den Weg am Rheinufer entlangläuft, stellt man schnell fest, dass man schnurstracks auf das Kapellchen zuläuft und erst im letzten Moment schwenkt der Weg auf einen aufgeschütteten Damm. Dieser umrundet in einer Kurve den Chor und führt direkt dahinter wieder zurück auf das Ufer. Und genau diese Umgehung gibt es erst seit 1785. Davor stand das Kappelchen direkt am Wasser. Und man nahm auch in Kauf, dass es des Öfteren eben auch unter Wasser stand.
Warum das jetzt gewitzt sein soll? Nun, seit mindestens dem achten Jahrhundert treidelte man, meist mit Hilfe kräftiger Pferde und langen Leinen, Lastkähne genau diesen Pfad, der am Rheinufer auf das Kapellchen zuläuft, den Rhein herauf. Darum heißt er „Leinpfad“. Und weil unser Kapellchen so feist im Weg stand, wurden Mensch und Tier zur Pause gezwungen. Die Pferde wurden ausgeschirrt und zur Rast oder gar Übernachtung in Stallungen geführt. Die Menschen gingen natürlich für ein Päuschen in die Schankwirtschaft.
 
Das „Treppchen“ und das „Fährhaus“ sind Zeugen dieser Zeit. Gut, das heutige „Treppchen“ ist ein Bau des frühen 19. Jahrhunderts, aber es ist ja nicht die erste Wirtschaft an der Stelle. Die Gastronomie an dieser Stelle blickt als auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück.
Das riecht nach einem Geschäft, oder? Und das war es auch und ist es noch heute, auch wenn man heute dieser Tricks nicht mehr bedarf, weil wir uns freiwillig verführen lassen.
 
Als es dann aber weitergehen musste, wurde die Pferde aus den Stallungen, die sich unter anderem an der heutigen Straße „Auf dem Brand“ befunden haben, geholt und über die Friedensstraße zum Leinpfad zurückgeführt. Warum die Straße heute „Auf dem Brand“ heißt, dass muss mir ein netter Rodenkirchener nachher noch in die Kommentare schreiben. Dieser wird mir aber sicher auch bestätigen, dass die Geschichte stimmt, wenn ich Euch erzähle, warum die „Friedensstraße“ so heißt:
Durch diese Gasse wurden die Pferde früher wieder zum Rheinufer zurückgeführt und schließlich angeschirrt, um die Lastkähne weiter zu ziehen. Natürlich nannten die Leute die Gasse „Päädchensgass“ oder „Päädsgass“. Und genau das sagten die Rodenkirchener auch dem Menschen von dem die Bläck Fööss in dem Lied „Unser Stammbaum“ singen: dem Franzosen, der 1794 mit Napoleon hierhin kam und sie fragte, wie denn die Straße heiße. Dieser, des kölschen nicht mächtig, verstand anstatt „et Pääd“ eben nunmal eher „la paix“. Zack, hatten wir ein wunderschönes Missverständnis und ein zusammenhangloses Friedensdenkmal mehr, die „Friedensstraße“.

Seht Ihr? Ich weiß, was Ihr dieses Wochenende macht: Ihr geht den Rhein bei Rodenkirchen entlang, setzt Euch auf ein Kölsch oder zwei an das Rheinufer und guckt dabei nicht nur auf den Fluss… 

Michael

Ich weiß, wat Ehr dis Wochenengk maht. Wann Ehr frei hat un kein faste Termine, goht ehr gängele. Et Wedder weed jo god. Dann butt Ehr e Päusche ov wollt er einfach nor ein han, weil e Lokal met ener doll Ussich lock.
Gau, die Geschäfslück. Se baue de Weetschafte luuter dohin, wo et schön es. – Ävver noch gauer es mer do en Rudekirche…
Ich han vür Monate jo dat Kreppche verzallt, wie de Lich vum Hellige Matern en enem Naache der Rhing erop gäge der Strom gedrevve es, för en Rudekirche, evvens an dä Stell, an der hügg dat Kapellche steiht, widder an Land ze stüsse. Wat mer hügg leev „Kapellche“ nenne, es die klein romanische Kirch „Ald Zinter Matern“ usem fröhe zehnte Johrhundert.
Un de Wahl vun däm Standoot kann mer nor gau nenne. Wann mer nämlich dä Wäg am Rhingofer elans läuf, stellt mer flöck fass, dat mer direktemang op et Kapellche zoläuf un eescht em letzte Augebleck schwenk der Wäg op ene Damm, dä opgeschodt es. Dä geiht en ener Kurv öm der Chor un föht tirek dohinger widder zoröck op et Ofer. Un genau dä Ömgang gitt et eesch zick 1785. Dovör stundt et Kapellche tirek am Wasser. Un mer nohm och en Kauf, dat et alle naslang evvens och unger Wasser stundt.
Woröm dat jetz gau sin soll? No, zick mindestens dem aachte Johrhundet dät mer, miets met Hölp vun staatse Pääd un lang Linge, Lasskähn genau dä Padd, der am Rhingofer op et Kapellche zoläuf, der Rhing erop treidele. Doröm heiß hä „Leinpfad“. Un weil uns Kapellche esu feis em Wäg stundt, woodt Minsch und Dier en Paus opgezwunge. De Pääd woodt et Gescherr avgenomme un för en Rass ov gar Üvvernaachtung en Ställ gefoht. De Minsche gingke natörlich för e Päusche en de Weetschaff.
Et „Treppche“ un et „Fährhuus“ sin Zeuge vun dä Zigg. God, dat hüggige „Treppche“ es ene Bau usem fröhe 19. Johrhundert, ävver et es jo nit de eeschte Weetschaff an der Stell. De Gastronomie hät do en Johrhunderteaale Geschichte.
Dat rüch noh enem Geschäff, oder? Un dat wor et och un es et bes hügg, och wann mer hügg die Schlich nit mih esu nüdig hät, weil mer uns freiwellg verföhre looße.
Wie et dann ävver wiggergonn moot, woodte de Pääd us de Ställ, die unger anderem an der hüggige Stroß „Om Brand“ stundte, gehollt un üvver de „Friedensstroß“ nohm Leinfad zoröckgefoht. Woröm die Stroß hügg „Om Brand“ heiß, dat muss mer ene aadige Rudekirchener nohher noch en de Kommentare schrieve. Dä weed mer ävver bestemmp och bestätige, dat et stemmp, wann ich Üch verzälle, woröm de „Friedenstroß“ esu heiß:
Durch die Gass woodte de Pääd fröher widder nohm Rhingofer zeröckgefoht un krähte schleeßlich et Geschirr widder aan, för de Lasskähn wigger ze trecke. Natörlich nannte de Lück die Gass „Päädchensgass“ ov „Päädsgass“. Un genau dat sahte de Rudekirchener och däm Minsch vun däm de Bläck Fööss em Leed „Unse Stammbaum“ singe: däm Franzus, dä 1794 mem Napoleon heehin kom un se frogte, wie dann die Stroß heeß. Dä, dä jo dat Kölsche nit esu god kunnt, verstundt statt „et Pääd“ evvens ihter „la paix“. Zack, hatte mer et schönste Messverständnis un e Friddensdenkmol ohne Zesammehang mih, de „Friedensstroß“.
Seht ehr? Ich weiß, wat Ehr dis Wochenengk maht: Ehr goht lans der Rhing bei Rudekirche, setzt Üch op e Kölsch ov zwei an et Rhingofer un luurt dobei nit nor op der Fluss…

Mechel

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Stadt nimmt zwei weitere Förderbescheide über rund eine Million Euro entgegen

Die Stadt Köln hat aus dem Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ bereits sechs Bewilligungen über insgesamt rund 9,5 Millionen Euro erhalten. Die Mittel werden unter anderem für die Modernisierung von Ampelanlagen und deren Anbindung an den Verkehrsrechner, die Vorbereitung innovativer Assistenzsysteme, die Aufstellung weiterer Vario-Anzeigetafeln, die Einrichtung von Dauerzählstellen sowie die weitere Digitalisierung des Verkehrs verwendet.

Im November 2020 hat die Stadt Köln zwei weitere Bewilligungsbescheide zum Sonderförderaufruf zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin erhalten. Die zwei Bescheide enthalten Bundesfördermittel in Höhe von rund eine Million Euro.

Der Förderaufruf erfolgte im Mai dieses Jahres im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“. Hiermit unterstützt die Bundesregierung Städte und Kommunen mit besonders hohen Stickstoffdioxid-Belastungen und fördert die Umsetzung von Sofortmaßnahmen im Bereich der Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme.

Wie bereits erwähnt erhält die Stadt Köln für zwei Projekte den Förderzuschlag des Bundes. Das Ziel beider Projekte ist die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, wodurch sich eine Reduzierung der Schadstoffemissionen erzielen lässt.

Innerhalb des ersten Projektes werden 145 Lichtsignalanlagen im Kölner Stadtgebiet ertüchtigt und an den Verkehrsrechner der Stadt Köln angeschlossen. Durch diese Vernetzung ist es möglich, einen Defekt an den Lichtsignalanlagen zentral zu erkennen und umgehend zu beheben, wodurch Verkehrsstörungen verhindert werden. Ohne eine Aufschaltung der Lichtsignalanlagen an den Verkehrsrechner sind steuernde Eingriffe nicht situationsbezogen und unmittelbar möglich, da so ein steuernder Eingriff nur vor Ort am jeweiligen Steuergerät durchgeführt werden kann. Das Ziel ist eine zentrale Überwachung und Optimierung des Verkehrsflusses. Zudem ist zukünftig für voll- oder teilautomatisierte Fahrvorgänge die Bereitstellung von Geometriedaten der Fahrwege und Prozessdaten von Lichtsignalanlagen unerlässlich, die in dem Zusammenhang erstellt und bereitgestellt werden. Diese dienen der Einführung kooperativer Systeme und der damit verbundenen Assistenzsysteme wie dem Ampelphasenassistent und dem Grüne-Welle-Assistent.

Das zweite Projekt beinhaltet die Einrichtung eines Qualitätsmanagement-Tools. Mit Hilfe dieses Tools wird die erwähnte Funktionalität der Lichtsignalanlagen innerhalb des Stadtgebietes digital überwacht. Es wird möglich, kurzfristig auf eventuelle Störungen zu reagieren und dadurch auftretende Verspätungen gering zu halten. Der daraus resultierende stabile Fahrtablauf, die Einhaltung der Taktung und die Pünktlichkeit wird die Qualität des ÖPNVsteigern. Das zeitnahe Erkennen von Störungen, Störeinflüssen und möglichen Verbesserungspotenzialen ist dabei unverzichtbar und wird durch ein Qualitätsmanagement-Tool wesentlich vereinfacht und optimiert.

(Text: Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitRobert Baumanns)

Gegründet im Spätsommer 2020 richtet sich das Mentorat Colonia an Studierende in Köln. Besonders während „Corona“ haben Studierende zusätzliche Hürden zu nehmen. Das betrifft zum einen diejenigen, die sich beim Schreiben ihrer Abschlussarbeiten von der Uni alleingelassen fühlen. Gerade Studienanfänger tun sich oft mit dem Verfassen der allerersten Hausarbeiten schwer. Unterstützungsangebote, die an den Hochschulen fehlen, schafft deshalb das Mentorat Colonia, indem es Studierenden erfahrene wissenschaftliche Mentoren unterschiedlicher Fachgebiete zur Seite stellt. Ergänzend bietet es die Möglichkeit, Texte qualifiziert lektorieren und sprachlich überarbeiten zu lassen.
Zum anderen leidet die seelische Ausgeglichenheit vieler Studierender während der Covid19-Pandemie. Zweifel, ob das Studium weitergeführt werden sollte, Überforderung durch die Organisation des Studiums, Prüfungsängste oder fehlende Unterstützung bei körperlicher oder psychischer Erkrankung stellen für sie eine gesteigerte Belastung dar. Daher entwickelt das Mentorat Colonia fortlaufend auch psychologische Angebote für Studierende. Es konzipiert außerdem Präventionskurse, die sogar teilweise von den Krankenkassen erstattet werden.

„Uns als Bildungsbegleiter geht es darum, Kölner Studierende nicht nur auf dem Weg zu mehr wissenschaftlicher Eigenständigkeit, sondern auch zu mehr persönlicher Reife zu begleiten“, erklären die drei Gründer Melanie Zirves, Marijana Stojadinovic und Benjamin Plasa. „Wir geben mit unseren Angeboten einige Impulse – den Weg dahin jedoch geht am Ende jeder Studierende selbst.

Weitere Informationen auf www.mentorat-colonia.de

Rat stimmt moderater Erhöhung um 0,64 und 1,94 Prozent zu.

Die Kölnerinnen und Kölner müssen sich 2021 auf leichte Gebührenerhöhungen für die Straßenreinigung und die Abfallbeseitigung einstellen. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2020 beschlossen, die Abfallgebühren im Durchschnitt um 1,94 Prozent (Vorjahreserhöhung 2,94 Prozent) und die Straßenreinigungsgebühren im Durchschnitt um 0,64 Prozent (Vorjahreserhöhung 4,63 Prozent) anzuheben.  

Insgesamt haben sich die Kölner Abfall- und Straßenreinigungsgebühren in den vergangenen Jahren moderat entwickelt. Die Verbraucherpreise sind seit 2001 um durchschnittlich 1,48 Prozent pro Jahr gestiegen. Im selben Zeitraum sind die Abfallgebühren um durchschnittlich 1,62 Prozent und die Straßenreinigungsgebühren um durchschnittlich 1,75 Prozent pro Jahr gestiegen.  

Abfallgebühren

Die Abfallgebühren werden im Wesentlichen nach geleertem Abfallbehälter und entsorgter Abfallmenge berechnet. Es fallen Kosten für die Logistikleistungen der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und Kosten für die Entsorgungsleistungen der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (AVG) an.   Für die zu Erhöhung der Abfallgebühren 2021 sind folgende Einflussgrößen ausschlaggebend:      

  • Im Rahmen der Preisgleitung sind Preisanpassungen für die Logistikleistungen der AWB von +0,68 Prozent erforderlich. Zu den Kostenfaktoren gehören Personal, Reparatur und Wartung, Dieselkraftstoffe, gleitende Kapitalkosten (Fahrzeuge und Geräte) sowie ein nicht gleitender Fixkostenanteil. Im Wesentlichen resultiert die Steigerung der Entgelte in 2021 aus steigenden Personalkosten, die einen Anteil von 65 Prozent an der Preisgleitung haben.      
  • Die Logistikkosten der AWB sinken gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,25 Prozent beziehungsweise 164.000 Euro.      
  • Die Kosten für die Bioabfallsammlung steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 229.000 Euro. Dies ist neben der Preisgleitung auf zusätzliche Entleerungen (+2.600 Behälter) durch einen höheren Anschlussgrad im Zuge des Ausbaus der Bioabfallsammlung zurückzuführen.       
  • Der Preis für die Verwertung von Bio- und Grünabfällen steigt um 8,96 Euro je Tonne. Der Produktivbetrieb der Vergärungsanlage für die Vergärung von Bioabfällen zur Herstellung von Biogas, das für die Wärmeversorgung genutzt wird, wird aufgenommen. Mehrkosten gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rund 942.000 Euro (+7,44 Prozent) entstehen aus der Preisanpassung der AVG für die Kompostierung (Gesamtkosten 13.600.000 Euro).       
  • Die Kosten für die Erfassung von Papier, Pappe und Kartonage (PPK) im Holsystem über die Papiertonne (blaue Tonne) steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 582.000 Euro. Dies ist neben der Preisgleitung auf zusätzliche Leerungen von rund 2.400 Behältern wöchentlich zurückzuführen, die Folgen einer höheren Anschlussquote von Grundstücken an die blaue Tonne sind.      
  • In der Kalkulation sind zudem Gebührenunterdeckungen aus 2017 und 2018 enthalten. Verrechnet mit einer Überdeckung aus 2019 werden rund 1.179.000 Euro als Kosten berücksichtigt (Unterdeckung Vorjahr rund 1.609.000 Euro).      
  • Die Kosten der Restmüllentsorgung verringern sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1.503.000 Euro (-3,3 Prozent). Dies resultiert zum einen aus der Preissenkung der AVG für die Restmüllentsorgung um 4,50 Euro je Tonne. Zum anderen sinkt die Entsorgungsmenge um rund 2.000 Tonnen auf 307.000 Tonnen.  

Ab 2021 wird eine 20 Liter- und 40 Liter-Restmülltonne eingeführt. Um der häufigen Nachfrage zu begegnen, wird ab 2021 auf Antrag auch eine zusätzliche, gebührenpflichtige Biotonne bereitgestellt. Das Beiblatt zum Gebührenbescheid sowie der Abfall- und Wertstoffkalender 2021 informieren darüber. Eine nachsortierungsbedingte Mehrgebühr für Fälle, in denen sich ein höherer Entsorgungspreis infolge der durch die Nachsortierung des Restabfallbehälters am Grundstück bewirkten höheren Verdichtung des Abfalls ergibt, entfällt ab 2021.  

Zu den Abfallgebühren im Einzelnen

Nach den neuen Satzungen sind 2021 im Teilservice (Abfallbehälter selbst auf die Straße stellen) beispielsweise zu zahlen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr): 

  • für eine 60-Liter-Tonne 335,62 Euro (329,55Euro), 
  • für eine 120-Liter-Tonne 494,45 Euro (485,66 Euro) und 
  • für eine 240-Liter-Tonne 840,82 Euro (826,02 Euro).  

Im Vollservice (Abfallbehälter werden aus dem Keller oder Hof geholt) werden 2021 beispielsweise folgende Gebühren anfallen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr):

  • für eine 60-Liter-Tonne 393,22 Euro (386,75 Euro), 
  • für eine 120-Liter-Tonne 583,76 Euro (574,37 Euro), 
  • für eine 240-Liter-Tonne 1.003,14 Euro (987,25 Euro), 
  • für einen 500-Liter-Behälter 1.909,29 Euro (1.880,09 Euro), 
  • für einen 770-Liter-Behälter 2.372,68 Euro (2.335,84 Euro) und 
  • für einen 1.100-Liter-Behälter 3.240,47 Euro (3.189,23 Euro).  

In der Abfallgebühr sind abfallwirtschaftlich und umweltpolitisch gewollte Zusatzleistungen enthalten. Für viele dieser Leistungen fällt in anderen Kommunen eine separate Gebühr an. Die Zusatzleistungen in Köln umfassen:      

  • die Bereitstellung einer gebührenbefreiten Bio-Tonne,        
  • die kostenlose Abgabemöglichkeit von Grünschnitt und das kostenlose Abholen von Weihnachtsbäumen,      
  • die Bereitstellung von gebührenbefreiten blauen Papiertonnen sowie erweiterten Wertstofftonnen,     
  • die Unterhaltung von zwei Müllumlade-Stationen, zwei Wertstoffcentern und drei Betriebshöfen,      
  • die Schadstoffsammlung mit kostenlosen Abgabemöglichkeiten von umweltgefährdenden Abfällen (unter anderem bei Schadstoffmobilen),      
  • die kostenlose Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (zum Beispiel Abholen von Großgeräten, Abgabemöglichkeit von Kleingeräten bei den Schadstoffmobilen),      
  • die Beseitigung von wildem Müll im öffentlichen Raum,     
  • die Abfuhr von Sperrmüll,       
  • die Installierung und Entleerung der Straßenpapierkörbe und       
  • das Anbringen von Hundekottütenspendern.  

Straßenreinigungsgebühren

Die Straßenreinigungsgebühren werden je Frontmeter für ein Grundstück berechnet. Dabei werden verschiedene Reinigungskategorien berücksichtigt. Es fallen Kosten für die Logistikleistungen der AWB und Kosten für die Entsorgungsleistungen der AVG an.  

Für die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren 2021 sind folgende Einflussgrößen ausschlaggebend:     

Im Rahmen der Preisgleitung sind Preisanpassungen für die Logistikleistungen der AWB von +0,8 Prozent erforderlich. Hierzu gehören die Kostenfaktoren Personal, Reparatur und Wartung, Dieselkraftstoffe, gleitende Kapitalkosten (Fahrzeuge und Geräte) sowie ein nicht gleitender Fixkostenanteil. Im Wesentlichen resultiert die Steigerung der Entgelte für 2021 aus steigenden Personalkosten, die einen Anteil von 75 Prozent an der Preisgleitung haben.       

  • Die Kosten für die Logistik der AWB steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 160.000 Euro.      
  • Die städtischen Verwaltungskosten steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 52.000 Euro auf rund 831.000 Euro. Dies ist unter anderem auf die Berücksichtigung anteiliger Kosten für die Durchführung einer Strukturanalyse zurückzuführen.        
  • Die AVG-Entsorgungskosten für Straßenkehricht sinken gegenüber dem Vorjahr insgesamt um rund 134.000 Euro. Zum einen sinken die Entsorgungskosten je Tonne um 4,50 Euro. Zum anderen sinkt auch die Kehrichtmenge gegenüber dem Vorjahr um 780 Tonnen von 5.200 Tonnen auf 4.420 Tonnen.      
  • In der Kalkulation ist eine Gebührenüberdeckung aus 2019 berücksichtigt. Dadurch ergibt sich eine Gebührenminderung um rund 131.000 Euro (Überdeckung Vorjahr rund 118.000 Euro).       
  • Die Frontmeter sinken gegenüber dem Vorjahr um rund 40.000 Meter beziehungsweise 0,48 Prozent.  

Bei den Straßenreinigungsgebühren wurde der Leistungsumfang in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Die Reinigung von Mittelalleen, Radwegen, Sicherheitsstreifen an Fahrbahnen sowie von Straßenbegleitgrün und Wildkrautentfernung wird über Straßenreinigungsgebühren finanziert.  

Zu den Straßenreinigungsgebühren im Einzelnen

Die Änderungen je Frontmeter pro Jahr 2021 betragen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr): 

  • Hauptstraßen: 2,85 Euro (2,83 Euro), 
  • Hauptstraßen mit niveaugleichem Gehwegausbau: 9,16 Euro (9,12 Euro),
  • Anliegerstraßen: 4,62 Euro (4,58 Euro), 
  • Anliegerstraßen mit niveaugleichem Gehwegausbau: 11,03 Euro (10,94 Euro), 
  • Gehwege: 6,81 Euro (6,78 Euro) und – Fußgängergeschäftsstraßen: 9,17 Euro (9,11 Euro).       

Hier einige Beispielrechnungen zu den Erhöhungen der Gebühren 2021:

Ausgehend von dem Mindestbehältervolumen für Restmüll von 20 Liter pro Person und Woche (bei einem Vier-Personen-Haushalt also eine 80-Liter-Restmülltonne) zahlt eine vierköpfige Familie: 

  • für den Teilservice 383,42 Euro (gegenüber 376,54 Euro in 2020) und 
  • für den Vollservice 450,73 Euro (gegenüber 443,39 Euro in 2020). Die Mehrbelastungen pro Familie für das Jahr 2021 betragen somit 6,88 Euro (Teilservice) beziehungsweise 7,34 Euro (Vollservice). 

Ausgehend von einem Grundstück mit 15 Frontmetern an einer Hauptstraße ohne niveaugleichen Gehwegausbau und mit 15 Metern Gehweg (die Anzahl der Bewohner ist hier nicht relevant) beträgt die Straßenreinigungsgebühr 144,90 Euro für 2021 als Summe von 42,75 Euro für die Fahrbahn und 102,15 Euro für den Gehweg (gegenüber 144,15 Euro für 2020). Die Mehrbelastung für das Jahr 2021 beträgt somit 0,75 Euro für das gesamte Grundstück. 

Ausgehend von den beiden vorgenannten Beispielen verändern sich die summierten Gebühren für Straßenreinigung und Abfallentsorgung für eine vierköpfige Familie von – 520,69 Euro (Teilservice) und 587,54 Euro (Vollservice) in 2020 auf 528,32 Euro (Teilservice) und 595,63 Euro (Vollservice) in 2021.

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Jürgen Müllenberg)

Leider wird in diesem Jahr das „Sommerfest im Winter“, welches das Männer-Quartett „Frohsinn“ in den letzten Jahren als ein kleiner Weihnachtsmarkt Köln rund um die alte Dorfschule in Immendorf veranstaltet hat, in diesem Jahr aufgrund der Corona Verordnungen und der daraus resultierenden Bestimmungen nicht stattfinden. Der Chor aus dem Kölner Süden bedauert dies sehr, da zum einen wichtige Einnahmen zur Finanzierung des Vereins wegfallen zum anderen, und das trifft alle Immendorfer besonders, weil damit eine wichtige, in den letzten Jahren etablierte Möglichkeit der Begegnung im Dorf entfällt. Um zumindest den finanziellen Schaden für den Chor in Grenzen zu halten, hat sich der Verein dazu entschlossen zumindest den beliebten Weihnachtsbaumverkauf stattfinden zu lassen. Am Samstag, den 12. Dezember stehen in der Zeit von 15 bis 19 Uhr frische Nordmanntannen aus dem Sauerland zum Verkauf. Natürlich wird der Verkauf unter der Beachtung aller gültigen Corona Regeln stattfinden. Der Zugang zum Hof der Alten Schule erfolgt ausschließlich über den Eingang Godorfer Straße, der Ausgang ist über die Berzdorfer Straße geregelt. Auf dem gesamten Gelände gilt natürlich eine Maskenpflicht und es stehen ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Sie sich ihren Weihnachtsbaum bei unserem Verein aussuchen würden und damit unseren Chor auch in diesem Jahr unterstützen.

(Text:Männer-Quartett „Frohsinn“)

••• Musikalischer Adventskalender •••

Jeden Wochentag um 18.00 Uhr erschallt für
10 Minuten aus dem Kopfgebäude am Maternusplatz
ein kleiner musikalischer Gruß.

Jeden Tag wechselne Künstler
(z.B. 15.12. Stefan Knittler / 22.12. Ludmilla)

Ein Event der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen.

Für den beginnenden Advent hat sich das Team des Bürgerhauses Stollwerck in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen: Die komplette Südfassade des Gebäudes wird als Adventskalender gestaltet und beleuchtet. Den Startschuss für diese Aktion gibt Bezirksbürgermeister Andreas Hupke am Montag, 30. November 2020, gegen 19 Uhr.
Das Bürgerhaus Stollwerck ist eines der größten Bürgerzentren in Deutschland. Jährlich nutzen mehr als 150.000 Menschen die Angebote des Hauses, die von pädagogischen Programmen für alle Altersgruppen über Theater und Comedy bis hin zu Konzerten reichen. Darüber hinaus werden Räumlichkeiten für unterschiedliche Anlässe wie beispielsweise Seminare, Feierlichkeiten, Sport- und Tanzkurse oder politische und gesellschaftliche Veranstaltungen angeboten.

Für das Bürgerhaus Stollwerck war das Jahr 2020 das wohl schwierigste in seiner fast 35- jährigen Geschichte. Nach einer kompletten Schließung im März konnte das Haus im Mai 2020 seine Pforten teilweise wieder öffnen. Die Besucherzahlen mussten dabei stark reduziert werden, um den Anforderungen der Situation, die durch das Corona-Virus entstanden ist, gerecht zu werden.

„Trotz der herausfordernden Bedingungen hielt das Team des Bürgerhauses weiterhin ein attraktives Angebot aufrecht, unterstützte Partnerinnen und Partner bestmöglich bei der Suche nach alternativen Lösungen und wurde so dem sozialen Auftrag für die Stadtgesellschaft gerecht“, sagt Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Umwelt, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln.

Viele Menschen, die die unterschiedlichen Angebote des Bürgerhauses Stollwerck in den letzten Jahren wahrgenommen haben, hielten der Einrichtung auch in dem nun zu Ende gehenden Jahr der Pandemie die Treue. Dafür möchten sich alle Mitarbeitenden zusammen mit dem Förderverein des Bürgerhauses bedanken. Mit der als Adventskalender gestalteten Fassade möchte das Team für alle, die in der Südstadt leben, etwas Licht in die dunkle Jahreszeit bringen.

Darüber hinaus soll durch die vielen bunten Fenster, die die Vielfalt der hier ein- und ausgehenden Menschen widerspiegeln, auch ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gesetzt werden. Eine große Feier zum Start der Aktion ist aufgrund der derzeitigen Pandemie-Lage leider nicht möglich. Die Beschäftigten und der Förderverein des Bürgerhauses Stollwerck würden sich jedoch freuen, wenn im Dezember möglichst viele Menschen den Weg in die Südstadt finden, um sich selbst ein Bild von der Aktion zu machen. Vom Trude-Herr-Park hat man einen guten Blick auf die beleuchtete Fassade und den Weihnachtsbaum, der ebenfalls vom Förderverein gestiftet wurde.

(Text:Julia Reinhardt)