Die KVB hat die Aufgabe, ihre Fahrgäste sicher, pünktlich und komfortabel ans Ziel zu bringen. Dies soll auch in den Wintermonaten gewährleistet werden. Dafür ist die KVB wieder gut aufgestellt: Die verschiedenen Maßnahmen des Winterdienstes sollen dazu beitragen, den Betrieb auch bei Eis und Schnee sicher zu stellen. Das Konzept entspricht demjenigen der vergangenen Jahre. Wegen der milden Winter konnten keine weitergehenden Erfahrungen gesammelt werden, so dass keine Notwendigkeit bestand, die Strategie zu verändern.
Im Winterdienst der KVB gelten, dem amtlichen Wetterbericht des Deutschen Wetterdienstes folgend, vom 1. November bis zum 15. April vier Winterdienststufen:
Stufe 0: Keine Maßnahmen erforderlich.
Stufe 1: Rufbereitschaft der KVB ist aktiviert (Winterdienstpläne mit 100 Mitarbeitern sind erstellt).
Stufe 2: Die Mitarbeiter der Rufbereitschaft gehen entsprechend des Einsatzplanes in ihren Winterdiensteinsatz.
Stufe 3: Bei extremen Witterungsverhältnissen gehen mindestens 100 Mitarbeiter verschiedener KVB- Fachbereiche zusätzlich in den Wintereinsatz.
Um die Verfügbarkeit der Betriebsanlagen so weit wie möglich sicherzustellen, gelten folgende Prioritäten:
In den Betriebshöfen und Abstellanlagen werden die Fahrwege für die Ausfahrt der Busse und Stadtbahnen sowie Zuwege und angrenzende Bürgersteige umgehend geräumt, damit die Linienfahrzeuge der KVB eingesetzt werden können.
Die Streckengleise werden mit hoher Priorität fahrbereit gehalten. Bei Vereisungsgefahr der Schienen und Oberleitungen durch Temperaturen um den Gefrierpunkt und hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel oder Regen sowie bei starkem Schneefall werden auch in den nächtlichen Betriebspausen Fahrten mit Stadtbahnen auf allen Strecken durchgeführt. Mit diesen sogenannten Bügelfahrten, bei denen der Stromabnehmerbügel die vereisungsgefährdeten kalten Oberleitungen durch Reibung und Stromfluss erhitzt, wird eine verstärkte Eisbildung verhindert.
Aus Sicherheitsgründen wird das Räumen des Fahrweges ausschließlich von Mitarbeitern ausgeführt, die ganzjährig maßgeblich mit der Instandhaltung der Gleisanlagen betraut sind.

Die Stadtbahnhaltestellen werden umgehend geräumt, um den Kunden einen möglichst sicheren Zugang zu den Stadtbahnen zu ermöglichen. Bei der höchsten Stufe 3 wird das zusätzliche Personal aus weiteren Fachbereichen der KVB vor allem zur Bahnsteigräumung eingesetzt. In der Vergangenheit haben sich viele Mitarbeiter freiwillig für diese Dienste gemeldet. Die Bushaltestellen werden nach der Satzung der Stadt Köln geräumt. Die AWB übernimmt die Räumarbeit an allen Bushaltestellen. Zur Aufrechterhaltung der Mobilitätskette werden die Zufahrten und Fahrgassen in den 26 P&R-Anlagen in KVB-Zuständigkeit so weit wie möglich befahrbar gehalten.
Aufgabe der Leitstelle
Sobald die Leitstelle erkennt, dass Maßnahmen im Rahmen des Winterdienstes notwendig werden, informiert sie den zuständigen Ingenieur vom Dienst. Dieser informiert den in den Winterdienstplänen zugewiesenen Schichtführer. Dieser kann auf Daten eines von der KVB aufgebauten Netzes von Wettermessstationen sowie den täglichen Wetterbericht zurückgreifen. Die Stationen erfassen Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge und Temperatur. Die Übermittlung der Daten läuft automatisch. Der Schichtführer für den Winterdienst übernimmt die Zusammenführung der Informationen und die Einleitung der jeweils nötigen Maßnahmen. Ein täglich benannter Ingenieur vom Dienst startet oder beendet in Abstimmung mit der Leitstelle die Winterdiensteinsätze.
Gefahr durch Vereisung
Wenn sich Schnee oder Schneewasser in den Rillen der Schienen sammeln oder Schneematsch auf Kreuzungen durch Kraftfahrzeuge in die Schienen und Weichen gepresst wird, wächst die Gefahr, dass selbst die tonnenschweren Stadtbahnen die sich dort bildende Eisschicht nicht mehr herausdrücken können. Damit drohen Entgleisungen. Das Personal der KVB ist für solche Extrembedingungen geschult. Gefährliche Streckenabschnitte sollen nur nach augenscheinlicher Überprüfung auf massive Vereisung im Rillenbereich befahren werden. Gegebenenfalls halten die Fahrerinnen und Fahrer vor den betroffenen Abschnitten an, steigen aus und versuchen die Gefahrensituationen eigenhändig zu beseitigen. Die Sicherheit der Kunden hat in solchen Situationen absoluten Vorrang vor der ansonsten gewünschten Fahr- plantreue.
Sobald bei den Fahrern vor Ort jedoch Zweifel an der Befahrbarkeit des nachfolgenden Gleisabschnittes bestehen, gilt der Grundsatz, dass aus Sicherheitsgründen eine Weiterfahrt nur nach Anweisungen durch die Leitstelle erfolgen darf.
Winter-Materialien
Um auch bei einem extremen Wintereinbruch wie im Winter 2010/2011 sofort und über einen längeren Zeitraum handlungsfähig zu sein, hatte die KVB bereits in den vergangenen Jahren vorgesorgt und die Materialvorhaltung ausgebaut. Auf die gleiche Logistik greift die KVB auch in diesem Jahr zurück.
Im Betriebshof West in Braunsfeld und in der Hauptwerkstatt in Weidenpesch lagern insgesamt 120 Tonnen Salz als Sackware. Zusätzlich sind 17 Tonnen einsatznah auf der Strecke in Containern deponiert. Sollte es notwendig sein, kann der Bestand nennenswert aufgestockt werden.
Zudem befinden sich 3 Salz-Silos ebenfalls über das ganze Stadtgebiet verteilt: ein Silo in der Hauptwerkstatt in Weidenpesch und zwei Silos auf dem Gelände des Straßenbahn-Museums in Thielenbruch. Das Fassungsvermögen beträgt pro Silo 30 Tonnen.
Insgesamt 9 Winteranhänger, unter anderem bestückt mit Motorschneefräsen zum schnellen und effektiven Räumen der Haltestellen, stehen zur Verfügung. Der Maschinenpark umfasst zudem 15 Motorbesen mit Schneebürsten, zehn Schneefräsen, einen Radlader mit großer Reinigungsbürste, sowie einen Unimog mit Schneebürste oder Schneepflug mit Räumschild plus Streuaufsatz.
Die Mitarbeiter verfügen über Streu- und Räumungspläne, in denen unter anderem farbliche Markierungen auf einen Blick zeigen, was es zu räumen gilt. Im Wintereinsatz setzt die KVB nicht nur eigene Kräfte ein. In festgelegten Bereichen wird die KVB auch durch Fremdpersonal unterstützt, das bei normalen Wetterbedingungen die übliche Reinigung von Haltestellen und Fahrzeugen vornimmt.
Dach-Schneewaagen
Auch die Werkstätten sind für einen reibungslosen Betrieb im Winter sehr wichtig. Um die Werkstätten immer arbeitsfähig zu halten, hat die KVB vier Schneewaagen zur Messung von Schneemassen auf den Dächern der Werkstätten in Braunsfeld, Niehl, Merheim sowie auf dem Museumsdach in Thielenbruch im Einsatz.
Die Anlagen geben über eine Anzeige Auskunft über die aktuelle Schneemasse pro Quadratmeter und ermöglichen auf diese Weise eine zeitnahe Beurteilung, wann Dächer von Schnee geräumt werden müssen. Bei Überschreiten eines voreingestellten Grenzwertes wird zur Sicherheit ein Voralarm ausgelöst. Es steht dann genügend Zeit zur Verfügung, die Dächer auf der jeweiligen Liegenschaft zu räumen. Die Räumung wird mit Hilfe von Fremdfirmen durchgeführt und garantiert so, dass auch der Werkstattbetrieb keine ungewollte Unterbrechung erfährt.
(Text: Pressestelle KVB-map-)

Die Cologne Fail Days gehen an den Start – bereits zum zweiten Mal und diesmal digital vom 30. November bis zum 9. Dezember 2020. Hier können sich Studienzweifler und Studienabbrecher informieren und alternative Wege aufzeigen lassen. Organisiert werden die Cologne Fail Daysvon der Initiative „umsteigen“, die seit 2015 gemeinsam mit der Stadt Köln, Arbeitsmarktexperten, dem Studierendenwerk und den Hochschulen Studierende unterstützt und berät.

Das Programm:

Montag, 30. November 2020: „Cologne Fail Night digital“ ab 18 Uhr auf dem Youtube-Channel cologne-faildays mit Interviews, Erfolgsgeschichten, Poetry Slam und Verlosung

Mittwoch, 2. Dezember 2020.: „Fuckup Nights University of Cologne – Student Edition“(digital) der Universität zu Köln

Donnerstag, 3. Dezember 2020: Veranstaltung „Neustart digital“ der Technischen Hochschule Köln

Montag, 7. Dezember, bis Mittwoch, 9. Dezember 2020: Unternehmensbesuche und Kennenlern-Angebote digital (unter anderen Ford, Deutsche Bahn, Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln, Böhm Elektrobau, Croozer GmbH, etc.)

Die Stadt Köln, die Kölner Hochschulen und alle Arbeitsmarktexperten sind mit im Boot, ebenso viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, die sich und ihre (Ausbildungs-) Angebote im Live Chatund auf dem Youtube-Kanal vorstellen (der Live Chat ist buchbar über die Internetseite www.cologne-faildays.de). Denn viele Betriebe und Institutionen stellen gerne Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher ein, da sie deren Vorkenntnisse und Kompetenzen schätzen.

Scheitern gehört zum Leben und bedeutet nicht den Untergang,

betont Sigrid Gramm von der Arbeitsmarktförderung der Stadt Köln.

Genau das wollen wir mit den vielfältigen Angeboten bei den Cologne Fail Days aufzeigen. Ob Studienfachwechsel oder Ausbildung: Ein Neustart ist immer möglich.

Weitere Informationen zu Cologne Fail Days; weitere Informationen zu Umsteigen

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Sabine Wotzlaw)

Mehr als 210.000 Einsätze im Jahr 2019

Die Feuerwehrkräfte und Rettungsdienstkräfte der Feuerwehr Köln absolvierten im Jahr 2019 mehr als 210.000 Einsätze – ein erneutes Rekordjahr und ein Anstieg um 1.910 Einsätze. Während die Brandeinsätze dabei weiter zurückgingen, nahmen die Zahlen im Rettungsdienst kontinuierlich zu. Bemerkenswert ist auch die Steigerung der Notrufzahlen, die im Vergleich zu 2018 um mehr als acht Prozent auf 379.918 angewachsen sind.

Allein im Rettungsdienst rückten die Kräfte zu 194.806 Einsätzen aus – im Vorjahr waren es noch 191.311 Einsätze,

sagt Dr. Christian Miller, Leiter der Feuerwehr Köln zur Veröffentlichung des Jahresberichts. Der Trend der steigenden Einsatzzahlen im Rettungsdienst setzte sich damit auch 2019 fort. Zu Bränden wurde die Feuerwehr 2.051 Mal alarmiert, dabei wurden 119 Menschen gerettet. Gesunken sind erstmals wieder die Zahlen der Fehlalarmierungen von 6.437 im Jahr 2018 auf 5.741 im Jahr 2019.  

978-mal lösten im Jahr 2019 Heimrauchmelder aus (2018: 888). Rund ein Drittel der Einsätze war dabei auf angebranntes Essen zurückzuführen. Wie wichtig Heimrauchmelder sind, zeigen zwölf Feuer mit Menschenrettung, sieben Wohnungsbrände und 88 Zimmerbrände, die dadurch frühzeitig erkannt wurden. Insgesamt wurden 900 Menschen im Jahr 2019 durch die Feuerwehr gerettet.

Täglich sorgen rund 3.200 hauptamtliche und ehrenamtliche Feuerwehrangehörige für die Sicherheit Kölns,

fasst Miller zusammen.

Ob auf den Feuer- und Rettungswachen, in der Verwaltung, der Direktion oder in der Freiwilligen Feuerwehr.

An einem normalen Tag bearbeiten die Mitarbeitenden rund 1.000 Notrufe, 23 Technische Hilfeleistungen, sieben Brände, mehr als 500 Einsätze im Rettungsdienst und eine Telefonreanimation.

Eine beeindruckende Leistung, die mich als Leiter der Feuerwehr mit Stolz erfüllt,

so Miller.

Ohne unsere Mitarbeitenden und Mitglieder wäre die Feuerwehr Köln nicht das, was sie ist: Eine moderne, leistungsstarke Einheit, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr für den Schutz der Kölnerinnen und Kölner sorgt.

Jahresbericht der Feuerwehr 2019 PDF, 11340 kb

(Text:
Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbei/Robert Baumanns)

Oberbürgermeisterin Reker ehrt kölsches Original mit Eintrag ins Gästebuch

Ludwig Sebus 95. Geburtstag
© Stadt Köln Henriette Reker und Ludwig Sebus beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Köln

Ludwig Sebus feierte am 5. September 2020 seinen 95. Geburtstag. Der Krätzchensänger, Komponist und Texter ist seit den frühen 1950er Jahren eine prägende Persönlichkeit des Kölner Karnevals und des kölnischen Brauchtums insgesamt. Den ersten Hit hatte der gelernte technische Kaufmann Sebus 1954 / 55 mit „Jede Stein in Kölle es e Stöck vun deer“. Oberbürgermeisterin Henriette Reker ehrte Ludwig Sebus nun mit einem Eintrag ins Gästebuch der Stadt Köln.  

Für mich sind Sie ein Menschenfreund durch und durch. Ihre Gabe für Dichtung, Humor und Unterhaltung haben Sie zum Wohle unserer Stadtgesellschaft eingesetzt

Wer glücklich sein will, muss andere glücklich machen – das haben Sie einmal gesagt. Ich kann mir vorstellen, dass Sie als Soldat und Kriegsgefangener oft die Erfahrung gemacht haben, dass ein Lachen, ein Lied oder eine Melodie der Seele oft wohler tut als 1.000 gutgemeinte Worte. Und Sie haben in diesen Jahren sicherlich ebenfalls gespürt, welches Glück es bedeutet, im Herzen stets seine Heimat mitzutragen,

sagte die Oberbürgermeisterin am vergangenen Dienstag bei der Zeremonie im kleinsten Rahmen im Hansasaal des Historischen Rathauses.

In den herausfordernden Zeiten einer Pandemie brauchen wir etwas für unser Herz und unsere kölsche Seele. Oder mit anderen Worten: Wir brauchen dieser Tage eine große Portion Ludwig Sebus!

Ludwig Sebus berichtete von den Schrecken der Kämpfe in Russland, wohin er, gerade 18 Jahre alt, vom Nazi-Regime geschickt worden war, und wo er bis 1949 in Kriegsgefangenschaft ausharren musste.

Wenn man diesen Krieg erlebt hat, wenn man Hunger und Krankheit erlebt hat und jeden Tag, jede Stunde damit rechnen musste, der nächste zu sein, der tot im Schützengraben liegt, dann weiß man, wie gut wir es heute haben. Ja, die Pandemie beschwert uns, ja, viele leiden und sind finanziell in Bedrängnis. Aber ich bin der Überzeugung, dass wir das überstehen werden. Ich danke dem Herrgott für jeden Tag – denn jeder Tag ist ein Geschenk. Ich möchte in keiner anderen Stadt leben als in Köln. Und so lange ich noch kann, will ich anderen Menschen Freude machen.

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Robert Baumanns)

Stadt Köln informiert:

Bildungseinrichtungen sollen so lange wie möglich aufrecht erhalten bleiben

Die Stadt Köln hat ein strukturiertes Risiko-Bewertungs-System entwickelt, mit dem Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine maximale Aufrechterhaltung der Bildungsinfrastrukturen Schule und Kitaermöglichen sollen.
Unser Ziel ist, dass die Schulen und Kitas dieser Stadt so lange wie möglich unter sicheren Rahmenbedingungen geöffnet bleiben, sagt Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport.
Mit dem COSCHUL-Konzept können wir die jeweils mildeste, mögliche Maßnahme ergreifen, um nicht pauschal ganze Klassen oder Kita-Gruppen nach Hause zu schicken. Schließungen dürfen nur das allerletzte Mittel sein.
Der Krisenstab der Stadt Köln hat mit dem vom Kölner Rettungsdienst und dem Gesundheitsamt gemeinsam entwickelten Konzept eine Gesamtstrategie beschlossen, die auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts aufbaut. Es beinhaltet:
  • Ein flankierendes, infektiologisches Begleit-Monitoring für die Kinder und Betreuenden, in deren Umfeld Indexfälle aufgetreten sind, ohne dass sie engere Kontaktpersonen sind;
  • Ein verbessertes Management der Index- und Kontaktpersonen durch besonders geschulte Kräfte;
  • Adaptierte Lüftungskonzepte;
  • Eine ärztliche Überwachung der Prozesse und Unterstützung bei konkreten Fragen.
Die bisherigen Bausteine zur Sicherstellung des Schulbetriebes und Kitabetriebes werden im Projekt ‚COSCHUL‘ um wesentliche Säulen ergänzt, was der Sicherstellung des Schul- und Kitabetriebes auch in Zeiten einer dynamischen Infektionsentwicklung dient, so Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes bei der Feuerwehr zur Funktionsweise des Konzepts.
Konkret funktioniert es so, dass die Informationen zu neu auftretenden Indexfällen mit dem Gesundheitsamt standardisiert abgestimmt und die Maßnahmen einheitlich umgesetzt werden. Es werden adaptierte Lüftungskonzepte erarbeitet und es wird ausgelotet, ob maschinelle (beispielsweise CO2 Ampeln) und innovative Filtersysteme (zum Beispiel Heparfilter) hierbei unterstützen können. Außerdem wird es ein infektiologisches Begleit-Monitoring geben, das den Beteiligten mehr Sicherheit geben wird und rasche Reaktionsmöglichkeiten gewährleistet. Für das Gesundheitsamt bedeutet dies, dass Personen mit positivem Testergebnis zunächst wie üblich als Indexfälle detektiert werden. Die dann folgende Ermittlung der Kontaktpersonen sowie deren Klassifizierung finden anschließend gemeinsam mit den Covid-Beauftragten der Schulen und Kitasstatt.
Wir ermitteln weiterhin Infektionsquellen, um ihre Kontakte zu unterbrechen. Wenn wir darüber hinaus dann Kontaktpersonen der Kategorie 1 in die häusliche Quarantäne schicken und die übrigen Kinder direkt getestet werden, können diese in ihren Klassen und Kitagruppen verbleiben. Wir erwarten, dass eine verzahnte Zusammenarbeit mit den Covid-Beauftragten unsere Prozesse und Abläufe verbessern wird,so Dr. Johannes Nießen, Leiter des städtischen Gesundheitsamts.
Die Testung erfolgt künftig in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Auf diese Art und Weise kann der Betrieb auch bei Auftreten von Indexfällen weitestgehend erhalten bleiben. Die Schulen und Kitas sollen den entwickelten COVid19-Score nicht zur Selbstanwendung an die Hand bekommen, sondern COVid19- Beauftragte werden vor Ort tätig werden. Für den Start des Projektes müssen zunächst die erforderliche Personalauswahl erfolgen und die Stellenbesetzungen vorgenommen werden. (Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Stadt Köln informiert:

Auf weiteren Straßen in Lindenthal und der Innenstadt hat das Fahrrad Vorfahrt

Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung richtet in Lindenthal und der Innenstadt ab dieser Woche insgesamt fünf weitere Fahrradstraßen ein. Neben der Fahrradstraßenbeschilderung werden in sämtlichen Straßen zur Verdeutlichung Piktogramme aufgebracht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund zwei Wochen. Folgende Straßen und Straßenabschnitte werden kurzfristig zu Fahrradstraßen:
  • Eifelwall und Vorgebirgswall im Abschnitt zwischen Volksgarten und Luxemburger Straße (rund 600 Meter)
  • Nebenfahrbahn der Universitätsstraßeim Abschnitt zwischen Clarenbachstraße und Gottfried-Keller-Straße (rund 150 Meter)
  • Weyertal und Arnulfstraße im Abschnitt zwischen Luxemburger Straße und Bachemer Straße (rund 1,4 Kilometer)
Eifelwall/Vorgebirgswall Wegen seiner Bedeutung für den Radverkehr wurde der Abschnitt zwischen Volksgarten und Luxemburger Straße in den Radverkehrskonzepten Innenstadt und Lindenthal als Fahrradstraße definiert. Beide Straßen sind Bestandteil einer stark frequentierten Hauptroute zwischen der südlichen Innenstadt und dem Kölner Westen. Auch für den Kölner Radlernachwuchs stellen der Eifel- und Vorgebirgswall wichtige Verbindungen dar, da sich die Michaeli-Schule und der Waldorfkindergarten im unmittelbaren Umfeld befinden. Im Vorgriff auf die Einrichtung der Fahrradstraße wurde der Eifelwall zwischen Rudolf-Amelunxen-Straße und Höninger Weg bereits im April 2020 im Anschluss an Sanierungsarbeiten an einer Bahnbrücke dauerhaft für den Kfz-Verkehr gesperrt. Für den Abschnitt Vorgebirgswall sowie für die Einfahrt von der Luxemburger Straße in den Eifelwall gilt „Anlieger frei“, das heißt, lediglich Anlieger mit Kfz dürfen den Straßenabschnitt befahren. Nebenfahrbahn Universitätsstraße Die Nebenfahrbahn Universitätsstraße stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil im Kölner Radverkehrsnetz dar. Zum einen dient die Straße der Erschließung der Universität, zum anderen erfüllt sie eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen Ehrenfeld und Lindenthal. Darüber hinaus treffen mit den Lindenthaler Kanälen und der Fahrradstraße „Clarenbachstraße“ weitere stark frequentierte Fahrradachsen auf die Nebenfahrbahn der Universitätsstraße. Um die in Fahrradstraßen zu erfüllenden Mindestbreiten herstellen zu können, wurden im Bereich des Clarenbachkanals sechs Stellplätze umgewandelt. Auch in dieser Fahrradstraße gilt zukünftig „Anlieger frei“, das heißt, lediglich Anlieger mit Kfz dürfen den Straßenabschnitt befahren. Weyertal/Arnulfstraße Auch die Achse Weyertal/Arnulfstraße stellte eine wichtige Verbindungsfunktion für Radfahrende dar, insbesondere auch für Schülerinnen und Schüler. Beide Straßen können weiterhin von Kraftfahrzeugen befahren werden. Die Stadt Köln lädt aus Anlass der Einrichtung dieser beiden Fahrradstraßen zeitnah zu einem Pressetermin ein. Fahrradstraßen im Stadtbezirk Lindenthal Im Stadtbezirk Lindenthal wurden bislang sieben Fahrradstraßen eingerichtet:
  • Berlin-Kölnische-Allee
  • Clarenbachstraße
  • Herbert-Lewin-Straße
  • Lotharstraße
  • Rautenstrauchstraße
  • Richard-Strauss-Straße
  • Weyerstraßerweg
Fahrradstraße – was ist das? Eine Fahrradstraße ist eine Radfahrerinnen und Radfahrern vorbehaltene Straße. Sie haben hier Vorrang und dürfen nebeneinander fahren. Andere Fahrzeuge dürfen die Straße nur dann benutzen, wenn es durch ein Zusatzschild erlaubt wird. Autos und Motorräder müssen sich dem Tempo des Radverkehrs anpassen und besondere Rücksicht nehmen. Als Höchstgeschwindigkeit gilt Tempo 30. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Fahrradstraßen werden dort eingerichtet, wo der Radverkehr die dominierende Verkehrsart ist oder die Straße an einer Hauptroute des Radverkehrs liegt. (Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Ob Waldspaziergang, Pilze sammeln, Zugvogelschwärme bestaunen oder den Garten winterfest machen: Gerade lockt uns der Herbst in die Natur. Auch Igel, Fledermaus, Marienkäfer und Co. sind unterwegs – sie suchen jetzt Winterquartiere im Garten und rund ums Haus. Wer diesen und anderen Tieren einen Unterschlupf bieten möchte, lässt Laub am besten in Haufen liegen und hält Schlupflöcher an Fassaden offen. So machen Sie es diesen Tieren gemütlich: www.nabu.de

Ihr Meisterbetrieb – seit über 55 Jahren im Kölner Süden

Wir beraten Sie umfassend und kompetent bei der Wahl Ihres Fußbodenbelags. Durch unsere langjährige Erfahrung, sind wir in der Lage neu und alt zu verbinden. Wir leben und lieben unser Handwerk und können eine Vielzahl von Stammkunden unser eigen nennen, denn unser Ziel ist Zufriedenheit.

Wir sind ein Fachunternehmen für kompletten Neugestaltungen, Klein- und Großflächen Verlegungen, so wie Ihr Berater für Wärmeböden, Privat- und Gewerbeböden und Praxisbelägen.

Bekannt sind wir für die Aufarbeitung von bestehenden Bodenbelägen, das Verlegen von Parkett und Dielen. In der Gestaltung von Bodenbelägen eröffnen sich vielerlei Möglichkeiten, Kombinationen und Ansichten- Wir sind gerne Ihr Fachunternehmen wenn es um Kompetenz, Vertrauen und ehrliche Arbeit geht.

 

Bodenbeläge können klassisch/elegant, hochmodern bis hin zu einer ganz natürlichen Gestaltung bieten. Je nach Holzfarbe, Produkt und Ware können die unterschiedlichsten Eindrücke erzeugt werden, die Möglichkeiten sind unbegrenzt!

Holzarten und Farben bestimmen die Raumstimmung.

Jede Holzart gibt es in verschiedensten Holzsortierungen. So ist es möglich ein besonders elegantes Gesamtbild zu erzeugen oder Rustikal die Natürlichkeit von Parkett und Dielen hervorzuheben.

Parkett-Dielen sind ein warmes und sauberes Material. Dazu bietet Holz einen Vorteil, dass Holz niemals so stark auskühlt, wie es beispielsweise Stein oder Vinylboden. Dadurch bietet Holz ein sehr viel angenehmeres, barfuß Gefühl. Neben der schöneren Optik und der Steigerung des Wohlbefindens ist ein Parkett aber auch noch ein hygienischer Wohngegenstand, der aus Schutz geölt ist. Die verschiedene Holzart wie Buche, Eiche, Ahorn, Kiefer, aber auch Kork, Kirsche und Bambus stehen in den unterschiedlichsten Farben zur Verfügung. Da Holz meist Natur geölt wird, ist er in der Lage Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen. Nach einer zeitweisen Speicherung gibt Holz Feuchtigkeit wieder an die Umgebung ab, ohne selbst Schaden zu nehmen. Dieser Prozess heißt Hygroskopie und wird in heutigen Zeiten immer wichtiger. Durch die hygroskopischen Eigenschaften des Holzes ist es möglich das Raumklima erheblich aufzuwerten, ein schöneres Wohngefühl zu erschaffen und eine lange Lebensdauer zu ermöglichen. Daher wird ein solcher Fußbodenbelag besonders für Wohnungen mit einer Zentralheizung empfohlen. Dielenböden oder großflächiges Parkettverlegung: Schiffsboden, Stabparkett, Landhausdielen und selbst Terrassendielen für außen bieten viele Varianten für ein schönes Heim oder Gewerbe. Das gilt für Fertigparkett ebenso wie vom Meisterbetrieb gelegtes Schlossparkett, die gute alte Landhausdiele oder andere Holzböden. Holz ist über viele Jahren schon eins der beliebtesten Beläge und unsere große Leidenschaft.

Wir verlegen, schleifen und pflegen als Fullservice Dienstleister Ihre Böden.

Rufen Sie uns an, wir kommen gerne

Weitere Informationen unter http://www.prinzliche-bodenbelaege.de

Ein schöner Panther bleibt ein schöner Panther.
Kennt Ihr das? Ihr entdeckt ein Bild, findet es spannend und wollt die Stelle finden, wo es entstanden ist? Ihr habt einen Hinweis, fahrt hin, sucht falsch, findet nichts und kehrt wieder um? Es lässt Euch keine Ruhe, Ehr lest weiter nach, sucht genauer in Karten, geht die Wege in Gedanken ab und fahrt nochmal hin? Dann findet ihr den Ort, macht ein Bild, findet dann aber keine Information, um etwas darüber zu erzählen? Albtraum für Kölschgänger.
So ging es mir mit diesem Panther. Ich hatte ein Bild gesehen und wurde neugierig. Das war 2016. 2017 machte ich dann mein erstes Bild. Darüber erzählen konnte ich wenig, „Fritz Behn um 1920“. Daraus mach selbst ich keinen Beitrag.
 
2019… …suche ich für ein anderes Thema und schmökere in einem Buch und da ist er wieder, der Panther.
 
Das Buch habe ich schon oft in der Hand gehabt, um griffige Anhaltspunkte zu verschiedenen Themen zu finden. Zum Panther weiß es zu berichten, dass er aus Bronze ist und nun fast ein Jahrhundert an seinem Platz steht, etwas versteckt. Wer weiß, wo er sich befindet, muss darüber lächeln, wer ihn sucht, wie ich, weiß was ich meine.
Fritz Behn, der Künstler, ist am 16. Juni 1878 in Lübeck geboren und am 26. Januar 1970 in München gestorben. Er gilt als einer wichtigsten Tierbildhauer des 20. Jahrhunderts.
Der Panther wirkt so lebensecht, dass ich denke, dass ich ihn mir einfach selbst angucken wollte. Nur, wie hat Behn das gemacht? Seine Vorgehensweise deckt sich da nicht mehr mit der dem heutigen Selbstverständnis im Umgang mit unsere Natur: er war Großwildjäger und hat die Tiere schlicht erschossen und Gipsabdrücke gefertigt. Schwer zu verdauen, oder?
Man muss auch festhalten, dass er hinter der deutschen Kolonialpolitik stand, demokratische Strukturen ablehnte und früh, in den 1920’er Jahren, Mitglied der NSDAP war. 1945 hat ihn genau das sein Amt als Direktor der „Akademie bildender Künste“ in Wien gekostet und er konnte seitdem nur noch als freischaffender Künstler arbeiten.
 
Das Buch merkt an, dass in Köln noch mehr Kunstwerke von ihm stehen, sich aber offensichtlich hier noch niemand damit auseinandergesetzt hat, ob das für uns auch in Ordnung ist.
Ich denke, viele werden jetzt hier sagen, „Nein, natürlich nicht!“. Aus unserer heutigen Sicht stimme ich dem zu. Es ist auch meine Meinung. Nur, das Tier ist tot, in Gips gegossen und als Skulptur ewig für uns da. Ich bin beim Autoren des Buches, der anmerkt, eine Tafel, die über Herkunft des Panthers informiert, sei wichtig. Er hat uns etwas zu sagen und diese Chance sollten wir nutzen, wenn er schon sterben musste.
 
Von welchem Buch ich hier immer rede? „Rodenkirchen und mehr…“ von Ralf Reglin, erschienen im Ralf Reglin-Verlag, ISBN 978-3-930620-73-9. Ein Kölschgänger, schon bevor es den Kölschgänger gab.
Und wo der Panther überhaupt steht? Das verrate ich hier nicht. Gebt Euch gern Tipps oder stöbert auf unserer Seite im Netz. Dort, auf der Übersichtskarte werdet Ihr ihn finden.
 
Ich finde, es lohnt sich, denn: ein schöner Panther bleibt ein schöner Panther.
 

Michael

Ene schöne Panther bliev ene schöne Panther.
Kennt Ehr dat? Ehr endeckt e Beld, fingt et spannend un wollt die Stell finge, wo et entstande es? Ehr hat ene Hinwies, faht hin, sökt falsch, fingt nix un kehrt widder öm? Et lööt Üch kein Rauh, Ehr lest wigger noh, sökt genauer, goht die Wäge en Gedanke av un faht noch ens hin? Dann fingt ehr dä Oot, maht e Beld, fingt dann ävver kein Information, öm jet drüvver zo verzälle? Albdraum för Kölschgänger.
Su ging et mir met däm Panther. Ich hatt e Beld gesinn un woodt neugierig. Dat wor 2016. 2017 maht ich dann mi eesch Beld. Drüvver verzälle kunnt ich winnig, „Fritz Behn um 1920“. Dodrus maache selvs ich keine Beidrag.
2019… …söke ich för e ander Thema un schmökere en enem Boch un do es hä widder, dä Panther.
Dat Boch han ich ald öfters en der Hand gehatt,

öm greffige Aanhaldspunkte för ungerschiedliche Theme ze finge. Zom Panther weiß et zo bereechte, dat hä us Bronze es un no fass ei Johrhundert an singem Plaatz steiht, jet verstoche. Wä weiß, wo hä sich befingk, muss drüvver griemele, wä in sök, wie ich, weiß wat ich meine.
Der Fritz Behn, der Künsler, es am 16. Juni 1878 en Lübeck gebore un am 26. Januar 1970 en Münche gestorve. Hä gild als eine vun de wichtigste Dierbeldhauer vum 20. Johrhundert.
Dä Panther wirk su levvensech, dat ich denke, dat ich en mer einfach selvs beluure wollt. Nor, wie hät der Behn dat gemaht? Wie hä vürgegange es, deck sich do nit mih met dä Aat un Wies, wie mer hügg met unser Natur ömgeiht: hä wor Großweldjäger un hät die Diercher einfach erschosse un Gipsavdröck gemaht. Schwer zo verdaue, oder?
Mer muss och fasshalde, dat hä hinger der deutsche Kolonialpolitik stundt, demokratische Strukture avlähne dät un fröh, en de 1920’er Johre, Metgleed vun der NSDAP wor. 1945 hät in genau dat si Amp als Direktor vun der „Akademie bildender Künste“ en Wien gekoss un hä kunnt zickdäm nor noch als freischaffende Künsler arbeide.
Dat Boch merk aan, dat en Kölle noch mih Kunswerke vun im stonn, sich ävver offensechtlich hee noch keiner domet usenandergesatz hät, ov dat och en Oodnung es.
Ich denke, vill weede jetz hee sage „Nä, natörlich nit!“. Us uns hüggiger Seech stemme ich däm zo. Et es och ming Meinung. Nor, dat Dier es dud, en Gips gegosse un als Skulptur iwig för uns do. Ich ben däm Autor vun däm Boch singer Aansich, dä aanmerk, en Tafel, die üvver de Herkunf vun däm Panther informeet, wör wichtig. Hä hät uns jet ze sage un die Chance sollte mer nötze, wann hä ald sterve moot.
Vun wat för enem Boch ich hee luuter schwaaqde? „Rodenkirchen und mehr…“ vum Ralf Reglin, erschiene em Ralf Reglin-Verlag, ISBN 978-3-930620-73-9. Ene Kölschgänger, ald bevür et der Kölschgänger gov.
Un wo dä Panther üvverhaup steiht? Dat verrode ich hee nit. Gevvt Üch gään Tipps ov stöbert op unser Sigg em Netz. Do, op der Üvversichskaat wäädt Ehr en finge.
Ich finge, et lohnt sich, dann: ene schöne Panther bliev ene schöne Panther. 

Mechel

Möchten Sie noch mehr von den Kölschgängern lesen ? Bei uns gibt es noch viele andere schöne Berichte …. einfach Kölschgänger in die Suchmaschine eingeben oder gleich die Seite der Kölschgänger gehen.

H.A. Schult ist ja ein Künstler. Ich selbst bin ja oft bei dem Gedanken „Das sollt Kunst sein?“. Aber gut, Kunst, da bin ich ein Banause. Kurt Sol, der auf Kos fröhlich seine Bilder malt und Kurse gibt, fragte mich zu seinem Bild „Was siehst Du denn darin?“. Ich sagte „Das ist für mich ein Partyabend.“ Er nickte, nahm das Bild, stellte es zurück und sagte „Denk nochmal darüber nach.“. Das muss ich vorwegschicken.

In Köln verfolgen mich eben Flügelautos, Müllhäuser und Müllmenschen. Und dann hat er auch noch eine Muse, Elke Koska, die vor Jahren aus der gemeinsamen Wohnung in der Deutzer Brücke ausgezogen ist. Also ich habe „nur“ eine Frau und es gibt Orte, da könnte ich niemals ausziehen, weil ich nie eingezogen wäre. Mein Leben ist einfach zu sehr das eines Spießbürgers. Und das meine ich nicht negativ. Bürger mit Spießen in der Hand, waren der Grund, weswegen kein Feind je über die Kölner Zinnen kam.

Das erste Mal, wie ich H.A. Schult wahrgenommen habe, fuhr ich gerade mit meinem roten Nissan-Micra über die Severinsbrücke. Das war 1996. Da prangte plötzlich da oben diese bunte Neon-Weltkugel. Jeder Kontinent leuchtet in einer anderen Farbe und ein Männlein steht auf ihr. Irre albern fand ich das.

Mir erklärt man, dass es ein Zeichen ist, dass Köln Menschen integriert und dass Köln eine weltoffene Stadt ist. Ja, nun, na und? Köln, Menschen kommen, Menschen gehen, Menschen bleiben. Alles ist im Fluss, in ständiger Bewegung. Nichts bleibt, wie es ist. Das ist hier Grundgesetz seit Anbeginn dieser Stadt. Römer, Ubier, Merowinger, Franken, Franzosen und Preußen ließen sich hier nieder. Holländer, Engländer, Friesen und noch viel mehr kamen, um zu handeln oder suchten Schutz.

Erzkatholisch, diese Stadt. Aha. Den Anfang machten aber Odin und Thor, Jupiter und Mars. Darf man mal nicht vergessen. Neben den ganzen christlichen Gruppen, leben hier jetzt Juden, Moslems, Hindus, Buddhisten und eine Bahá’i-Gemeinde, von der ich mal gehört habe. Bei dem ganzen bunten Haufen fallen die Atheisten schon gar nicht mehr auf. Am Ende wollen alle lachen und Kölsch trinken.

Köln und nicht weltoffen? Selbstverständlich ging und geht es hier nicht immer friedlich zu. Nach meiner Beobachtung immer dann, wenn jemand stehen bleibt, die Bewegung ganz aufhalten will, anstatt mitzuschwimmen und die Richtung als Teil des Ganzen mitzubestimmen. Oft genug stellen wir hier Persönlichkeiten vor, die mit der harten Konfrontation berühmt wurden. Hatten sie jemals dauerhaften Erfolg? Ich glaube nicht. Es dauert nur meist sehr lange, bis sich das Misstrauen legt und man wieder menschlich miteinander umgeht. Wem hat das am Ende je genutzt?

Und über diesen Ganzen schillert seit 1996 diese Weltkugel. Der Rat erlaubte den Standort auf der Severinsbrücke bis zum 1. Mai 2000 und bestand auch konsequent auf den Abbau. H.A. Schult zankte sich und kämpfte mit der Stadt. Er drohte, aus der Stadt auszuziehen, wenn die Kugel wegkäme. Am 15. Oktober 2000 wurde ein russischer Transporthubschrauber angemietet, der die tonnenschwere Last bewegen konnte. Die Kugel wurde auf dem Dach der DEVK, gegenüber dem Zoo, platziert. Ein akzeptabler Mittelweg für den Künstler. Sie steht ein wenig am Rande, aber von der Zoobrücke her, kann man sie gut sehen. Ob wir ihn wohl so lieb haben, dass wir ihn nicht gehen lassen wollen?

Mittlerweile habe ich auch eine Meinung, was H.A. Schult mit der Kugel sagen möchte, die ja in dunkelster Nacht am hellsten leuchtet. Sollte der russische Hubschrauber gerade einfach mal wieder vorbeikommen und die Weltkugel auf das Rathaus setzen? Nur für ein paar Monate?

Michael

Der H.A. Schult es jo ene Künsler. Ich selvs denke jo off „Dat soll Kuns sin?“. Ävver god, Kuns, do ben ich ene Banause. Der Kurt Sol, der op Kos löstig singe Belder molt un Lihrgäng gitt, frogte mich zo singem Beld „Wat sühs Do dann dodren?“. Ich saht „Dat es för mich ene Partyovend.“ Hä nickte, nohm et Beld, stallt et zoröck un saht „Denk noch ens dorüvver noh.“. Dat muss ich vürm Tex sage.

En Kölle verfolge mich evvens Flügelautos, Müllhüüser und Müllminsche. Un dann hät hä och noch en Mus, et Elke Koska, die vür Johre us der gemeinsame Wonnung en der Düxer Bröck usgetrocke es. Also ich han „nor“ en Frau un et gitt Oote, do künnt ich nie ustrecke, weil ich nie engetrocke wör. Mi Levve es einfach zo sehr dat vum Spießbürger. Un dat mein ich nit bös. Bürger mit Speeße en der Hand, wore der Grund, weswäge keine Feind je üvver de Kölsche Zinne kom.

Et eeschte Mol, wie ich der H.A. Schult metgekräge han, wor ich met mingem rude Nissan-Micra üvver de Vringsbröck am fahre. Dat wor 1996. Da wor op eimol do bovve die bunte Neon-Weltkugel. Jeder Kontinent leuch en einer andere Färv un e Männche steiht op ehr. Ärg jeck fung ich dat.

Mir verklört mer, dat et e Zeiche es, dat Kölle Minsche integreet un dat Kölle en weltoffene Stadt es. Jo, no, no un? Kölle, Minsche kumme, Minsche gonn, Minsche blieve. Alles es em Fluss, luuter en Bewägung. Nix bliev, wie et es. Dat es he Grundgesetz zick Aanfang vun der Stadt selvs. Römer, Ubier, Merowinger, Franke, Franzuse un Preuße leete sich hee nidder. Holländer, Engländer, Freese un noch vill mih kome, för ze handele ov soke Schotz.

Ääzkatollisch, die Stadt. Aha. Der Aanfang mahte ävver der Odin un der Thor, der Jupiter un der Mars. Darf mer ens nit vergesse. Nevve de ganze chressliche Schmölzche, levve hee Jude, Moslems, Hindus, Buddhiste un en Bahá’i-Gemeinde. Bei däm ganze bunte Haufe falle de Atheisste ald gar nit mih op. Am Engk wolle alle laache un Kölsch drinke.

Kölle un nit weltoffe? Selvsverständlich ging un geiht et hee nit luuter friddlich zo. Noh minger Beobachtung luuter dann, wann einer stonn bliev, die Bewägung ganz ophalde well, statt metzeschwemme un die Richtung als Deil vum Ganze metzebestemme. Off genog stelle mer hee Persönlichkeite vür, die mem hadde Strigg bekannt gewoode sin. Hatte die je beständige Erfolg? Ich gläuv nit. Et duurt nor miets ärg lang, bes sich et Meßtraue läg un mer widder minschlich ungerein es. Wäm hatt dat am Engk je genötz?

Un üvver däm Ganze schillert zick 1996 die Weltkugel. Der Rod erlaubte der Standoot op der Vringsbröck bes zum 1. Mai 2000 un bestundt och konsequent op der Avbau. Der H.A Schult zänkte sich un kämfte met der Stadt. Hä drohte, us der Stadt uszetrekke, wann die Kugel fottköm. Am 15. Oktober 2000 woodt ene russische Transporthubschrauber aangemeedt, dä die tonneschwere Lass bewäge kunnt. Die Kugel woodt om Daach vun der DEVK, gägeüvver vum Zolonische Gaade, platzeet. Ene akzeptabele Meddelwäg för dä Künsler. Se steiht e winnig am Rand, ävver vun der Zoobrück her, kann mer se god sinn. Ov mer en wall esu leev han, dat mer en nit gonn looße wolle?

Meddlerwiel han ich och en Meinung, wat der H.A. Schult met der Kugel sage mööch, die jo am hellste leuch, wann et dunkelste Naach es. Sollt der russische Hubschrauber grad einfach ens widder vürbeikumme un die Weltkugel op et Rodhuus setze? Nor för e paar Monate?

Mechel

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