Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Ereignisse, Veranstaltungsberichte, Reportagen, Hinweise und Berichte rund um das Leben in den Stadtteilen des Kölner Südens.

Nein, das ist gar nicht bei den Inkas, das ist hier bei uns auf Kölner Stadtgebiet. Das Fort VIII des äußeren Festigungsringes in Zollstock hat mich neugierig gemacht. Vielleicht, weil man suchen muss, um es zu finden, selbst wenn man eigentlich direkt vorbeifährt. Es ist ein verlassener Ort.
Es liegt im kleinen Stück zwischen Militärringstraße, der Straße „Am Eifeltor“, der Autobahn A4 und letztendlich den Eisenbahnschienen, die ursprünglich für die Verbindung nach Trier gebaut wurden. Und ich denke, es ist der eigentliche Grund, weswegen dieses Fort hier gebaut wurde: der Schutz der Bahnverbindung und die Nähe zu den Schienen, um Truppen schnell hierhin befördern zu können. 
Als es von 1874 bis 1877 erbaut wird, ist es hier karg. Weite offene Flächen umgeben das Fort. Klar, man möchte den Feind, der damals französisch war, anrücken sehen können und braucht freies Schussfeld. Das Kölner Bollwerk ist damals ein feines Stück Militärtechnologie, eine Vorzeigeobjekt. Unter anderem sogar der chinesische Vizekönig Lihungtschang besucht es im Rahmen eines Staatbesuches im Jahr 1896. Nicht bestätigt ist das Gerücht, dass er es vermessen lässt und ein Kopie in China steht.
Wie wir wissen, müssen die Kölner diesen Festungsgürtel nach dem Ersten Weltkrieg schleifen und die Umgebung des Forts wird grüner. Das ist das mit Konrad Adenauer, der die Chance erkennt und Fritz Encke, sein Gartenbaumeister, der gute Ideen zur Umsetzung hat, die unseren herrlichen Grüngürtel aus dem Befestigungsring erschaffen.
 
Warum jetzt ausgerechnet dieses Fort VII so verfällt, nicht recht in den Grüngürtel integriert und sowieso schwer zu finden ist? Das mag daran liegen, dass das Gelände der Bahn gehört. Die Reichsbahn will hier einen großen Güterbahnhof bauen und dann hätte es selbst dieses verfallende Gebäude nicht mehr gegeben. Nur ein paar renitenten Zollstockern, die wichtige Schlüsselgrundstücke nicht hergeben und den Rechtstreit um den Besitz gewinnen, ist es zu verdanken, dass ich die Bilder machen kann. Den Güterbahnhof gibt es trotzdem. Ein paar Meter weiter steht der große Güterbahnhof „Eifeltor“. Alles gut.
Fritz Encke sah hier übrigens Schrebergärten und eine Sportanlage vor. – Wir haben ja manchmal das Thema hier in Köln, dass es Menschen gibt, die der Meinung sind, dass Sportanlagen im Grüngürtel nicht dem ursprünglichen Nutzungsgedanken entsprechen und zu verdammen sind. – Die geplanten Gärten findet man rasch, wenn man durch das Tor geht. Sie werden noch genutzt. Die Sportanlage hingegen, finde ich nicht mehr. Vermutlich ist sie von anderen Bauten vereinnahmt oder überwuchert. Die Kaserne selbst, wird in dieser Zeit nach dem Krieg von den Spielern des Fußballclubs Borussia genutzt. Vermutlich als Vereinsheim. Es ist viel Vergessenheit geraten.
 
Was sicher ist: Im zweiten Weltkrieg hilft das alte Fort als Luftschutzbunker aus, um danach bis in die 1990’er Jahre als Gewerbefläche zu dienen.
Und jetzt? Nichts? Die Pläne der Jahrtausendwende, ein Wellnesshotel zur errichten, sind gescheitert.
Und wisst ihr was? Ich fahre bei praller Sonne und 35 Grad im Schatten dorthin und tauche da in kühle, frische Luft ein. „Jetzt setzen und ein Kölsch trinken.“, kommt mir spontan in den Sinn. Ich glaube, der Platz vor dem Tor, nach Nordosten ausgerichtet, ist der kühlste in Köln. Schade, dass wir nichts daraus machen.

Michael

Nä, dat es gar nit bei de Inkas, dat es hee bei uns op kölschen Terrain. Et Fort VII vum üssere Befestigungsring en Zollstock hät mich neugierig gemaht. Villleich, weil mer söke mus, för et ze finge, selvs wann mer eigentlich tirek vörbeifäht.
Et litt em kleine Stöck zwesche Militäringstroß, der Stroß „Am Eifeltor“, der Autonahn A4 un am Engk an de Ieserbahnschinn, die zoallereesch gebaut woodt, öm Trier an Kölle aanzebinge. Un ich denke, et es der eigentliche Grund, weswäge dat Fort hee gebaut woodt: der Schutz vun der Bahnverbindung un de Nöhde zo de Schinne, för Truppe flöck heehin befördere ze künne.
Wie et vun 1874 bes 1877 gebaut weed, es et hee plaat. Wigge offene Fläche ömgevve dat Fort. Klor, mer mööch jo der Feind, dä zo dä Zigg französisch wor, aanröcke sinn künne un bruch frei Schossfeld. Dat kölsche Bollwerk es domols e fing Stöck Militärtechnik, e Vürzeigeobjek. Unger anderem esugar der Vizekünnig Lihungtschang us China besök et em Rahme vun enem Staatsbesök em Johr 1896. Nit bestätig es dat Geröch, dat hä et vermesse lööt un en Kopie en China steiht.
Wie mer wesse, müsse die Kölsche dä Festungsgürtel nohm Eeschte Weltkreeg schliefe un die Ömgebung weed gröner. Dat es dat mem Konrad Adenauer, dä die Chance erkennt un dem Fritz Encke, singe Gaadebaumeister, dä goode Idee hät, öm et ömzesetze, die unse herrliche Gröngürtel usem Befestigungsring schaffe.
Woröm jetz usgerechent et Fort VII esu verfällt, nit rääch en der Gröngürtel integreet un suwiesu schwer zo finge es? Dat mag dran lige, dat dat Gelände der Bahn gehürt. Die Reichsbahn well hee ene große Güterbahnhoff baue un dann hätt et selvs dä Bau, dä am Verfalle es, nit mih gegovve. Nor ener Rötsch renitente Zollstocker, die wichtige Schlösselgrundstöcke nit hergevve un der Räächsstrigg gewenne, es et zo verdanke, dat ich die Beldere maache kann. Der Güterbahnhoff gitt et trotzdäm. E paar Meter wigger steiht der große Güterbahnhoff „Eifeltor“. Alles god.
Der Fritz Encke soh hee üvvrigens Schrebergääde un en Sportaanlag vür. – Mer han jo mänchmol dat Thema hee en Kölle, dat et Minsche gitt, die meine, dat Sportaanlage em Gröngürtel nit dem ursprüngliche Notzungsgedanke entspreche un zo verdamme sin. – Die geplante Gääde fingk mer flöck, wann mer durch de Pooz geiht. Se weede noch genötz. Die Sportaanlag hingäge, finge ich nit mih. Schings es se vun ander Baute engenomme ov üvverwuchert. De Kasään selvs, weed zo dä Zigg nohm Kreeg vun de Spiller vum Foßballclub Borussia genötz. Et es vill en Vergess gerode.
Wat secher es: Em Zweite Weltkreeg hilf dat aale Fort als Luffschutzbunker us, för donoh bes en de 1990’er Johre als Gewerbefläch ze deene.
Un jetz? Nix? Die Plän vun der Johrtausendwend, e Wellnesshotel ze baue, sin gescheitert. 
Un wesst ehr wat? Ich fahre bei praller Sonn un 35 Grad em Schatte dohen un tauche do en köhle, fresche Luff en. „Jetz setze un e Kölsch drinke.“, kütt mer tirek en der Senn. Ich gläuve, der Plaatz vür der Pooz, noh Nordoste usgereech, es der köhlste en Kölle. Schad, dat mer nit mih drus maache.

Mechel

Kölschgänger und das Brückengrün

Gerne präsentieren wir, die Kölschgänger, euch heute wieder einen Gastbeitrag von Dorothee, wir wünschen euch viel Freude beim Lesen 🙂

Kölner Brückengrün

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider….

so wird es in einem Volkslied gesungen, auf Köln umgemünzt könnte man singen grün, grün, grün sind (fast) alle meine Brücken.

Das Brückengrün unterscheidet sich farblich schon sehr von den grünen Kleidern des Jägers aus dem Volkslied.
Im Volksmund wird dieses Brückengrün auch Adenauergrün genannt, da Konrad Adenauer sich zur Einweihung der Mülheimer Brücke 1929 ein Patinagrün wünschte. Wer nicht weiß, was Patinagrün ist, weiß es jetzt, die Farbe der Kölner Brücken.

Die Farbe wurde von einem Chemiegiganten im benachbarten Leverkusen speziell hergestellt, Nachmischungen werden heute im Krefelder Werk hergestellt.
Das Chromoxidgrün gilt als besonders wetterfest und lichtfest und muss deshalb nicht ständig nachgestrichen werden, was bei einer Brücke ja schwierig wäre.

Die Zoobrücke, 1966 eingeweiht, sollte ursprünglich in blauem oder, andere Quellen sagen, in rotem Glanz erscheinen, aber bei einer Abstimmung im Stadtrat setzte sich die „grüne“ Fraktion gegen die „blau/rote“ Fraktion durch.

So erscheinen die Mülheimer Brücke, Zoobrücke, Deutzer Brücke, Severinsbrücke und die Rodenkirchener Brücke in grünem Glanz.
Die Rodenkirchener Brücke als Autobahnbrücke fällt nicht unter Kölner Verantwortung, sondern gehört dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, aber damit das einheitliche Bild der Kölner Brücken gewahrt bleibt, ist auch diese in Adenauergrün gestrichen.

Die Eisenbahnbrücken in Köln, Hohenzollern- und Südbrücke, sind in Besitz der Deutschen Bahn und haben eine eigene Farbgebung.

Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann auch

mal eine andersfarbige Brücke über die half Kölle jöck oder man bleibt beim traditionellen Adenauergrün.

Lieben Gruß, Dorothee

Hörgeräteträger leben seit der Maskenpflicht mit echten Herausforderungen, denn leider verheddern sich die wichtigen Hörhilfen mit den Maskenbändern und werden zunehmend beim Absetzen des Corona- Schutz unbemerkt aus dem Ohr gezogen und sind weg. Das ist sehr ärgerlich und schlussendlich teuer. Die Hörakustiker Klee und Schmidt aus Köln- Rondorf sind innovativ geworden und haben aus der Not einen Service entwickelt und versehen die Hörgeräte jetzt mit Telefon-Nummern der Träger. Auch Namen können aufgebracht werden, das ist in Senioreneinrichtungen von Vorteil. Die Hörakustiker sind in der Lage selbst ganz kleine Geräte zu bearbeiten und viele Geräte haben so, Ihren Besitzer wiedergefunden.

Die Hörakustiker
Klee & Schmidt GbR
Rodenkirchener Straße 160
50997 Köln 

T. 02233-7131507
F . 02233–7131508

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 9:15 – 13:00 Uhr und 
14:00 – 18:00 Uhr
Sa. 10:00 – 13:00 Uhr

  • Parkplatz am Ladenlokal
  • Barrierefrei
  • Modernste Messverfahren
  • Lauheitsskalierung
  • Perzentilanalyse
  • 3D-Scanverfahren
  • Audiomanufaktur Reinhörstudio
  • Servicegarantie und -versprechen
  • Reinhörstudio

Das Fahrrad boomte im Corona-Jahr. Nie wurden mehr Fahrräder verkauft als 2020, nie entdeckten so viele Menschen das Radfahren neu für sich, als während der Pandemie. Dennoch zieht der Fahrradclub ADFC eine ernüchterte Bilanz.

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peterssagt: „Eigentlich stehen alle Zeichen auf Grün für den Radverkehr. Immer mehr Menschen wollen im Alltag das Auto gern häufiger gegen das Rad eintauschen. Erstmals gibt es richtig Geld vom Bund für den Radwegebau in den Kommunen. Die Politik überschlägt sich mit Empfehlungen zum Radfahren. Selbst der ADAC sagt, dass die Radwege in Deutschland schlicht unterdimensioniert sind. Und dennoch kommt die Verkehrswende mit der Neuverteilung des Straßenraums nicht aus den Startlöchern. Politische Mutlosigkeit in Stadträten und Verkehrsverwaltungen sind die Hauptursache des Problems. Verstärkt wird die Blockade durch lautstarke Auto-Traditionalisten, die mit Klauen und Zähnen ihr eingebildetes Recht verteidigen, vor jedem beliebigen Ziel parken zu dürfen – am besten gratis und über zwei Parkplätze hinweg, weil die immer größeren Autos nirgendwo mehr hineinpassen. Den Ländern und Kommunen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und Fahrrad, Fuß und Nahverkehr mehr Platz und Priorität in der Stadtplanung einräumen, gratulieren wir ausdrücklich zu einer zukunftsorientierten Politik. Den anderen rufen wir zu: Fangt endlich an! Auto-first-Politik war gestern – die Menschen wollen gute Alternativen!“

Bundesregierung verfehlt NRVP-Ziel

Der ADFC kritisiert auch die Nicht-Erreichung selbst der ambitionslosen Ziele des jetzt ablaufenden Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) 2020. Damit hatte die Bundesregierung einen deutschlandweiten Radverkehrsanteil von 15 Prozent am Gesamtverkehr angestrebt. Zum Vergleich: Die Niederlande haben einen Radverkehrsanteil von 27 Prozent. Hierzulande tatsächlich erreicht wurden nach letzten Studienelf Prozent, das entspricht einem Prozentpunkt Wachstum in zehn Jahren NRVP-Laufzeit. Deutliche Wachstumsraten beim Radverkehr haben nur die Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg. Marginal verbessern konnten sich Niedersachen, Schleswig-Holstein, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Bedenklich ist die Entwicklung mit rückläufigem Radverkehrsanteil in Sachsen-Anhalt, Thüringen und besonders in Brandenburg. Das Saarland stagniert mit kläglichen drei Prozent Radverkehrsanteil auf dem letzten Platz.  Peters: „Es reicht nicht, wenn das Bundesverkehrsministerium unverbindlich auf mögliche Wachstumsraten beim Radverkehr hinweist und den alten NRVP als weitgehend umgesetzt erklärt. Wir brauchen klar messbare Ziele, eine Verstetigung der Bundesmittel und ein verbindliches Maßnahmenprogramm für den Bau von Qualitätsradinfrastruktur durch Bund, Länder und Kommunen. Auch ein bundesweites Monitoring des Radwegebaus fehlt bisher. Daran wird sich der künftige NRVP 3.0 messen lassen.“

Gut: Fahrradprofessuren und Sonderprogramm Stadt + Land       

Positiv hebt der ADFC die Finanzierung von Stiftungsprofessuren Radverkehr durch das Bundesverkehrsministerium hervor. Einen deutlichen Schritt nach vorn markiert auch das Klimapaket mit seinem Bekenntnis der Bundesregierung zum kraftvollen Ausbau der Radinfrastruktur zulasten von Kfz-Flächen sowie das damit verbundene Sonder-Investitionsprogramm Stadt + Land und weitere Mittel für Modellprojekte, Radschnellwege und das touristische Radnetz Deutschland. Damit hat der Bund seine Investitionen in den Radverkehr bis 2023 verdreifacht. Peters: „Leider geht es trotz gutem Willen viel zu langsam voran. Nach einem Jahr sind die Fördervoraussetzungen für das Sonderprogramm jetzt fertig, aber viele Kommunen haben weder die personellen noch konzeptionellen Voraussetzungen dafür geschaffen, um das Geld des Bundes für den Radwegebau zu beantragen und verbauen zu können. So bleibt das Fahrradland Deutschland noch lange eine Großbaustelle.“    

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf 
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Hashtag: #MehrPlatzFürsRad

(Text: Pressetext ADFC/46/20, 28. Dezember 2020)

Ein schöner Panther bleibt ein schöner Panther.
Kennt Ihr das? Ihr entdeckt ein Bild, findet es spannend und wollt die Stelle finden, wo es entstanden ist? Ihr habt einen Hinweis, fahrt hin, sucht falsch, findet nichts und kehrt wieder um? Es lässt Euch keine Ruhe, Ehr lest weiter nach, sucht genauer in Karten, geht die Wege in Gedanken ab und fahrt nochmal hin? Dann findet ihr den Ort, macht ein Bild, findet dann aber keine Information, um etwas darüber zu erzählen? Albtraum für Kölschgänger.
So ging es mir mit diesem Panther. Ich hatte ein Bild gesehen und wurde neugierig. Das war 2016. 2017 machte ich dann mein erstes Bild. Darüber erzählen konnte ich wenig, „Fritz Behn um 1920“. Daraus mach selbst ich keinen Beitrag.
 
2019… …suche ich für ein anderes Thema und schmökere in einem Buch und da ist er wieder, der Panther.
 
Das Buch habe ich schon oft in der Hand gehabt, um griffige Anhaltspunkte zu verschiedenen Themen zu finden. Zum Panther weiß es zu berichten, dass er aus Bronze ist und nun fast ein Jahrhundert an seinem Platz steht, etwas versteckt. Wer weiß, wo er sich befindet, muss darüber lächeln, wer ihn sucht, wie ich, weiß was ich meine.
Fritz Behn, der Künstler, ist am 16. Juni 1878 in Lübeck geboren und am 26. Januar 1970 in München gestorben. Er gilt als einer wichtigsten Tierbildhauer des 20. Jahrhunderts.
Der Panther wirkt so lebensecht, dass ich denke, dass ich ihn mir einfach selbst angucken wollte. Nur, wie hat Behn das gemacht? Seine Vorgehensweise deckt sich da nicht mehr mit der dem heutigen Selbstverständnis im Umgang mit unsere Natur: er war Großwildjäger und hat die Tiere schlicht erschossen und Gipsabdrücke gefertigt. Schwer zu verdauen, oder?
Man muss auch festhalten, dass er hinter der deutschen Kolonialpolitik stand, demokratische Strukturen ablehnte und früh, in den 1920’er Jahren, Mitglied der NSDAP war. 1945 hat ihn genau das sein Amt als Direktor der „Akademie bildender Künste“ in Wien gekostet und er konnte seitdem nur noch als freischaffender Künstler arbeiten.
 
Das Buch merkt an, dass in Köln noch mehr Kunstwerke von ihm stehen, sich aber offensichtlich hier noch niemand damit auseinandergesetzt hat, ob das für uns auch in Ordnung ist.
Ich denke, viele werden jetzt hier sagen, „Nein, natürlich nicht!“. Aus unserer heutigen Sicht stimme ich dem zu. Es ist auch meine Meinung. Nur, das Tier ist tot, in Gips gegossen und als Skulptur ewig für uns da. Ich bin beim Autoren des Buches, der anmerkt, eine Tafel, die über Herkunft des Panthers informiert, sei wichtig. Er hat uns etwas zu sagen und diese Chance sollten wir nutzen, wenn er schon sterben musste.
 
Von welchem Buch ich hier immer rede? „Rodenkirchen und mehr…“ von Ralf Reglin, erschienen im Ralf Reglin-Verlag, ISBN 978-3-930620-73-9. Ein Kölschgänger, schon bevor es den Kölschgänger gab.
Und wo der Panther überhaupt steht? Das verrate ich hier nicht. Gebt Euch gern Tipps oder stöbert auf unserer Seite im Netz. Dort, auf der Übersichtskarte werdet Ihr ihn finden.
 
Ich finde, es lohnt sich, denn: ein schöner Panther bleibt ein schöner Panther.
 

Michael

Ene schöne Panther bliev ene schöne Panther.
Kennt Ehr dat? Ehr endeckt e Beld, fingt et spannend un wollt die Stell finge, wo et entstande es? Ehr hat ene Hinwies, faht hin, sökt falsch, fingt nix un kehrt widder öm? Et lööt Üch kein Rauh, Ehr lest wigger noh, sökt genauer, goht die Wäge en Gedanke av un faht noch ens hin? Dann fingt ehr dä Oot, maht e Beld, fingt dann ävver kein Information, öm jet drüvver zo verzälle? Albdraum för Kölschgänger.
Su ging et mir met däm Panther. Ich hatt e Beld gesinn un woodt neugierig. Dat wor 2016. 2017 maht ich dann mi eesch Beld. Drüvver verzälle kunnt ich winnig, „Fritz Behn um 1920“. Dodrus maache selvs ich keine Beidrag.
2019… …söke ich för e ander Thema un schmökere en enem Boch un do es hä widder, dä Panther.
Dat Boch han ich ald öfters en der Hand gehatt,

öm greffige Aanhaldspunkte för ungerschiedliche Theme ze finge. Zom Panther weiß et zo bereechte, dat hä us Bronze es un no fass ei Johrhundert an singem Plaatz steiht, jet verstoche. Wä weiß, wo hä sich befingk, muss drüvver griemele, wä in sök, wie ich, weiß wat ich meine.
Der Fritz Behn, der Künsler, es am 16. Juni 1878 en Lübeck gebore un am 26. Januar 1970 en Münche gestorve. Hä gild als eine vun de wichtigste Dierbeldhauer vum 20. Johrhundert.
Dä Panther wirk su levvensech, dat ich denke, dat ich en mer einfach selvs beluure wollt. Nor, wie hät der Behn dat gemaht? Wie hä vürgegange es, deck sich do nit mih met dä Aat un Wies, wie mer hügg met unser Natur ömgeiht: hä wor Großweldjäger un hät die Diercher einfach erschosse un Gipsavdröck gemaht. Schwer zo verdaue, oder?
Mer muss och fasshalde, dat hä hinger der deutsche Kolonialpolitik stundt, demokratische Strukture avlähne dät un fröh, en de 1920’er Johre, Metgleed vun der NSDAP wor. 1945 hät in genau dat si Amp als Direktor vun der „Akademie bildender Künste“ en Wien gekoss un hä kunnt zickdäm nor noch als freischaffende Künsler arbeide.
Dat Boch merk aan, dat en Kölle noch mih Kunswerke vun im stonn, sich ävver offensechtlich hee noch keiner domet usenandergesatz hät, ov dat och en Oodnung es.
Ich denke, vill weede jetz hee sage „Nä, natörlich nit!“. Us uns hüggiger Seech stemme ich däm zo. Et es och ming Meinung. Nor, dat Dier es dud, en Gips gegosse un als Skulptur iwig för uns do. Ich ben däm Autor vun däm Boch singer Aansich, dä aanmerk, en Tafel, die üvver de Herkunf vun däm Panther informeet, wör wichtig. Hä hät uns jet ze sage un die Chance sollte mer nötze, wann hä ald sterve moot.
Vun wat för enem Boch ich hee luuter schwaaqde? „Rodenkirchen und mehr…“ vum Ralf Reglin, erschiene em Ralf Reglin-Verlag, ISBN 978-3-930620-73-9. Ene Kölschgänger, ald bevür et der Kölschgänger gov.
Un wo dä Panther üvverhaup steiht? Dat verrode ich hee nit. Gevvt Üch gään Tipps ov stöbert op unser Sigg em Netz. Do, op der Üvversichskaat wäädt Ehr en finge.
Ich finge, et lohnt sich, dann: ene schöne Panther bliev ene schöne Panther. 

Mechel

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Hörgeräteträger leben seit der Maskenpflicht mit echten Herausforderungen, denn leider verheddern sich die wichtigen Hörhilfen mit den Maskenbändern und werden zunehmend beim Absetzen des Corona- Schutz unbemerkt aus dem Ohr gezogen und sind weg. Das ist sehr ärgerlich und schlussendlich teuer. Die Hörakustiker Klee und Schmidt aus Köln- Rondorf sind innovativ geworden und haben aus der Not einen Service entwickelt und versehen die Hörgeräte jetzt mit Telefon-Nummern der Träger. Auch Namen können aufgebracht werden, das ist in Senioreneinrichtungen von Vorteil. Die Hörakustiker sind in der Lage selbst ganz kleine Geräte zu bearbeiten und viele Geräte haben so, Ihren Besitzer wiedergefunden.

Die Hörakustiker
Klee & Schmidt GbR
Rodenkirchener Straße 160
50997 Köln 

T. 02233-7131507
F . 02233–7131508

Öffnungszeiten:
Mo. – Fr. 9:15 – 13:00 Uhr und 
14:00 – 18:00 Uhr
Sa. 10:00 – 13:00 Uhr

  • Parkplatz am Ladenlokal
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Ich weiß, was Ihr dieses Wochenende macht! Wenn Ihr frei habt und keine festen Termine, geht Ihr spazieren. Das Wetter wird ja gut. Dann werdet ihr ein Päuschen brauchen oder einfach nur haben wollen, weil ein Lokal mit einer tollen Aussicht lockt.
Gewitzt, diese Geschäftsleute. Sie bauen dieLokale immer dahin, wo es schön ist. – Aber noch gewitzter ist man da in Rodenkirchen… 
Ich habe vor Monaten ja die Geschichte erzählt, wie der Leichnam des Heiligen Maternus in einem Nachen den Rhein entgegen der Strömung hinauf trieb, um in Rodenkirchen, eben an der Stelle, an der heute das Kapellchen steht, wieder an Land zu stoßen. Was wir heute liebevoll „Kapellchen“ nennen, ist die kleine romanische Kirche „Alt Sankt Maternus“ aus dem frühen zehnten Jahrhundert.
Und die Wahl dieses Standorts kann man nur gewitzt nennen. Wenn man nämlich den Weg am Rheinufer entlangläuft, stellt man schnell fest, dass man schnurstracks auf das Kapellchen zuläuft und erst im letzten Moment schwenkt der Weg auf einen aufgeschütteten Damm. Dieser umrundet in einer Kurve den Chor und führt direkt dahinter wieder zurück auf das Ufer. Und genau diese Umgehung gibt es erst seit 1785. Davor stand das Kappelchen direkt am Wasser. Und man nahm auch in Kauf, dass es des Öfteren eben auch unter Wasser stand.
Warum das jetzt gewitzt sein soll? Nun, seit mindestens dem achten Jahrhundert treidelte man, meist mit Hilfe kräftiger Pferde und langen Leinen, Lastkähne genau diesen Pfad, der am Rheinufer auf das Kapellchen zuläuft, den Rhein herauf. Darum heißt er „Leinpfad“. Und weil unser Kapellchen so feist im Weg stand, wurden Mensch und Tier zur Pause gezwungen. Die Pferde wurden ausgeschirrt und zur Rast oder gar Übernachtung in Stallungen geführt. Die Menschen gingen natürlich für ein Päuschen in die Schankwirtschaft.
 
Das „Treppchen“ und das „Fährhaus“ sind Zeugen dieser Zeit. Gut, das heutige „Treppchen“ ist ein Bau des frühen 19. Jahrhunderts, aber es ist ja nicht die erste Wirtschaft an der Stelle. Die Gastronomie an dieser Stelle blickt als auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück.
Das riecht nach einem Geschäft, oder? Und das war es auch und ist es noch heute, auch wenn man heute dieser Tricks nicht mehr bedarf, weil wir uns freiwillig verführen lassen.
 
Als es dann aber weitergehen musste, wurde die Pferde aus den Stallungen, die sich unter anderem an der heutigen Straße „Auf dem Brand“ befunden haben, geholt und über die Friedensstraße zum Leinpfad zurückgeführt. Warum die Straße heute „Auf dem Brand“ heißt, dass muss mir ein netter Rodenkirchener nachher noch in die Kommentare schreiben. Dieser wird mir aber sicher auch bestätigen, dass die Geschichte stimmt, wenn ich Euch erzähle, warum die „Friedensstraße“ so heißt:
Durch diese Gasse wurden die Pferde früher wieder zum Rheinufer zurückgeführt und schließlich angeschirrt, um die Lastkähne weiter zu ziehen. Natürlich nannten die Leute die Gasse „Päädchensgass“ oder „Päädsgass“. Und genau das sagten die Rodenkirchener auch dem Menschen von dem die Bläck Fööss in dem Lied „Unser Stammbaum“ singen: dem Franzosen, der 1794 mit Napoleon hierhin kam und sie fragte, wie denn die Straße heiße. Dieser, des kölschen nicht mächtig, verstand anstatt „et Pääd“ eben nunmal eher „la paix“. Zack, hatten wir ein wunderschönes Missverständnis und ein zusammenhangloses Friedensdenkmal mehr, die „Friedensstraße“.

Seht Ihr? Ich weiß, was Ihr dieses Wochenende macht: Ihr geht den Rhein bei Rodenkirchen entlang, setzt Euch auf ein Kölsch oder zwei an das Rheinufer und guckt dabei nicht nur auf den Fluss… 

Michael

Ich weiß, wat Ehr dis Wochenengk maht. Wann Ehr frei hat un kein faste Termine, goht ehr gängele. Et Wedder weed jo god. Dann butt Ehr e Päusche ov wollt er einfach nor ein han, weil e Lokal met ener doll Ussich lock.
Gau, die Geschäfslück. Se baue de Weetschafte luuter dohin, wo et schön es. – Ävver noch gauer es mer do en Rudekirche…
Ich han vür Monate jo dat Kreppche verzallt, wie de Lich vum Hellige Matern en enem Naache der Rhing erop gäge der Strom gedrevve es, för en Rudekirche, evvens an dä Stell, an der hügg dat Kapellche steiht, widder an Land ze stüsse. Wat mer hügg leev „Kapellche“ nenne, es die klein romanische Kirch „Ald Zinter Matern“ usem fröhe zehnte Johrhundert.
Un de Wahl vun däm Standoot kann mer nor gau nenne. Wann mer nämlich dä Wäg am Rhingofer elans läuf, stellt mer flöck fass, dat mer direktemang op et Kapellche zoläuf un eescht em letzte Augebleck schwenk der Wäg op ene Damm, dä opgeschodt es. Dä geiht en ener Kurv öm der Chor un föht tirek dohinger widder zoröck op et Ofer. Un genau dä Ömgang gitt et eesch zick 1785. Dovör stundt et Kapellche tirek am Wasser. Un mer nohm och en Kauf, dat et alle naslang evvens och unger Wasser stundt.
Woröm dat jetz gau sin soll? No, zick mindestens dem aachte Johrhundet dät mer, miets met Hölp vun staatse Pääd un lang Linge, Lasskähn genau dä Padd, der am Rhingofer op et Kapellche zoläuf, der Rhing erop treidele. Doröm heiß hä „Leinpfad“. Un weil uns Kapellche esu feis em Wäg stundt, woodt Minsch und Dier en Paus opgezwunge. De Pääd woodt et Gescherr avgenomme un för en Rass ov gar Üvvernaachtung en Ställ gefoht. De Minsche gingke natörlich för e Päusche en de Weetschaff.
Et „Treppche“ un et „Fährhuus“ sin Zeuge vun dä Zigg. God, dat hüggige „Treppche“ es ene Bau usem fröhe 19. Johrhundert, ävver et es jo nit de eeschte Weetschaff an der Stell. De Gastronomie hät do en Johrhunderteaale Geschichte.
Dat rüch noh enem Geschäff, oder? Un dat wor et och un es et bes hügg, och wann mer hügg die Schlich nit mih esu nüdig hät, weil mer uns freiwellg verföhre looße.
Wie et dann ävver wiggergonn moot, woodte de Pääd us de Ställ, die unger anderem an der hüggige Stroß „Om Brand“ stundte, gehollt un üvver de „Friedensstroß“ nohm Leinfad zoröckgefoht. Woröm die Stroß hügg „Om Brand“ heiß, dat muss mer ene aadige Rudekirchener nohher noch en de Kommentare schrieve. Dä weed mer ävver bestemmp och bestätige, dat et stemmp, wann ich Üch verzälle, woröm de „Friedenstroß“ esu heiß:
Durch die Gass woodte de Pääd fröher widder nohm Rhingofer zeröckgefoht un krähte schleeßlich et Geschirr widder aan, för de Lasskähn wigger ze trecke. Natörlich nannte de Lück die Gass „Päädchensgass“ ov „Päädsgass“. Un genau dat sahte de Rudekirchener och däm Minsch vun däm de Bläck Fööss em Leed „Unse Stammbaum“ singe: däm Franzus, dä 1794 mem Napoleon heehin kom un se frogte, wie dann die Stroß heeß. Dä, dä jo dat Kölsche nit esu god kunnt, verstundt statt „et Pääd“ evvens ihter „la paix“. Zack, hatte mer et schönste Messverständnis un e Friddensdenkmol ohne Zesammehang mih, de „Friedensstroß“.
Seht ehr? Ich weiß, wat Ehr dis Wochenengk maht: Ehr goht lans der Rhing bei Rudekirche, setzt Üch op e Kölsch ov zwei an et Rhingofer un luurt dobei nit nor op der Fluss…

Mechel

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Stadt nimmt zwei weitere Förderbescheide über rund eine Million Euro entgegen

Die Stadt Köln hat aus dem Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ bereits sechs Bewilligungen über insgesamt rund 9,5 Millionen Euro erhalten. Die Mittel werden unter anderem für die Modernisierung von Ampelanlagen und deren Anbindung an den Verkehrsrechner, die Vorbereitung innovativer Assistenzsysteme, die Aufstellung weiterer Vario-Anzeigetafeln, die Einrichtung von Dauerzählstellen sowie die weitere Digitalisierung des Verkehrs verwendet.

Im November 2020 hat die Stadt Köln zwei weitere Bewilligungsbescheide zum Sonderförderaufruf zur „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin erhalten. Die zwei Bescheide enthalten Bundesfördermittel in Höhe von rund eine Million Euro.

Der Förderaufruf erfolgte im Mai dieses Jahres im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“. Hiermit unterstützt die Bundesregierung Städte und Kommunen mit besonders hohen Stickstoffdioxid-Belastungen und fördert die Umsetzung von Sofortmaßnahmen im Bereich der Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme.

Wie bereits erwähnt erhält die Stadt Köln für zwei Projekte den Förderzuschlag des Bundes. Das Ziel beider Projekte ist die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, wodurch sich eine Reduzierung der Schadstoffemissionen erzielen lässt.

Innerhalb des ersten Projektes werden 145 Lichtsignalanlagen im Kölner Stadtgebiet ertüchtigt und an den Verkehrsrechner der Stadt Köln angeschlossen. Durch diese Vernetzung ist es möglich, einen Defekt an den Lichtsignalanlagen zentral zu erkennen und umgehend zu beheben, wodurch Verkehrsstörungen verhindert werden. Ohne eine Aufschaltung der Lichtsignalanlagen an den Verkehrsrechner sind steuernde Eingriffe nicht situationsbezogen und unmittelbar möglich, da so ein steuernder Eingriff nur vor Ort am jeweiligen Steuergerät durchgeführt werden kann. Das Ziel ist eine zentrale Überwachung und Optimierung des Verkehrsflusses. Zudem ist zukünftig für voll- oder teilautomatisierte Fahrvorgänge die Bereitstellung von Geometriedaten der Fahrwege und Prozessdaten von Lichtsignalanlagen unerlässlich, die in dem Zusammenhang erstellt und bereitgestellt werden. Diese dienen der Einführung kooperativer Systeme und der damit verbundenen Assistenzsysteme wie dem Ampelphasenassistent und dem Grüne-Welle-Assistent.

Das zweite Projekt beinhaltet die Einrichtung eines Qualitätsmanagement-Tools. Mit Hilfe dieses Tools wird die erwähnte Funktionalität der Lichtsignalanlagen innerhalb des Stadtgebietes digital überwacht. Es wird möglich, kurzfristig auf eventuelle Störungen zu reagieren und dadurch auftretende Verspätungen gering zu halten. Der daraus resultierende stabile Fahrtablauf, die Einhaltung der Taktung und die Pünktlichkeit wird die Qualität des ÖPNVsteigern. Das zeitnahe Erkennen von Störungen, Störeinflüssen und möglichen Verbesserungspotenzialen ist dabei unverzichtbar und wird durch ein Qualitätsmanagement-Tool wesentlich vereinfacht und optimiert.

(Text: Stadt Köln – Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitRobert Baumanns)

Gegründet im Spätsommer 2020 richtet sich das Mentorat Colonia an Studierende in Köln. Besonders während „Corona“ haben Studierende zusätzliche Hürden zu nehmen. Das betrifft zum einen diejenigen, die sich beim Schreiben ihrer Abschlussarbeiten von der Uni alleingelassen fühlen. Gerade Studienanfänger tun sich oft mit dem Verfassen der allerersten Hausarbeiten schwer. Unterstützungsangebote, die an den Hochschulen fehlen, schafft deshalb das Mentorat Colonia, indem es Studierenden erfahrene wissenschaftliche Mentoren unterschiedlicher Fachgebiete zur Seite stellt. Ergänzend bietet es die Möglichkeit, Texte qualifiziert lektorieren und sprachlich überarbeiten zu lassen.
Zum anderen leidet die seelische Ausgeglichenheit vieler Studierender während der Covid19-Pandemie. Zweifel, ob das Studium weitergeführt werden sollte, Überforderung durch die Organisation des Studiums, Prüfungsängste oder fehlende Unterstützung bei körperlicher oder psychischer Erkrankung stellen für sie eine gesteigerte Belastung dar. Daher entwickelt das Mentorat Colonia fortlaufend auch psychologische Angebote für Studierende. Es konzipiert außerdem Präventionskurse, die sogar teilweise von den Krankenkassen erstattet werden.

„Uns als Bildungsbegleiter geht es darum, Kölner Studierende nicht nur auf dem Weg zu mehr wissenschaftlicher Eigenständigkeit, sondern auch zu mehr persönlicher Reife zu begleiten“, erklären die drei Gründer Melanie Zirves, Marijana Stojadinovic und Benjamin Plasa. „Wir geben mit unseren Angeboten einige Impulse – den Weg dahin jedoch geht am Ende jeder Studierende selbst.

Weitere Informationen auf www.mentorat-colonia.de

Rat stimmt moderater Erhöhung um 0,64 und 1,94 Prozent zu.

Die Kölnerinnen und Kölner müssen sich 2021 auf leichte Gebührenerhöhungen für die Straßenreinigung und die Abfallbeseitigung einstellen. Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2020 beschlossen, die Abfallgebühren im Durchschnitt um 1,94 Prozent (Vorjahreserhöhung 2,94 Prozent) und die Straßenreinigungsgebühren im Durchschnitt um 0,64 Prozent (Vorjahreserhöhung 4,63 Prozent) anzuheben.  

Insgesamt haben sich die Kölner Abfall- und Straßenreinigungsgebühren in den vergangenen Jahren moderat entwickelt. Die Verbraucherpreise sind seit 2001 um durchschnittlich 1,48 Prozent pro Jahr gestiegen. Im selben Zeitraum sind die Abfallgebühren um durchschnittlich 1,62 Prozent und die Straßenreinigungsgebühren um durchschnittlich 1,75 Prozent pro Jahr gestiegen.  

Abfallgebühren

Die Abfallgebühren werden im Wesentlichen nach geleertem Abfallbehälter und entsorgter Abfallmenge berechnet. Es fallen Kosten für die Logistikleistungen der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) und Kosten für die Entsorgungsleistungen der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (AVG) an.   Für die zu Erhöhung der Abfallgebühren 2021 sind folgende Einflussgrößen ausschlaggebend:      

  • Im Rahmen der Preisgleitung sind Preisanpassungen für die Logistikleistungen der AWB von +0,68 Prozent erforderlich. Zu den Kostenfaktoren gehören Personal, Reparatur und Wartung, Dieselkraftstoffe, gleitende Kapitalkosten (Fahrzeuge und Geräte) sowie ein nicht gleitender Fixkostenanteil. Im Wesentlichen resultiert die Steigerung der Entgelte in 2021 aus steigenden Personalkosten, die einen Anteil von 65 Prozent an der Preisgleitung haben.      
  • Die Logistikkosten der AWB sinken gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,25 Prozent beziehungsweise 164.000 Euro.      
  • Die Kosten für die Bioabfallsammlung steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 229.000 Euro. Dies ist neben der Preisgleitung auf zusätzliche Entleerungen (+2.600 Behälter) durch einen höheren Anschlussgrad im Zuge des Ausbaus der Bioabfallsammlung zurückzuführen.       
  • Der Preis für die Verwertung von Bio- und Grünabfällen steigt um 8,96 Euro je Tonne. Der Produktivbetrieb der Vergärungsanlage für die Vergärung von Bioabfällen zur Herstellung von Biogas, das für die Wärmeversorgung genutzt wird, wird aufgenommen. Mehrkosten gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rund 942.000 Euro (+7,44 Prozent) entstehen aus der Preisanpassung der AVG für die Kompostierung (Gesamtkosten 13.600.000 Euro).       
  • Die Kosten für die Erfassung von Papier, Pappe und Kartonage (PPK) im Holsystem über die Papiertonne (blaue Tonne) steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 582.000 Euro. Dies ist neben der Preisgleitung auf zusätzliche Leerungen von rund 2.400 Behältern wöchentlich zurückzuführen, die Folgen einer höheren Anschlussquote von Grundstücken an die blaue Tonne sind.      
  • In der Kalkulation sind zudem Gebührenunterdeckungen aus 2017 und 2018 enthalten. Verrechnet mit einer Überdeckung aus 2019 werden rund 1.179.000 Euro als Kosten berücksichtigt (Unterdeckung Vorjahr rund 1.609.000 Euro).      
  • Die Kosten der Restmüllentsorgung verringern sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1.503.000 Euro (-3,3 Prozent). Dies resultiert zum einen aus der Preissenkung der AVG für die Restmüllentsorgung um 4,50 Euro je Tonne. Zum anderen sinkt die Entsorgungsmenge um rund 2.000 Tonnen auf 307.000 Tonnen.  

Ab 2021 wird eine 20 Liter- und 40 Liter-Restmülltonne eingeführt. Um der häufigen Nachfrage zu begegnen, wird ab 2021 auf Antrag auch eine zusätzliche, gebührenpflichtige Biotonne bereitgestellt. Das Beiblatt zum Gebührenbescheid sowie der Abfall- und Wertstoffkalender 2021 informieren darüber. Eine nachsortierungsbedingte Mehrgebühr für Fälle, in denen sich ein höherer Entsorgungspreis infolge der durch die Nachsortierung des Restabfallbehälters am Grundstück bewirkten höheren Verdichtung des Abfalls ergibt, entfällt ab 2021.  

Zu den Abfallgebühren im Einzelnen

Nach den neuen Satzungen sind 2021 im Teilservice (Abfallbehälter selbst auf die Straße stellen) beispielsweise zu zahlen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr): 

  • für eine 60-Liter-Tonne 335,62 Euro (329,55Euro), 
  • für eine 120-Liter-Tonne 494,45 Euro (485,66 Euro) und 
  • für eine 240-Liter-Tonne 840,82 Euro (826,02 Euro).  

Im Vollservice (Abfallbehälter werden aus dem Keller oder Hof geholt) werden 2021 beispielsweise folgende Gebühren anfallen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr):

  • für eine 60-Liter-Tonne 393,22 Euro (386,75 Euro), 
  • für eine 120-Liter-Tonne 583,76 Euro (574,37 Euro), 
  • für eine 240-Liter-Tonne 1.003,14 Euro (987,25 Euro), 
  • für einen 500-Liter-Behälter 1.909,29 Euro (1.880,09 Euro), 
  • für einen 770-Liter-Behälter 2.372,68 Euro (2.335,84 Euro) und 
  • für einen 1.100-Liter-Behälter 3.240,47 Euro (3.189,23 Euro).  

In der Abfallgebühr sind abfallwirtschaftlich und umweltpolitisch gewollte Zusatzleistungen enthalten. Für viele dieser Leistungen fällt in anderen Kommunen eine separate Gebühr an. Die Zusatzleistungen in Köln umfassen:      

  • die Bereitstellung einer gebührenbefreiten Bio-Tonne,        
  • die kostenlose Abgabemöglichkeit von Grünschnitt und das kostenlose Abholen von Weihnachtsbäumen,      
  • die Bereitstellung von gebührenbefreiten blauen Papiertonnen sowie erweiterten Wertstofftonnen,     
  • die Unterhaltung von zwei Müllumlade-Stationen, zwei Wertstoffcentern und drei Betriebshöfen,      
  • die Schadstoffsammlung mit kostenlosen Abgabemöglichkeiten von umweltgefährdenden Abfällen (unter anderem bei Schadstoffmobilen),      
  • die kostenlose Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (zum Beispiel Abholen von Großgeräten, Abgabemöglichkeit von Kleingeräten bei den Schadstoffmobilen),      
  • die Beseitigung von wildem Müll im öffentlichen Raum,     
  • die Abfuhr von Sperrmüll,       
  • die Installierung und Entleerung der Straßenpapierkörbe und       
  • das Anbringen von Hundekottütenspendern.  

Straßenreinigungsgebühren

Die Straßenreinigungsgebühren werden je Frontmeter für ein Grundstück berechnet. Dabei werden verschiedene Reinigungskategorien berücksichtigt. Es fallen Kosten für die Logistikleistungen der AWB und Kosten für die Entsorgungsleistungen der AVG an.  

Für die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren 2021 sind folgende Einflussgrößen ausschlaggebend:     

Im Rahmen der Preisgleitung sind Preisanpassungen für die Logistikleistungen der AWB von +0,8 Prozent erforderlich. Hierzu gehören die Kostenfaktoren Personal, Reparatur und Wartung, Dieselkraftstoffe, gleitende Kapitalkosten (Fahrzeuge und Geräte) sowie ein nicht gleitender Fixkostenanteil. Im Wesentlichen resultiert die Steigerung der Entgelte für 2021 aus steigenden Personalkosten, die einen Anteil von 75 Prozent an der Preisgleitung haben.       

  • Die Kosten für die Logistik der AWB steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 160.000 Euro.      
  • Die städtischen Verwaltungskosten steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 52.000 Euro auf rund 831.000 Euro. Dies ist unter anderem auf die Berücksichtigung anteiliger Kosten für die Durchführung einer Strukturanalyse zurückzuführen.        
  • Die AVG-Entsorgungskosten für Straßenkehricht sinken gegenüber dem Vorjahr insgesamt um rund 134.000 Euro. Zum einen sinken die Entsorgungskosten je Tonne um 4,50 Euro. Zum anderen sinkt auch die Kehrichtmenge gegenüber dem Vorjahr um 780 Tonnen von 5.200 Tonnen auf 4.420 Tonnen.      
  • In der Kalkulation ist eine Gebührenüberdeckung aus 2019 berücksichtigt. Dadurch ergibt sich eine Gebührenminderung um rund 131.000 Euro (Überdeckung Vorjahr rund 118.000 Euro).       
  • Die Frontmeter sinken gegenüber dem Vorjahr um rund 40.000 Meter beziehungsweise 0,48 Prozent.  

Bei den Straßenreinigungsgebühren wurde der Leistungsumfang in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Die Reinigung von Mittelalleen, Radwegen, Sicherheitsstreifen an Fahrbahnen sowie von Straßenbegleitgrün und Wildkrautentfernung wird über Straßenreinigungsgebühren finanziert.  

Zu den Straßenreinigungsgebühren im Einzelnen

Die Änderungen je Frontmeter pro Jahr 2021 betragen (in Klammern Beträge aus dem Vorjahr): 

  • Hauptstraßen: 2,85 Euro (2,83 Euro), 
  • Hauptstraßen mit niveaugleichem Gehwegausbau: 9,16 Euro (9,12 Euro),
  • Anliegerstraßen: 4,62 Euro (4,58 Euro), 
  • Anliegerstraßen mit niveaugleichem Gehwegausbau: 11,03 Euro (10,94 Euro), 
  • Gehwege: 6,81 Euro (6,78 Euro) und – Fußgängergeschäftsstraßen: 9,17 Euro (9,11 Euro).       

Hier einige Beispielrechnungen zu den Erhöhungen der Gebühren 2021:

Ausgehend von dem Mindestbehältervolumen für Restmüll von 20 Liter pro Person und Woche (bei einem Vier-Personen-Haushalt also eine 80-Liter-Restmülltonne) zahlt eine vierköpfige Familie: 

  • für den Teilservice 383,42 Euro (gegenüber 376,54 Euro in 2020) und 
  • für den Vollservice 450,73 Euro (gegenüber 443,39 Euro in 2020). Die Mehrbelastungen pro Familie für das Jahr 2021 betragen somit 6,88 Euro (Teilservice) beziehungsweise 7,34 Euro (Vollservice). 

Ausgehend von einem Grundstück mit 15 Frontmetern an einer Hauptstraße ohne niveaugleichen Gehwegausbau und mit 15 Metern Gehweg (die Anzahl der Bewohner ist hier nicht relevant) beträgt die Straßenreinigungsgebühr 144,90 Euro für 2021 als Summe von 42,75 Euro für die Fahrbahn und 102,15 Euro für den Gehweg (gegenüber 144,15 Euro für 2020). Die Mehrbelastung für das Jahr 2021 beträgt somit 0,75 Euro für das gesamte Grundstück. 

Ausgehend von den beiden vorgenannten Beispielen verändern sich die summierten Gebühren für Straßenreinigung und Abfallentsorgung für eine vierköpfige Familie von – 520,69 Euro (Teilservice) und 587,54 Euro (Vollservice) in 2020 auf 528,32 Euro (Teilservice) und 595,63 Euro (Vollservice) in 2021.

(Text:Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Jürgen Müllenberg)