Wenn man im Schatten einer Kirche wohnt, beginnt man mit der Zeit, genauer hinzuschauen. Man bemerkt, wie viele Menschen aller Hautfarben, Altersschichten und ganz unterschiedlicher Art leise durch die Tür huschen – manchmal nur für einen Moment, manchmal mit einem sichtbaren stillen Anliegen im Herzen. Manche kommen regelmäßig, andere nur dann, wenn etwas auf der Seele liegt oder besonders wichtig erscheint. Ein Kerzchen wird meist entzündet, ein Gedanke dagelassen, oft ein Gebet gesprochen und ein Atemzug lang innegehalten und manchmal sogar etwas ins Buch geschrieben, damit der Pfarrer dieses aufnimmt. Was mich immer wieder überrascht: Fast nie ist man allein dort. Mir ist aufgefallen, dass es früher anders war. Die Kirche wirkte alt, leerer, stiller – nicht nur räumlich, sondern auch im Gefühl. Heute frage ich mich, ob diese Veränderung etwas mit der Entwicklung unserer Welt zu tun hat. Oder vielleicht damit, dass Menschen wieder stärker nach Hoffnung suchen, nach einem Ort, der trägt, wenn vieles unsicher geworden ist. Was mich besonders berührt: Die Menschen, die kommen, werden spürbar jünger. Wo früher vor allem ein höheres Durchschnittsalter zu sehen war, begegnen mir heute immer mehr junge Menschen, die den Weg in die Kirche finden. Suchend, offen, manchmal vorsichtig – aber da. Und ebenso fällt mir auf, wie viele Eltern mit ihren kleinen Kindern die Gottesdienste besuchen und das Gemeindeleben bereichern. Kinderhände, die Kerzen bestaunen, leises Flüstern, ein bisschen Unruhe erzeugen und zugleich so viel Neugier mitbringen. Es wirkt, als würde sich etwas neu verbinden: Generationen, Hoffnungen, Fragen. Vielleicht ist es genau das: ein leises Zurückfinden. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus Bedürfnis. Nicht laut, nicht fordernd – sondern still, menschlich und voller Sehnsucht nach Sinn und Trost.

Gesundheitsamt der Stadt Köln gibt Tipps zur Eindämmung

Die Asiatische Tigermücke konnte im vergangenen Jahr in vier Kölner Stadteilen nachgewiesen werden. In den kommenden Monaten ist wieder mit einem Auftreten von Tigermücken in Köln zu rechnen. Die ersten Tigermücken schlüpfen meist im Frühjahr aus Überwinterungseiern, wenn die Temperaturen steigen. Außerdem können Tigermücken über den privaten und geschäftlichen Reiseverkehr sowie Gütertransporte nach Deutschland gelangen. Grundsätzlich begünstigen die immer milderen Winter die Ansiedlung der ursprünglich aus Südostasien stammenden Tigermücke. Das Insekt konnte sich in den vergangenen 30 Jahren weltweit verbreiten und ist auch in Europa aufgrund der klimatischen Bedingungen, bisher hauptsächlich im Mittelmeergebiet, aber auch in einigen Regionen in Deutschland, heimisch geworden.

Maßnahmen zur Eindämmung der Tigermücke
Der beste Schutz ist, mögliche Brutstätten auf dem eigenen Grundstück zu beseitigen. Mit folgenden Maßnahmen können Kölner*innen einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen:

Wasseransammlungen zum Beispiel in Blumentopfuntersetzern, Eimern oder Gießkannen einmal pro Woche ausleeren.
Gießkannen, Eimer und Blumenkübel oder andere Gegenstände, in denen sich Wasser ansammeln kann, umdrehen, abdecken oder geschützt vor Regen lagern, sodass sich kein Regenwasser ansammeln kann.
Bei einem Befall die Wasserbehälter leeren und gründlich mit heißem Wasser (mindestens 60 Grad Celsius) und kräftigem Abschrubben reinigen.
Wasserstellen sind für viele Tiere überlebenswichtig. Sie sollten jedoch von Anfang April bis Anfang Oktober mindestens einmal pro Woche gereinigt und neu befüllt werden.
Regenrinnen regelmäßig von Laub und Schmutz befreien, damit Wasser ablaufen kann.
Alle Öffnungen (etwa Regentonnen) mit einem engmaschigen Mückennetz oder Deckel lückenlos verschließen.
Wenn als Brutstätten erkannte Wasseransammlungen in Gebieten mit nachgewiesenen Tigermücken nicht beseitigt werden können, können die verbliebenen Brutmöglichkeiten 14-täglich mit Bti-Tabletten behandelt werden. Diese Tabletten beinhalten einen Eiweißstoff, der nur für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist.

Besondere Merkmale der Asiatischen Tigermücke
Mit einer Größe von drei bis acht Millimetern ist die Asiatische Tigermücke kleiner als andere Mückenarten. Das Insekt hat ein auffälliges Schwarz-Weiß-Muster am ganzen Körper und eine markante weiß-silbrige Linie, die mittig über Kopf und Rücken verläuft. Auffällig ist auch, dass das hinterste Beinpaar mit weißer Spitze („weiße Schuhe“) endet. Trotz dieser Merkmale kann die Tigermücke leicht mit heimischen Mückenarten verwechselt werden. Es handelt sich um eine sehr stechfreudige Mücke, die nicht nur in der Dämmerung, sondern bevorzugt tagsüber aktiv ist. Das kann zu einer starken Belästigung beim Aufenthalt im Freien führen.

Gesundheitsrisiken
Die Beschwerden nach einem Stich durch die Tigermücke unterscheiden sich nicht von anderen Mückenstichen (Rötung, Schwellung, Juckreiz). Die Asiatische Tigermücke kann jedoch Virusinfektionen wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich. Um die Krankheitserreger zu übertragen, muss die Mücke zunächst einen infizierten Menschen stechen. Die durch diese Viren verursachten Infektionen werden regelmäßig bei Reiserückkehrenden aus betroffenen Gebieten festgestellt. Zu einer lokalen Übertragung dieser Viren in Deutschland ist es noch nicht gekommen, jedoch steigt das Risiko mit der Verbreitung der Tigermücke.

Meldung von Verdachtsfällen
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln bittet alle Kölner*innen, Funde der Tigermücke zu melden. Auffällige Mücken können an den Mückenatlas gesendet werden, damit dort eine Bestimmung vorgenommen werden kann. Hinweise zur Verpackung und zum Versand von Tigermücken gibt es auf der Internetseite: www.mueckenatlas.com

Ergänzend zum Versand an den Mückenatlas können Bürger*innen ein Foto der Mücke per E-Mail an tigermuecke@stadt-koeln.de einsenden.

Weitere Informationen zur Asiatischen Tigermücke und eine interaktive Karte, in der betroffene Kölner Gebiete markiert werden, sind verfügbar unter: Die Asiatische Tigermücke

(Text.PI/Stadt Köln/Katja Reuter) 

Gerne würden wir in der Philippus-Gemeinde gemeinsam mit dem Stadtteilverein @raderbergundthal wieder Public-Viewing bei der Fussball-WM 2026 anbieten. Aktuell fehlen aber noch Helfende. Zunächst geht es nur um die Spiele am 14., 20. und 25. Juni.

Helfen bedeutet ca. eine Stunde vor dem Spiel mit aufbauen, während des Spiels Getränke und Snacks verkaufen und anschließend beim Aufräumen helfen. Das Aufräumen geht zumeist schnell.
Wer Lust hat, gerne bei holger.geissler@ekir.de melden.

Laufende Nase, juckende Augen, Niesattacken: Für viele Menschen hat die Pollensaison in diesem Jahr deutlich früher begonnen als sonst. Besonders Allergiker bekommen das verstärkt mit, dass der Pollenflug bereits begonnen hat. Der altbekannte Heuschnupfen kommt nämlich gerne von heute auf morgen. Das Aufblühen der Pflanzen und damit die Verbreitung des Blütenstaubs durch den Wind belasten Allergiker oft schwer. Lästige Symptome sind dann zu bewältigen: Tränende Augen, laufende Nase, Niesen, auch Husten und Hautreizungen sind nicht unüblich. Der Heuschnupfen hat aber noch weitere unangenehme Eigenschaften, die von Jahr zu Jahr schlimmer werden. Sind Pollen einmal mit den Schleimhäuten, der Nase und den Atemwegen in Kontakt gekommen, setzen diese Proteine frei, die eine Abwehrreaktion des Körpers bewirken und das Immunsystem schwächen. Das kann sich bis in den Oktober hinziehen. Spezielle Pollenflugkalender im Internet geben hervorragenden Aufschluss und sind immer auf dem aktuellen Stand, das sollte man sich einmal anschauen .

„Kölsche Fimmatinée“, So., den 14. Juni um 11:30 Uhr im Odeon-Kino
wir zeigen den Film von Lovorka Perić-Hassler

„Optische Schreie – Die Geschichte des Aachener Wandmalers Klaus Paier“
Karten zu 12,- Euro(erm. 10,- Euro)
täglich unter 0221 31 31 10 oder an der Kinokasse, Odeon. Severinstrasse 81, 50678 Köln
oder über die Website des Odeon Kino Köln 

In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde Aachen oft durch geheimnisvolle Wandgemälde aufgerüttelt, die soziale und politische Themen wie Ausgrenzung, fragwürdige Bildungspolitik, Faschismus oder die Gefahr eines Atomkriegs aufgriffen. Die Wandmalereien standen dabei in direktem räumlichen Bezug zu ihrem Umfeld. Von der Stadtverwaltung als Schmierereien abgetan und schnell entfernt, wurden sie von der progressiven Kunstszene gefeiert. Der anonyme Aachener Wandmaler erhielt für seine Werke den Neuen Preis des Neuen Aachener Kunstvereins, bei dessen Verleihung seine Identität schließlich enthüllt wurde. Mittlerweile stehen drei seiner Wandgemälde unter Denkmalschutz, was eine Besonderheit ist und die Wahrnehmung von Street Art in Deutschland nachhaltig verändert hat. Dieser Dokumentarfilm von der Autorin Lovorka Peric-Hassler folgt den Spuren von Klaus Paier, dem Pionier der Street Art in Deutschland, aber auch dem Echo seines Werks auf die Gesellschaft in Aachen und Köln in den letzten Jahrzehnten. Er basiert auf Interviews mit Zeitzeugen, Kunsthistorikern und seinen Freunden sowie auf Archivmaterial, Skizzen und Fotografien. „Optische Schreie: Die Geschichte des Aachener Wandmalers“ ist ein Film über Kunst, Widerstand und die Frage: Wem gehört der öffentliche Raum

Besitzer des Hochbunkers in der Elsaßstrasse ist der Bund und dieser lies das Wandbild von Klaus Paier mehrfach übermalen.
auf der Hauswand des Bunkers sprechen. Der Künstler Klaus Paier erinnert mit seinem Bild 1990 an die Ergeinisse vom 3. März 1933, als SA-Truppen durch die Elsaßstraße zogen.
Auf einer Gedenktafel ein paar Häuser weiter wird beschrieben, wie die Bewohner*innen der Elsaßstraße, die als „Hochburg der Kommunisten“ galt, die Nationalsozialisten mit allem, was sie zu Hause finden konnten, bewarfen. Etwa mit Pflanzen, Flaschen, Mülltonnen und anderen Gegenständen, woraufhin 70 Menschen festgenommen wurden.
Das Graffiti am Hochbunker zeigt eine Frau, wie sie eine Pflanze und ein Nudelholz in Richtung eines Nationalsozialisten wirft und erinnert so an den Widerstand der Anwohner*innen.
Nachdem das Wandbild mehrfach übermalt und beschmiert wurde, wurde es 2019 das letzte Mal restauriert.
Hier ein historisches Dokumentar-Feature über die öffentliche Wiederherstellung des Wandbildes von Klaus Paier in der Kölner Südstadt am 6. März 1993 durch die Stadtteilgruppe „Antifaschistische Südstadt“. Produktion: KAOS TV, Köln.
https://www.youtube.com/watch?v=HWujq-4c88Q

(Text: Cornel Wachter)

Tanz mit!
In Kooperation mit dem Bürgerverein RADERBERG und -THAL e.V.
Wir freuen uns alle Tanzbegeisterten, ob alt oder jung, ob als Paar oder allein, zum Tanz begrüßen zu dürfen. Lasst uns zu Musik von gestern und heute gemeinsam tanzen und von einem professionellen Tanzlehrer Neues lernen. Tanzt mit!
Wann: freitags von 14:30 bis 15:45 Uhr
24.04. | 22.05. | 19.06.
Wo: Gemeindesaal Philippus-Kirchengemeinde
Albert-Schweitzer-Straße 3, 50968 Köln
Kosten: Die Veranstaltung ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns sehr.
Info: Inna Achmatow T. 01520 9092612
E-Mail: seniorennetzwerk.raderthal@gmx.de
oder Jan Gudorf, T. 0163 4446669
E-Mail: jan.gudorf@raderbergundthal.de

„Neue technische Möglichkeiten sind kein Freifahrtschein für grenzenlose Überwachung“

Die FDP-Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer aus Köln hat gemeinsam mit den weiteren nordrhein-westfälischen FDP-Abgeordneten im Landtag und im Europäischen Parlament Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen zentrale Teile des neuen NRW-Verfassungsschutzgesetzes erhoben. Das neue NRW Verfassungsschutzgesetz war im November 2025 mit den Stimmen von CDU und Grünen im Landtag verabschiedet worden. Die Freien Demokraten sehen in mehreren darin enthaltenen Regelungen massive Verstöße gegen Grundrechte. Dazu erklärt Gebauer: „Unser Rechtsstaat muss entschlossen gegen Extremisten, Terroristen und ausländische Spione vorgehen – aber er darf dabei nicht seine eigenen freiheitlichen Grundlagen schleifen. Genau das hat Schwarz-Grün mit diesem Verfassungsschutzgesetz getan. CDU und Grüne haben Freiheit und Sicherheit aus der Balance gebracht. Das neue Verfassungsschutzgesetz ist ein Frontalangriff auf die Bürgerrechte aller Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wir Freie Demokraten halten es für richtig, das Verfassungsschutzgesetz auf die Höhe der Zeit zu bringen und an den digitalen Fortschritt anzupassen. Neue technische Möglichkeiten sind aber kein Freifahrtschein für grenzenlose Überwachung. Das Gesetz erlaubt dem Verfassungsschutz erstmals den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur präventiven Analyse sensibler Daten – ohne ausreichende Kontrolle und ohne wirksame Schutzmechanismen. Die Datensouveränität ist nicht sichergestellt: Mit diesem Gesetz könnten Unternehmen wie Palantir die Akten des Verfassungsschutzes zum KI-Training einsetzen.

Gleichzeitig erhält der Verfassungsschutz Zugriff auf jegliche Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Hinzu kommen Eingriffe in den Schutz vertraulicher Gespräche mit Rechtsanwälten, Journalisten, Geistlichen oder Abgeordneten und weitreichende Möglichkeiten zur Überwachung unbescholtener Kontaktpersonen. Dadurch entsteht auch in Köln ein Klima des Generalverdachts, das nicht zu einer freien Gesellschaft passt. Der Einsatz für die Bürgerrechte gehört zur DNA der FDP und ist stolze liberale Tradition. Freiheit ist kein Schönwetterprinzip. Wer die Freiheitschützen will, darf sie nicht scheibchenweise abbauen. Deshalb ziehen wir vor das Bundesverfassungsgericht – mit unseren persönlichen Grundrechten stellvertretend für die Grundrechte aller Menschen in Köln und ganz Nordrhein-Westfalen.“ Die Verfassungsbeschwerde ist im Volltext abrufbar unter: https://fdp.fraktion.nrw/vb-vsg

(Yvonne Gebauer MdL FDP-Landtagsfraktion NRW)