Immer mehr Menschen fühlen sich in unserer schnelllebigen und leistungsorientierten Gesellschaft innerlich leer, traurig oder überfordert. Begriffe wie Depressionen, seelische Belastung, emotionaler Schmerz oder Burn-out begegnen uns heute häufiger denn je. Trotz des äußeren Lächelns, das viele täglich zeigen, sieht es im Inneren oft ganz anders aus: Die Seele leidet – leise, ungesehen, unverstanden. Lange Zeit galten Gefühle wie Traurigkeit, Angst oder Überforderung als Schwäche. Man sollte „funktionieren“, stark sein, durchhalten. Emotionen wurden weggeredet, weggecoacht oder gar als unprofessionell abgetan. Doch die Seele hat ein Recht auf Gefühle – und es ist ein Zeichen von innerer Stärke, diese Gefühle zuzulassen und ernst zu nehmen.

Psychische Belastung ist kein Tabu – sondern menschlich

Die Herausforderungen unserer Zeit – globale Krisen, wirtschaftlicher Druck, soziale Isolation, Verluste und persönliche Umbrüche – hinterlassen Spuren. Es ist völlig normal, dass solche Ereignisse das innere Gleichgewicht ins Wanken bringen. Ob nach einem Trauerfall, bei Ängsten vor der Zukunft oder in Phasen der Einsamkeit: Unsere psychische Gesundheit verdient Aufmerksamkeit und Fürsorge. Wer dauerhaft unter seelischem Druck steht, sollte nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Gespräch mit einem Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiater oder einem Heilpraktiker für Psychotherapie kann enorm entlasten. Denn nicht alles heilt von allein – und niemand muss alles allein schaffen. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, etwas für sich selbst zu tun. Den eigenen Gefühlen Raum zu geben. Denn ein neues Jahr kann auch neue Vorsätze realisieren.

Nach dem Startschuss am 11.11. steigt in Köln wieder das Karnevalsfieber – die Lust auf Feiern ist überall spürbar. Doch in diesem Jahr zeichnet sich ein besonderer Trend ab: Immer mehr Karnevalisten wollen im eigenen Veedel feiern. Der Grund liegt auf der Hand: Im Veedel sind die Preise fair, die Taxikosten überschaubar und die Stimmung vertraut herzlich. Wenn sich Nachbarn, Freunde und Bekannte zusammentun, entsteht genau das, was Karneval eigentlich ausmacht: gemeinsames Feiern mit Menschen, die man kennt und mag. Ein schönes Beispiel sind die Zelt-Sitzungsreihe in Sürth, die Kindersitzung, die Mädchensitzung und die gemischte Sitzung. Jede für sich ist ein voller Erfolg. So ist es auch bei den Veranstaltungen der Gesellschaften in den Schulen, wenn aus Turnhallen der Sitzungssaal wird. Diese sind großartig und echtes Heimatgefühl. Die Seniorensitzung, die Kindersitzung, und die gemischten Veedels-Sitzungen sind demnach schnell ausverkauft und oft mit Erbkarten bestückt. Was immer mehr kommt, sind Partys und Sitzungen in unseren Brauhäusern und großen Gaststätten, wo in dieser Session Tolles geplant ist. Hier zeigt sich: Karneval im Veedel ist nicht nur näher, sondern auch authentischer, konfliktfreier und oft schöner als in der Stadt. Denn großartige Künstler kommen auch in die Vororte, und eins ist hier auch klar: Krawall, Dreck und Kotzende sowie Wildpinkler haben wir eigentlich nicht. Denn hier bleibt man nun mal unter sich und hält das Dorf schandfleckfrei.

Jeder von uns kennt diese Momente: Das Leben stellt uns vor Herausforderungen, die unsere körperliche und seelische Gesundheit auf die Probe stellen. In solchen Zeiten fühlen wir uns manchmal erschöpft, überfordert oder ohne Energie. Doch es gibt eine gute Nachricht: Resilienz, also unsere innere Widerstandskraft. Diese ist nicht angeboren, kann aber gelernt, trainiert und immer wieder gestärkt werden. Resilienz bedeutet, Krisen nicht nur zu meistern, sondern an ihnen zu wachsen, neue Energie zu tanken und mit mehr Freude und Gelassenheit durchs Leben zu gehen. Und genau das kannst du – Schritt für Schritt, in deinem ganz eigenen Tempo.
Unterstützung für Eltern bei Nestwärme e. V.
Besonders Eltern stehen oft unter hohem Druck. Deshalb bietet Nestwärme e. V. eine wertvolle und meist kostenlose Unterstützung an – liebevoll, praxisnah und häufig auch online. Hier geht es nicht darum, dich zu verändern oder zu optimieren. Es geht einzig und allein um dich: darum, dass du für dich selbst sorgst, deine Ressourcen stärkst und neue Kraft schöpfst. Zum Beispiel mit Careyoo – dem Programm für mehr Selbstfürsorge.
Ein besonderes Angebot von Nestwärme e. V.: Das Programm hilft dir, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, achtsamer mit dir selbst umzugehen und innere Stärke aufzubauen. So findest du mehr Balance im Alltag – und schaffst die Basis für ein glücklicheres Familienleben. Und das ist noch lange nicht alles: Auf der Webseite von Nestwärme e. V. warten viele weitere Angebote, die dich auf deinem Weg zu mehr Resilienz, Gelassenheit und Lebensfreude begleiten. Schau einmal auf www.nestwaerme.org

Sturzprophylaxe – Bleiben Sie standhaft!
Echte Profis: Mareike Boy ist Dipl.-Sportwissenschaftlerin für Rehabilitation und Prävention bietet am 15.1. von 15:30 – 17 Uhr im Mietercafé der Kölner Baugenossenschaft Bliesheimerstr. 3-7 in Raderthal eine kostenlose Veranstaltung mit gezielten Übungen für Balance und Stabilität, um die Beweglichkeit zu stärken und Stürzen effektiv vorzubeugen. Das sorgt für mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im täglichen Leben. Die Veranstaltung ist kostenfrei, doch eine Spende freut immer.

Anträge für 2026 können ab sofort online gestellt werden

Ab sofort können wieder Anträge zu den beiden Förderprogrammen „Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen in Köln“ und „Photovoltaik – klimafreundliches Arbeiten in Köln“ gestellt werden. Für das Jahr 2026 stehen insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung.

In den aktuellen Programmen sind Förderpauschalen von bis zu 10.000 Euro möglich. Gefördert werden Steckersolargeräte, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Das gilt für Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie für Gebäude von gemeinnützigen Organisationen. Zusätzlich sind Photovoltaikanlagen und Steckersolargeräte im Geltungsgebiet der Kölner Kleingartenordnung (KGO) förderfähig. Die aktuellen Programme laufen, vorbehaltlich der gesamtstädtischen Haushaltslage, bis 31. Dezember 2026, sofern die Mittel nicht vorzeitig ausgeschöpft sind.

Detaillierte Informationen zu den Förderprogrammen sowie der Zugang zum Online-Antragsverfahren sind verfügbar unter: www.stadt-koeln.de/photovoltaik.

(Text:PI/Stadt Köln/Sabine Wotzlaw)

Aus dem Blog von www.sld.de

Die meisten kennen mich, ThomasLoosen, als den Mann, der seit Jahren nicht müde wird, über IT‑Security zu sprechen. Ich tue das nicht, weil mir das Thema besonderen Spaß macht, sondern weil ich täglich sehe, wie schlecht viele Unternehmen tatsächlich geschützt sind und wie groß die Lücke zwischen Selbst­wahr­nehmung und Realität ist.

Vor drei Monaten stand ich deshalb gemeinsam mit dem Verfassungsschutz vor einem Saal voller Geschäftsführer. Die Präsentation war eindrucksvoll, das Publikum alarmiert – und danach passierte: nichts. Klassisches Vogel‑Strauß‑Manöver. Genau aus diesem Grund möchte ich heute ein sehr konkretes Beispiel schildern, bei dem wir – Schönsee Loosen Datentechnik  – zusammen mit unserem Partner Barracuda einen Kunden buchstäblich vor der Insolvenz bewahrt haben.

Vorab: Es betrifft nicht nur Großunternehmen – auch Kleinstbetriebe stehen im Fadenkreuz derselben Angreifer.

High‑EndEndpoint‑Protection inkl. SOC – warum dies ein Muss ist

Wir hatten dem Kunden monatelang geraten, eine High‑End Endpoint‑Protection mit angebundenem Barracuda‑SOC einzuführen. Die Antwort war immer dieselbe: „Klingt sinnvoll, aber bisher ist ja noch nie etwas passiert. Dafür will ich kein Geld ausgeben.“

Dann passierte es. Eine Ransomware‑Gruppe hatte bereits unbemerkt zwei Server und ein altes Administratorkonto übernommen. Der potenzielle Schaden lag bei über zehn Millionen Euro – allein an Produktions‑ und Ausfallkosten. Eine Cyber‑Versicherung gab es nicht. Wäre der Angriff durchgekommen, hätte das Unternehmen schlicht keine Zukunft mehr gehabt.

Glück im Unglück: Unser Basis­monitoring registrierte erste Auffälligkeiten, noch bevor die Angreifer ihren Verschlüsselungs­schalter umlegen konnten. In einer Nacht‑und‑Nebel‑Aktion rollten wir gemeinsam mit dem Barracuda‑SOC die komplette XDR‑Suite aus – Schutz für Endgeräte, Server, Netzwerk und Microsoft 365. Als die Täter zurückkehrten, prallten sie an einer lückenlos über­wachten Umgebung ab. Ergebnis: null Euro Schaden. Die IT des Kunden läuft bis heute einwandfrei – und das für unter 20 000 Euro Schutzbudget pro Jahr bei mehreren Hundert Systemen.

Was genau geschah 

Wochen vor dem XDR‑Rollout hatten die Angreifer über ein schwaches Passwort Zugriff erlangt, „Schläfer‑Programme“ abgelegt und sich dann zurückgezogen. Am Stichtag, um 08:33 Uhr, legten sie eine neue geplante Aufgabe an – für uns das untrügliche Signal, dass jetzt entweder verschlüsselt oder Daten ausgespäht werden sollten.

Wir isolierten die betroffenen Rechner augenblicklich, blockierten die Command‑&‑Control‑IP an der Firewall und ließen sämtliche bösartigen Dateien automatisch quarantänieren. Damit war der Angriff praktisch beendet: keine Verschlüsselung, keine Lösegeldforderung, kein Produktions­ausfall. Der Kunde bemerkte davon nichts; wir hingegen verbrachten etliche Nacht‑ und Wochenend­schichten, um genau das sicherzustellen.

Vier Lektionen für Entscheider

Erstens: Thema bekannt? Falls nicht, ist jetzt der Zeitpunkt, sich damit auseinander­zusetzen – nicht später.

Zweitens: Kosten sind relativ. Ein Tages­umsatz oder ein Monat Schutz? Stellen Sie realistische Ausfall­beträge den monatlichen Kosten für professionelle Abwehr gegenüber.

Drittens: Zeit ist alles. In der Cyber‑Abwehr entscheiden Minuten. Wer erst reagiert, wenn das Backup (falls überhaupt intakt) eingespielt werden muss, hat schon verloren.

Und viertens: Partnerschaft schlägt Einzelkämpfer. Kunde, Schönsee Loosen Datentechnik und Barracuda‑SOC arbeiteten mit klaren Rollen, kurzen Wegen und ohne Reibungsverluste – genau das machte den Unterschied.

Ihr nächster Schritt

Prüfen Sie, ob Ihr Monitoring wirklich rund um die Uhr besetzt ist. Lassen Sie alte Admin‑Konten konsequent ausmustern und Passwörter auditieren. Und rechnen Sie ehrlich durch, was ein Tag Stillstand in Ihrem Unternehmen kostet – dagegen wirkt ein Schutz überraschend günstig.

Sie wollen wissen, wo Sie stehen? Schreiben Sie an support@sld.de. Wir analysieren Ihre Lage unverbindlich und zeigen Ihnen – pragmatisch, direkt und ohne Schönrederei – wie Ihr Unternehmen in dieselbe Schutzklasse kommt.

(Text: Thomas Loosen)

Museumsdienst startet neues Projekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Werte

Seit 2021 ist der Museumsdienst Köln mit dem mobilen Ausstellungsformat „museenkoeln IN DER BOX“ in Kölner Stadtteilen unterwegs. Mit Objekten, Repliken und Fotografien lud die Ausstellung „Wohnen in Köln“ in Workshops, Führungen und offenen Formaten zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema ein. Bis Ende 2024 nahmen rund 90 Gruppen aus elf Kölner Stadtteilen an dem Projekt teil. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sowie die aufgebauten Netzwerke fließen nun in die zweite Auflage des erfolgreichen Vermittlungsformates ein.

Mit Unterstützung des Kölner Logistikdienstleisters Hasenkamp realisiert der Museumsdienst Köln ab Frühjahr 2026 eine neue mobile Ausstellung zum Thema „gemeinsame Werte“. Dabei stehen aktuelle zentrale gesellschaftliche Fragen im Mittelpunkt: Was ist für uns als Gesellschaft wertvoll und schützenswert? Welche Werte teilen wir – und wie können wir sie bewahren und verteidigen? Wie üben wir Toleranz und was ist das überhaupt?

Ab Frühjahr 2026 kommt der Museumsdienst Köln mit der neuen mobilen Ausstellung in verschiedene Kölner Stadtteile. Gemeinsam mit Vertreter*innen unterschiedlicher Communities werden dort Workshopsdurchgeführt. Ziel des Projektes ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Bereitschaft jedes Einzelnen zu fördern, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.

Die Firma Hasenkamp mit ihrem Unternehmensmotto „Wir transportieren Werte“ unterstützt das Projekt sowohl finanziell als auch mit Transportdienstleistungen. Bildung und die Förderung junger Menschen sind fest im unternehmerischen Selbstverständnis verankert.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt „Wert-voll: Wie Werte uns verbinden“ richtet sich an alle Altersgruppen – von Kindern und Jugendlichen über Erwachsene bis hin zu Senior*innen.

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können unter anderem:

  • Kultur- und Bürgerzentren
  • Kindertagesstätten
  • Senior*inneneinrichtungen
  • weitere soziale Einrichtungen in Köln

Pro Stadtteil können zehn bis zwölf Gruppen mit jeweils bis zu 25 Personen teilnehmen. Ein besonderer Fokus liegt auf Menschen mit Migrationsgeschichte sowie auf Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften.

Die Ansprache erfolgt über bestehende Netzwerke, insbesondere über Sozialraumkoordinator*innen, Leiter*innen sozialer Einrichtungen sowie Gemeinden verschiedener Religionen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme 

  • Kooperation mit mindestens zwei weiteren Institutionen im Stadtteil (zum Beispiel Schulen, Jugend- oder Senior*innen-Einrichtungen)
  • Ausreichend Platz für den Aufbau der mobilen Ausstellung in einem abschließbaren Raum
  • Unterstützung des Projektes durch „Expert*innen vor Ort“

Kontakt

Julia Müller

Leitung Schulprogramme

E-Mail

museenkoeln IN DER BOX

Nach dem Grundsatz, nicht zu warten, bis Menschen ins Museum kommen, sondern sie in ihrer Lebenswirklichkeit aufzusuchen, baut der Museumsdienst Köln seit 2015 seine Outreach-Angebote kontinuierlich aus. Ziel ist es, ein diverses Publikum anzusprechen und einzuladen, gemeinsam das kulturelle Erbe der Stadt Köln zu entdecken.

„museenkoeln IN DER BOX“ bringt die Museen direkt in die Stadtteile: Eine mobile Ausstellung mit Objekten, Repliken, Fotografien sowie Mitmachstationen und kreativem Material ermöglicht vor Ort eine praxisnahe und dialogische Auseinandersetzung mit wechselnden gesellschaftlichen Themen.

(Text: PI/Stadt Köln/ Sabine Wotzlaw)

Fertigstellung der Gleisanlagen und Inbetriebnahme durch KVB für 2029 vorgesehen

Zum Stand der Baustelle der 3. Baustufe Nord-Süd Stadtbahn legt die Verwaltung dem Mobilitätsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 20. Januar 2026, eine Mitteilung vor. Nach aktuellem Stand werden die baulichen Maßnahmen für den Straßenbereich auf der Bonner Straße, anstatt wie bisher vorgesehen Ende 2027, voraussichtlich im Jahr 2028 bis auf Restarbeiten abgeschlossen sein. Die Fertigstellung der Gleisanlage und die Inbetriebnahme der Stadtbahn durch die KVBwird für 2029 angestrebt.

Die Arbeiten laufen in allen Bauabschnitten auf der Bonner Straße. So konnten im September 2025 die Gleistragplatten und Schienen an der Kreuzung Bonner Straße/Raderberggürtel eingebaut werden, die ersten Fahrleitungsmaste wurden aufgestellt und von den Asphaltarbeiten wurden inzwischen rund 20.000 Quadratmeter fertiggestellt. Von den insgesamt 263 Sinkkästen für die Straßenentwässerung sind bereits 235 Stück fertiggestellt und auch die Gas- und Wasserleitungen sind in großen Teilen bereits neu hergestellt.

Auf der Baustelle sind bisher 105.500 Tonnen Bodenmaterial abgefahren worden, was rund 4.220 LKW-Transporten entspricht. Während dieser Arbeiten zum Bodenaushub war es in den vergangenen zwei Jahren wiederholt zu Kampfmittelfunden gekommen. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Arbeiter und der Anliegenden verzögerten den Bauprozess erheblich.

(Text: Stadt Köln/PI/ Katja Reuter)

Elterntaxi Nein DANKE
Gerade in der dunkleren Jahreszeit greifen viele Eltern zum sogenannten Elterntaxi, um ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor das Schultor zu bringen. Was gut gemeint ist, schadet jedoch häufig mehr, als es hilft – sowohl den Kindern als auch dem gesamten Schulumfeld. Bewegung auf dem Schulweg fördert nämlich die Gesundheit, das Gemeinschaftsgefühl und die Konzentration. Kinder brauchen Bewegung – am besten an der frischen Luft. Wer den Schulweg zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zurücklegt, startet deutlich wacher und ausgeglichener in den Schultag. Der aktive Schulweg bietet nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch wichtige Sinneserfahrungen. Die Kinder erzählen sich unterwegs, was sie erlebt haben, sprechen über den bevorstehenden Tag und verarbeiten Schulinhalte ganz nebenbei im Gespräch.
Dazu stärkt der Schulweg die Selbstständigkeit und das Sozialverhalten. Ein regelmäßiger, eigenständig bewältigter Schulweg fördert nämlich die Selbstständigkeit, die Verkehrskompetenz und das zeitliche Planungsvermögen der Kinder. Wer morgens eigenverantwortlich losgeht, lernt, pünktlich zu sein. Gleichzeitig wird die morgendliche Stresssituation in vielen Familien entschärft. Dazu kommt es zu weniger Verkehr vor Schulen und bietet mehr Sicherheit für alle. Denn das tägliche Elterntaxi sorgt nicht nur für Verkehrschaos vor der Schule, sondern erhöht auch die Stausituation, den Stress und das Risiko von Unfällen. Sammelpunkte in der Nähe der Schule, an denen sich Kinder mit Freunden treffen und gemeinsam zur Schule laufen, sind eine sinnvolle Alternative. Solche Laufgemeinschaften entlasten den Verkehr und fördern den Gemeinschaftssinn. Auch werden wichtige Kindheitserinnerungen damit lebendig. Viele Erwachsene erinnern sich noch gut an ihren eigenen Schulweg – an Begegnungen, Gespräche und kleine Alltagsabenteuer. Der Schulweg ist mehr als nur eine Strecke: Er bedeutet Freiheit, Freundschaft und persönliche Entwicklung. Deshalb unterstützen immer mehr Schulen Initiativen wie „Treff dich mit Freunden“, die Kinder zur gemeinsamen, sicheren und selbstständigen Fortbewegung motivieren. Wer sein Kind jeden Morgen mit dem Auto bis vor die Schule fährt, nimmt ihm wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Stattdessen lohnt es sich, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad aktiv zu gestalten – am besten mit Freundinnen und Freunden. Das bringt nicht nur mehr Bewegung in den Alltag, sondern auch mehr Ruhe ins Klassenzimmer. Die ersten 10.000 Schritte und Worte sind dann nämlich schon erledigt – und das wirkt wahre Wunder.